In der 2. Klasse Nord-Mitte hat die Union Baumgartenberg gegen die Union Neumarkt/M. mit 2:1 gewonnen und damit auch das zweite Saisonspiel für sich entschieden. Trainer Jürgen Kappl sprach nach einer Partie mit zwei ganz unterschiedlichen Halbzeiten von einem "glücklichen, aber dennoch verdienten Sieg". Vor allem der starke Beginn mit zwei frühen Treffern gab den Ausschlag, ehe es nach der Pause noch einmal eng wurde.

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay
Kappl stellte nach dem Schlusspfiff gleich klar, wie er diese 90 Minuten einordnet: "Es war ein sehr intensives Spiel aufgrund der Wetterbedingungen und mit zwei komplett unterschiedlichen Halbzeiten." Gerade in der Anfangsphase lief es für seine Mannschaft aber genau so, wie es sich der Trainer vorgestellt hatte. Schon in der 2. Minute ging der Absteiger in Führung. Dem Treffer war laut Kappl ein Pressingmoment voraus, den seine Mannschaft bewusst gesucht hatte. "Das 1:0 war genau so, wie wir es besprochen haben. Die ganze Mannschaft ist extrem ins Offensivpressing gegangen", sagte der Trainer. Andreas Danner unterlief dabei ein Eigentor, und damit war der Auftakt für die Heimischen gelungen. Auch das 2:0 in der 12. Minute passte ins Bild dieser starken ersten Halbzeit. Nach einem Ballgewinn in der gegnerischen Hälfte setzte Union Baumgartenberg sauber nach, Paul Kastner schob den Ball im Nachschuss aus kurzer Distanz ein. Für Kappl war das kein Zufall, sondern die Folge eines klaren Matchplans. Zur Pause stand es 2:0, und weil seine Mannschaft laut Trainer in einer ähnlichen Situation sogar noch das 3:0 hätte nachlegen können, sprach er davon, dass Union Baumgartenberg das Spiel bis dahin "total im Griff gehabt" habe.
Was Union Baumgartenberg vor dem Seitenwechsel noch gut kontrolliert hatte, änderte sich nach der Pause deutlich. Kappl sagte offen, dass der Gegner die zweite Halbzeit übernommen habe. Union Neumarkt im Mühlkreis kam besser ins Spiel, wirkte frischer und setzte die Gastgeber stärker unter Druck. In der 65. Minute fiel dann auch der Anschlusstreffer, als Nico Kastberger über die Mitte durchstartete, allein vor dem Tormann ruhig blieb und zum 2:1 einschob. Kappl erkannte die Qualität dieser Szene an und sagte, man habe dort "keine Chance gehabt". Gleichzeitig hob er hervor, dass seine Mannschaft in dieser Phase viel wegverteidigte und sich mit großem Einsatz über die Zeit brachte. "Wir haben super verteidigt, bis auf diese eine Situation", sagte er. Ein großes Thema war für den Trainer aber auch, dass seine Mannschaft mit der Führung zu früh zufrieden war. "Wir geben uns leider zufrieden mit dem Erfolg, den wir kurzfristig in einer Führung haben, und hören dann mit Fußballspielen auf", meinte Kappl. Der Trainer sprach sogar davon, dass das bereits zum zweiten Mal passiert sei und man dort "absolut konsequenter werden" müsse, damit solche Spiele in Zukunft nicht noch kippen.
Dass es am Ende trotzdem zum zweiten Sieg im zweiten Spiel reichte, führte Kappl auf mehrere Punkte zurück. Einerseits lobte er die geschlossene Defensivarbeit seiner Mannschaft. "Es gibt keine Einzelkicker mehr, sondern es ist ein komplettes Gefüge geworden", sagte der Trainer. Für ihn war genau dieses Miteinander ein wesentlicher Grund, warum sein Team die schwierige zweite Halbzeit überstand. Dazu kam ein starker Rückhalt im Tor. Kappl sprach von einem "Bomben-Tormann", der in der zweiten Halbzeit "drei super Saves" gezeigt habe. Andererseits sparte er auch nicht mit Anerkennung für die Union Neumarkt. Der Gegner sei körperlich sehr fit gewesen, taktisch gut eingestellt und habe seine Mannschaft im Anlaufen immer wieder vor Probleme gestellt. "Es sind zwei gleich starke Mannschaften, wie ich finde", sagte Kappl, der auch eine Punkteteilung als vertretbar bezeichnete. Den Unterschied sah er am Ende sehr einfach: "Wir haben zwei Tore geschossen, sie zum Glück nur eines." Auch für den Unparteiischen gab es von ihm ein klares Lob. Kappl sprach von einer "sehr guten Leistung von Schiedsrichter Mayr" und einer fairen Partie ohne strittige Szenen. Für die Union Baumgartenberg steht damit nach zwei Runden das Punktemaximum von sechs Zählern. Der Trainer weiß aber trotz des guten Starts genau, woran weiter gearbeitet werden muss: Die erste Halbzeit soll künftig nicht nur der starke Beginn bleiben, sondern über ein ganzes Spiel die Richtung vorgeben.