In der 2. Klasse Nord-Mitte hat die Union Kefermarkt das erste Heimspiel der Saison mit 2:0 gegen die Union Pabneukirchen gewonnen. Nach der Auftaktniederlage in Sandl war der Erfolg für die Gastgeber wichtig, und Roland Lindner sah von Beginn an die aktivere Mannschaft. Die schnelle Führung und das 2:0 kurz nach der Pause gaben dem Co-Trainer recht: Kefermarkt hatte die Partie über weite Strecken im Griff.

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay
Roland Lindner hatte nach dem Schlusspfiff keinen Zweifel daran, wie sich die Partie über die 90 Minuten entwickelt hatte. „Wir waren von Beginn weg feldüberlegen und gefährlicher und konnten zum Glück relativ rasch in der zehnten Minute einen Abwehrfehler zum 1:0 nutzen“, sagte der Co-Trainer. Genau dieser frühe Treffer von Julian Lindner in Minute zehn gab Union Kefermarkt den Start, den man sich nach der Niederlage zum Auftakt gewünscht hatte. Die Gastgeber waren damit früh in Führung und blieben nach Lindners Eindruck auch danach die gefährlichere Mannschaft. Er sprach davon, dass sein Team in der Folge immer wieder zu Chancen gekommen sei, diese aber nicht konsequent genug genutzt habe. So stand es zur Pause zwar 1:0, aus Sicht der Heimelf wäre zu diesem Zeitpunkt aber schon mehr möglich gewesen.
Die entscheidende Phase kam dann gleich nach dem Seitenwechsel. In Minute 49 erhöhte Jonas Rauch auf 2:0, und für Lindner war damit die Richtung des Abends endgültig vorgegeben. „Zum richtigen Zeitpunkt haben wir kurz nach der Pause nach einem sehr schönen Angriff das 2:0 gemacht“, sagte er und machte damit klar, warum dieser Treffer für ihn besonders wichtig war. Noch deutlicher wurde der Co-Trainer bei der Einordnung der Partie: „Im Prinzip war mit dem 2:0 aus meiner Sicht eigentlich klar, dass wir das Spiel nicht mehr aus der Hand geben.“ Union Kefermarkt kontrollierte die Begegnung danach bis zum Schlusspfiff. Dass am Ende kein höherer Sieg herausschaute, lag laut Lindner nicht daran, dass die Ordnung verloren ging, sondern daran, dass weitere Möglichkeiten ungenutzt blieben. Seine Mannschaft habe es „verabsäumt, noch mehr Tore zu machen“, obwohl das Spiel in dieser Phase bereits auf ihrer Seite war.
So zufrieden Lindner mit dem Ergebnis war, so offen sprach er auch an, dass bei seiner Mannschaft noch nicht alles rund läuft. Gerade nach der Auftaktniederlage habe man eine gewisse Anspannung gespürt. „Wir wollten den Sieg, waren nach der Auftaktniederlage etwas verkrampft, haben aber von Beginn weg keinen Zweifel daran gelassen, dass wir die drei Punkte heute in Kefermarkt lassen wollen“, sagte er. Der Heimsieg war damit nicht nur ein Ergebnis, sondern auch eine Reaktion auf den Fehlstart. Trotzdem sieht der Co-Trainer klaren Verbesserungsbedarf. „Wir müssen auf jeden Fall noch ruhiger werden und noch selbstbewusster auftreten, mehr an die eigene Stärke glauben“, erklärte Lindner. Erst dann könne die Union Kefermarkt noch dominanter auftreten. Respektvolle Worte fand er auch für den Gegner. Die Union Pabneukirchen sei „sehr ambitioniert“ gewesen und habe den Kampf angenommen, habe sich in den entscheidenden Phasen aber Fehler erlaubt, die seine Mannschaft nutzen konnte. Dazu passte auch sein Fazit zum Rahmen der Partie: „Die Leistung von Schiedsrichter Klymenko war sehr okay. Es war ein faires Spiel von Anfang bis zum Ende.“ Für Kefermarkter zählen damit nach Runde zwei die ersten drei Punkte, und Lindner formulierte den Ausblick bewusst schlicht: Man sei froh über den ersten Heimsieg und wolle jetzt „einfach vorwärts schauen, von Spiel zu Spiel“.