In der 2. Klasse Nord-Mitte hat die Union Unterweißenbach das Mühlviertler Derby gegen die SPG Pierbach/Rechberg mit 6:2 für sich entschieden. Nach zwei Partien ohne die nötige Konsequenz vor dem Tor brachte diesmal genau das den Ausschlag. Sektionsleiter Hubert Nötstaller sprach von einem verdienten Sieg, der auch in dieser Höhe in Ordnung gehe, weil seine Mannschaft ihre Chancen endlich genutzt habe.
Unterweißenbach fand nach den Worten von Hubert Nötstaller von Beginn an mit der richtigen Haltung in diese Partie. „Von Anfang an war der hundertprozentige Siegeswille da“, sagte der Sektionsleiter und stellte damit gleich den Grundton für diesen Derbyabend klar. Dazu kam aus seiner Sicht die nötige Körperspannung, die seine Mannschaft über weite Strecken auf den Platz brachte. Im Ergebnis zeigte sich das zunächst in der Führung nach 25 Minuten, als ein Eigentor von Thomas Raab das 1:0 brachte. Genau dieser Treffer war für Nötstaller ein zentraler Punkt im Spiel. „Dass wir das 1:0 gemacht haben, war entscheidend. Dann haben die Burschen frei spielen können“, sagte er. Kurz vor der Pause legte Marcel Lindner noch das 2:0 nach und verschaffte den Gastgebern damit eine gute Ausgangsposition für die zweite Hälfte. So ging Unterweißenbach mit einem Zwei-Tore-Vorsprung in die Kabine und hatte das Derby bis dahin klar auf seiner Seite.
Ganz durch war die Partie nach dem Seitenwechsel aber noch nicht, weil Pierbach/Rechberg in der 59. Minute durch Maximilian Lehner auf 2:1 verkürzte. Nötstaller sprach auch offen an, dass seine Mannschaft in dieser Phase nicht ganz so konsequent blieb. „Nach dem 2:1 haben wir kurze Zeit ein bissl nachgelassen“, meinte er. Umso wichtiger war aus seiner Sicht die schnelle Antwort. Nur wenige Minuten später stellte erneut Marcel Lindner auf 3:1, und auch dazu hatte Nötstaller eine klare Einordnung: „Das 3:1 war dann entscheidend, um frei aufzuspielen.“ Genau so entwickelte sich die Partie dann auch. Lindner traf in der 75. Minute zum dritten Mal an diesem Abend und erhöhte auf 4:1, Tobias Lehner machte wenig später das 5:1. Dass Thomas Raab für die Gäste noch auf 5:2 stellte, änderte am klaren Bild nicht mehr viel, weil Lukas Kern in der Nachspielzeit noch den Schlusspunkt zum 6:2 setzte. Unterweißenbach hatte sich nach dem kurzen Dämpfer also sofort wieder gefangen und das Derby am Ende deutlich für sich entschieden.
Der wichtigste Unterschied zu den vergangenen Spielen lag für Nötstaller klar in der Verwertung vor dem Tor. „Was wir die letzten zwei Partien nicht gemacht haben, nämlich die Chancen verwertet, haben wir dieses Mal aus den Chancen auch Tore gemacht“, sagte er. Er verwies dabei ausdrücklich auf die vergangenen beiden Spiele, in denen genau das gefehlt habe. Diesmal habe seine Mannschaft die Möglichkeiten nicht liegen gelassen, sondern konsequent abgeschlossen. Dazu passte für ihn auch, dass die Mannschaft immer wieder sauber zu ihren Abschlüssen kam. „Die weiteren Tore waren souverän herausgespielt und am Ende auch dementsprechend abgeschlossen“, sagte Nötstaller. Ebenso zufrieden war er mit der Arbeit gegen den Ball. „Defensiv sind wir sehr gut gestanden. Ein Lob an die Hintermannschaft, die souverän gestanden ist und mehr oder weniger nichts zugelassen hat.“ Den Gegner sah er an einem schwierigen Tag. Pierbach/Rechberg habe laut Nötstaller nach vorne kaum Ideen gefunden und viel mit hohen Bällen probiert, doch Unterweißenbach sei darauf gut eingestellt gewesen und habe sicher verteidigt.
Neben dem klaren Ergebnis hob Nötstaller noch einen zweiten Punkt besonders hervor: den Rahmen dieses Derbys. „Es war ein sehr fair geführtes Mühlviertler Derby“, sagte er, und bezog dabei ausdrücklich nicht nur die beiden Mannschaften, sondern auch das Umfeld ein. Rund 200 Zuschauer seien ebenso fair gewesen, und auch mit der Leitung des Unparteiischen zeigte er sich einverstanden. Aus seiner Sicht habe es keine Szenen gegeben, über die man länger diskutieren müsste, Schiedsrichter Shahbazi habe die Partie gut im Griff gehabt. Gerade bei einem Derby ist das keine Nebensache, und Nötstaller bedankte sich daher auch ausdrücklich „bei den Zuschauern für die Disziplin auf den Rängen“. Für die SPG Pierbach/Rechberg wünschte er „für die Zukunft alles, alles Gute“, während bei der Union Unterweißenbach der Blick nach diesem klaren Heimsieg schon wieder nach vorne geht. „Wir freuen uns auf den nächsten Gegner“, sagte Nötstaller nach einem Samstagnachmittag, an dem aus Sicht der Gastgeber vieles zusammenpasste.