In der 2. Klasse Nord-Mitte hat die DSG Union Gutau am Samstagnachmittag die Union Arbing mit 4:1 besiegt und damit auch nach drei Runden die volle Punkteausbeute behalten. Aus Sicht von Trainer Stefan Brunner fiel das Ergebnis allerdings zu deutlich aus. Seine Mannschaft kam nach schwachem Beginn besser hinein, ließ mehrere gute Möglichkeiten liegen und wurde von den Gastgebern für Fehler konsequent bestraft.

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Die Partie nahm aus Arbinger Sicht einen denkbar ungünstigen Verlauf. „Gutau hat sehr stark begonnen. Die ersten zwanzig Minuten hatten wir praktisch keinen Zugriff“, sagte Stefan Brunner nach dem Spiel. Genau in dieser Phase legten die Gastgeber die Grundlage für den Heimsieg. Benedikt Brunner brachte Gutau in der 8. Minute mit 1:0 in Führung, in der 28. Minute erhöhte Simon Binder auf 2:0. Für den Arbinger Trainer waren es zwei Gegentreffer, die man sich selbst zu sehr eingebrockt hatte. Beim ersten Tor sei seine Mannschaft „zu weit weg vom Gegner“ gewesen, beim zweiten sprach Brunner von „einem Abstimmungsproblem zwischen Innenverteidigung und Torhüter“. Trotzdem blieb Arbing nicht in dieser schwachen Anfangsphase hängen. Laut Brunner kam sein Team danach besser ins Spiel, stellte auf höheres Pressing um und arbeitete sich zurück. Noch vor der Pause sprang dabei zweimal nur die Latte rettend für Gutau ein, weshalb der Trainer auch sagte, man habe in dieser Phase durchaus die Möglichkeit gehabt, den Rückstand noch vor der Halbzeit entscheidend zu verkürzen.
Auch nach dem Seitenwechsel war aus Brunners Sicht noch nichts entschieden. „Wir sind motiviert aus der Pause gekommen, waren gut im Spiel“, sagte der Trainer, der in dieser Phase eine Arbinger Mannschaft sah, die weiter an ihre Chance glaubte. Umso bitterer war aus seiner Sicht das 3:0 in der 51. Minute, wieder erzielt von Simon Binder. Brunner wollte aus der Szene kein großes Thema machen, ordnete aber ein: „Eventuell könnte man beim 3:0 über Abseits diskutieren. Aus meinem Winkel hat es danach ausgesehen, aber ich stand sehr weit weg. Die Entscheidung ist so getroffen worden und vermutlich war sie richtig.“ Arbing antwortete vier Minuten später mit dem Anschlusstreffer durch Thomas Schützenhofer zum 3:1 und blieb damit in der Partie. Dazu kam weiter Pech im Abschluss: ein Stangenschuss, zwei Klärungen der Gutauer auf der Linie und damit weitere Szenen, in denen den Gästen das nötige Glück fehlte. Während Arbing alles versuchte, zeigte sich Gutau in den Umschaltmomenten laut Brunner „eiskalt“ und machte in der 90. Minute mit dem 4:1 durch Raphael Voit endgültig alles klar.
Die Erklärung des Arbinger Trainers fiel nach dem Schlusspfiff klar aus und ging nicht in Richtung Schiedsrichter oder äußerer Umstände. Den Unterschied zwischen beiden Mannschaften brachte Brunner in einem Satz auf den Punkt: „In der Chancenauswertung.“ Mehrfach betonte er, dass er seinem Team in Sachen Einsatz nichts ankreiden könne. „Ich habe meiner Mannschaft nichts vorzuwerfen. Sie hat alles gegeben, bis zum Schluss gekämpft, gearbeitet und eigentlich immer dran geglaubt. Wir sind leider nicht belohnt worden“, sagte er. Auch grundsätzlich gefiel ihm der Auftritt seiner Mannschaft trotz der Niederlage. „Im Grunde haben wir alles reingeschmissen. Wir haben Gas gegeben, wir haben uns Chancen erarbeitet, wir hatten gute Chancen. Heute hat einfach das Quäntchen Glück gefehlt.“ Gleichzeitig erkannte Brunner an, was Gutau an diesem Abend besser gemacht hatte. Die Gastgeber seien „defensiv gut gestanden“ und hätten offensiv mit vier Angreifern gespielt, „die sehr gut harmonieren, über die Flügel schnell spielen, tiefe Bälle spielen und die Chancen eiskalt ausnutzen“.
So blieb unter dem Strich eine Niederlage, die die Union Arbing schlucken musste, obwohl der Trainer den Auftritt nicht schlechtreden wollte. „Der Sieg geht in Ordnung, ist aber deutlich zu hoch ausgefallen“, lautete sein Gesamtfazit zu diesem 1:4. Für die Union Gutau bedeutet der dritte Sieg im dritten Spiel den Platz an der Tabellenspitze, Arbing hält nach drei Runden dennoch bei sechs Punkten und damit weiter bei einem ordentlichen Start in die Saison. Genau daran knüpfte Brunner im Ausblick an. „Wir sind gut in die Meisterschaft gestartet, haben sechs Punkte aus drei Spielen“, sagte er und richtete den Fokus sofort auf die nächste Aufgabe. Da wartet gegen Unterweißenbach das nächste Heimspiel auf die Arbinger. Brunner rechnet dort mit einer offenen Sache: „Da ist wieder alles möglich.“