Spielberichte

"Es war ein Wechselbad der Gefühle" – SPG Windhaag/Leopoldschlag holt nach 3:4 noch ein Remis

SPG Windhaag/Leopoldschlag
Baumgartenberg

In der 2. Klasse Nord-Mitte hat sich die SPG Windhaag/Leopoldschlag am Freitagabend mit der Union Baumgartenberg 4:4 getrennt. Nach einer ersten Hälfte mit sieben Toren lagen die Gastgeber 3:4 zurück, kamen aber noch zum verdienten Ausgleich. Trainer Manuel Hauser sprach danach von einem "Wechselbad der Gefühle" und sah seine Mannschaft nach der Pause näher am Sieg.

Zweikampf zwischen zwei Fußballspielern in Schwarz und Grün

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Sieben Tore in einer verrückten ersten Hälfte

Schon die ersten 45 Minuten hatten alles drin, was so ein Unterhausabend hergeben kann. Windhaag/Leopoldschlag legte mit dem 1:0 durch Robin Schinagl in der 11. Minute vor, doch Baumgartenberg hatte durch Paul Kastner in der 17. Minute rasch die passende Antwort. Die Gastgeber ließen sich davon aber zunächst nicht aus der Spur bringen. Bastian Zuschrott stellte nur zwei Minuten später auf 2:1, und genau dieser Treffer blieb Manuel Hauser besonders in Erinnerung. "Das Tor zum 2:1 war eine wunderschöne Flanke, die dann per Kopf abgeschlossen wurde", sagte der Trainer. Aber auch diese Führung hielt nicht lange, weil Peter Froschauer in der 23. Minute das 2:2 machte. Hauser sprach dabei von einer Szene, bei der "mit ein bisschen Glück und Wind der Ball aus 60 Metern hinter unserem Tormann im Tor gelandet ist". Danach ging es im selben Tempo weiter: Philipp Haiböck brachte die SPG in Minute 29 zum dritten Mal nach vorne, ehe Markus Leutgeb nur zwei Minuten später auf 3:3 stellte und Tobias Wansch in der 37. Minute das Spiel vor der Pause sogar auf 4:3 für Baumgartenberg drehte.

Nach dem 3:4 blieb die SPG am Drücker

Mit dem Halbzeitstand von 3:4 war die Partie für die Heimischen dennoch längst nicht verloren, und genau das hob Hauser nach dem Schlusspfiff auch hervor. "Es war ein ganz anderes Spiel als letzte Woche. Es war ein Wechselbad der Gefühle. Zuerst dreimal in Führung, dann der Rückstand und in der zweiten Hälfte der verdiente Ausgleich für uns", fasste er den Abend zusammen. Der Ausgleich fiel dann in der 71. Minute, als Viktor Holzweber das 4:4 erzielte und die Gastgeber damit wieder zurück ins Spiel brachte. Für Hauser war das aber nicht nur ein spätes Zurückkommen, sondern auch Ausdruck einer starken zweiten Hälfte. "In der zweiten Halbzeit war meine Mannschaft näher am Sieg dran. Wir hatten einmal Pech mit der Latte, ein Abseitstor wurde nicht gegeben", sagte er. Gerade deshalb blieb bei Windhaag/Leopoldschlag nach dem Schlusspfiff nicht nur die Erleichterung über den Punkt, sondern auch das Gefühl, dass sogar noch mehr möglich gewesen wäre.

Vorne zielstrebig, gegen den Ball nicht in allen Punkten stabil

Warum die SPG nach der Pause wieder Zugriff bekam, erklärte Hauser vor allem über das eigene Spiel nach vorne. "Heute hat das Offensivspiel sehr gut funktioniert. Wir haben nach Ballgewinn schnell die Bälle in die Tiefe gesucht und geschaut, dass wir schnellstmöglich zum Torabschluss kommen", sagte der Trainer. Das deckte sich auch mit dem Gesamteindruck einer Mannschaft, die trotz des Rückstands nicht aufhörte, mutig nach vorne zu spielen. Gleichzeitig benannte Hauser aber auch klar, was ihn an diesem Abend störte. "Gefehlt hat das Verteidigen von Standards", meinte er. Auch den Gegner ordnete er deutlich ein: "Baumgartenberg war im Mittelfeld sehr präsent, konnte nahezu alle Zweikämpfe gewinnen und war sehr spielstark. In der zweiten Hälfte sind sie ein bisschen eingebrochen." Damit war auch erklärt, warum das Spiel zunächst stark in beide Richtungen kippte und sich nach der Pause mehr in Richtung der Gastgeber verschob.

Strittige Szene, Lob für den Schiedsrichter und ein erster Punkt

Ganz ohne Diskussionen ging die torreiche Partie zwar nicht vorbei, doch Hauser blieb in seiner Beurteilung sachlich. Eine Szene sah er durchaus als mögliches Thema, als sein Stürmer von hinten getroffen wurde, der Ball noch quergelegt wurde und am Ende auf Abseits entschieden wurde. Mehr wollte er daraus aber nicht machen. Stattdessen fand der Trainer klare Worte für die Leistung des Unparteiischen: "Die Leistung von Schiedsrichter Causevic war sehr, sehr gut." Für die SPG Windhaag/Leopoldschlag steht nach drei Runden damit der erste Punkt der noch jungen Saison zu Buche. Die Union Baumgartenberg bleibt nach dem 4:4 mit sieben Zählern vorne dabei. Für die SPG war dieser Abend vor allem eines: wild, torreich und nach dem 3:4-Pausenrückstand immerhin noch mit einem verdienten Ertrag beendet.

2. Klasse Nord-Mitte: Windhaag/Leopoldschlag : Baumgartenberg - 4:4 (3:4)

  • 71
    Viktor Holzweber 4:4
  • 37
    Tobias Wansch 3:4
  • 31
    Markus Leutgeb 3:3
  • 29
    Philipp Haiböck 3:2
  • 23
    Peter Froschauer 2:2
  • 19
    Bastian Zuschrott 2:1
  • 17
    Paul Kastner 1:1
  • 11
    Robin Schinagl 1:0