In der 2. Klasse Nord-Mitte hat die Sportunion Greisinger Münzbach am Sonntagnachmittag gegen die SPG Weitersfelden/Kaltenberg/Liebenau einen klaren 4:0-Heimsieg eingefahren. Trainer Martin Lindtner sprach danach von einem "perfekten Spiel" seiner Mannschaft, weil seine Elf schon vor der Pause das Kommando übernahm, den Gegner kaum ins Spiel kommen ließ und den Vorsprung nach dem Seitenwechsel souverän absicherte.

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Lindtner wollte bei seiner Einordnung vor allem die erste Halbzeit hervorheben, und das hatte einen klaren Grund. "Wir haben sehr gut angefangen. Die ersten zwanzig Minuten waren sehr gut", sagte der Münzbacher Trainer. Seine Mannschaft habe sich in dieser Phase bereits gute Chancen herausgespielt, sei sowohl mit kurzen als auch mit langen Bällen gefährlich gewesen und habe "sehr viele Ideen in das Spiel mit reingebracht". Dass in dieser starken Anfangsphase noch kein Treffer fiel, bezeichnete er als den einzigen kleinen Makel. Danach belohnte sich Münzbach aber doch noch, und zwar in einer Phase, in der das Spiel ganz deutlich in Richtung der Gastgeber kippte. In der 28. Minute brachte Matyas Bita seine Mannschaft in Führung, sieben Minuten später legte derselbe Spieler zum 2:0 nach. Als Laszlo Lengyel in der 38. Minute auch noch das 3:0 erzielte, war die starke erste Hälfte auch am Ergebnis klar abzulesen.
Mit dem klaren Vorsprung zur Halbzeit war für Münzbach die Richtung vorgegeben. Lindtner erklärte, dass das Ziel nach der Pause gewesen sei, den Vorsprung möglichst lange zu halten und bei Gelegenheit noch einmal nachzulegen. Genau das gelang den Gastgebern. In der 58. Minute sorgte Bita mit seinem dritten Treffer für das 4:0 und damit endgültig für klare Verhältnisse. Der Trainer hob dabei nicht nur den Hattrick seines Stürmers hervor, sondern auch die Effizienz im richtigen Moment. "Unser Stürmer mit einem Hattrick war heute eiskalt vor dem Tor. Das haben wir auch gebraucht", sagte Lindtner. Gleichzeitig machte er deutlich, dass Münzbach sogar noch weitere Möglichkeiten hatte. "Wir haben auch noch einige gute Chancen liegen gelassen", so der Coach, der den Auftritt trotzdem rundum positiv bewertete. Weil hinten zudem nichts mehr anbrannte, stand am Ende nicht nur ein deutlicher Sieg, sondern auch ein verdienter Zu-null-Erfolg.
Der Schlüssel zum klaren Heimsieg lag für Lindtner nicht allein in den vier Toren, sondern vor allem in der Art, wie seine Mannschaft die Partie angelegt hat. Schon vor dem Anpfiff habe es ein gutes Gefühl gegeben. "Von der Besprechung weg bis zum Aufwärmen war das Gefühl sehr positiv", erzählte er. Zwar hält der Münzbacher Trainer die Gäste grundsätzlich für eine gute Mannschaft, die in dieser Saison vorne mitspielen kann, doch seine Elf sei bestens vorbereitet gewesen. "Wir haben gewusst, auf welche Spieler wir achtgeben müssen, und das haben wir sehr gut umgesetzt", sagte Lindtner. Besonders die Intensität in den Zweikämpfen und das aggressive Anlaufen gefielen ihm. Dazu kam, dass Münzbach die Zielspieler des Gegners konsequent aus dem Spiel nahm. "Wir haben die Zielspieler komplett rausgenommen", meinte der Trainer. Für die Gäste bedeutete das, dass kaum ein geordneter Spielfluss entstand. Aus Sicht der Gastgeber war genau das der Punkt, der den Auftritt so rund machte.
Nach einem 4:0 und einer so klaren Vorstellung fiel Lindtners Fazit entsprechend deutlich aus. "Nach diesem Spiel kann man nichts Negatives sagen", meinte er, ohne dabei den Blick für die kommenden Aufgaben zu verlieren. Er weiß, dass nicht jede Partie so verlaufen wird und dass jedes Spiel andere Anforderungen mit sich bringt. "Jedes Spiel ist etwas anderes. Ein anderer Platz. Auswärtsspiel oder Heimspiel ist natürlich auch ein großer Unterschied", sagte der Trainer. Gerade deshalb will die Union Münzbach die bekannten Themen weiter bearbeiten und schon in dieser Woche den Fokus wieder auf den nächsten Gegner legen. Positiv bewertete Lindtner auch den Rahmen der Partie. Er sprach von einem sehr fairen Spiel, lobte die gegnerische Mannschaft und sah auch bei Schiedsrichter Musat "für beide Seiten die richtigen Entscheidungen". Mit sechs Punkten aus zwei Spielen bleibt die Union damit in der Spitzengruppe und hat sich vor allem mit diesem Auftritt viel Selbstvertrauen für die nächsten Wochen geholt.