In der 2. Klasse Nord-Mitte trennten sich der SV Wimberger Sandl und die Sportunion Greisinger Münzbach mit einem 3:3-Unentschieden. Für Trainer Martin Lindtner war es ein Spiel, das lange in die gewünschte Richtung lief, dann aber völlig kippte. Seine Mannschaft führte schon 2:0, gab die Partie in der Schlussphase aber aus der Hand und rettete sich erst spät noch zu einem Punkt.

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Aus Sicht der Gäste begann der Nachmittag zunächst durchaus vielversprechend, auch wenn Lindtner einräumte, dass seine Mannschaft in der Anfangsphase nicht alles unter Kontrolle hatte. „Wir haben die ersten 20 Minuten schon etwas zugelassen, aber im Gegenzug haben wir unsere Sachen sehr gut ausgespielt“, sagte der Trainer. Genau daraus entstand auch die Führung, als Laszlo Lengyel schon in der 12. Minute das 0:1 erzielte. Münzbach blieb danach am Drücker und hatte laut Lindtner in der ersten Hälfte sogar noch zwei Lattenschüsse. Dazu kam noch ein Treffer zum vermeintlichen 0:2, der wegen eines Stürmerfouls nicht zählte. Lindtner meinte dazu: „Ich denke, da hat unser Stürmer keinen Kontakt zum Tormann beziehungsweise zum Verteidiger gehabt. Also hätte das Tor aus unserer Sicht zählen müssen.“ So ging es trotz guter Münzbacher Phase nur mit einem knappen 1:0 in die Pause.
Direkt nach Wiederbeginn schien Münzbach dann genau das nachzulegen, was schon vor der Pause möglich gewesen wäre. Bernhard Buchmayr traf in der 47. Minute zum 0:2, und damit war die Partie aus Sicht der Gäste eigentlich auf Kurs. Lindtner sprach offen an, dass genau in dieser Phase wohl die Vorentscheidung möglich gewesen wäre: „Bis zur 60. Minute haben wir noch gute Chancen auf das 3:0 gehabt und dann wäre die Partie wahrscheinlich sicher gelaufen gewesen.“ Stattdessen kam Sandl zurück. Tomas Lestina verkürzte in der 61. Minute auf 1:2, Patrik Vanek glich in der 68. Minute aus und Daniel Granov drehte das Spiel mit dem 3:2 in der 77. Minute sogar ganz. Lindtner machte keinen Hehl daraus, warum seine Mannschaft diese Wende zugelassen hat. „Wir haben uns dann leider ein bisschen zu sicher gefühlt und wir haben das ein bisschen zu locker genommen“, sagte er. Dazu kamen nach seiner Einschätzung nachlassende Kräfte, mehr Fehlpässe und verlorene Zweikämpfe. „In den letzten Pässen, in den Zweikämpfen waren wir nicht mehr so aggressiv“, so der Münzbacher Coach.
Dass die Union Münzbach am Ende überhaupt noch etwas mitnahm, lag am zweiten Treffer von Bernhard Buchmayr, der in der 89. Minute noch zum 3:3 ausglich. Damit blieb den Gästen zumindest die Niederlage erspart, auch wenn Lindtner nach dem Schlusspfiff gemischte Gefühle schilderte. „Wir waren natürlich enttäuscht nach dem Spiel, auch wieder irgendwie zufrieden, dass wir noch einen Punkt geholt haben und dadurch jetzt immer noch ungeschlagen bleiben“, sagte er. Diese Mischung passt zu einem Spiel, in dem Münzbach viel richtig machte, sich dafür aber nicht konsequent genug belohnte. Auch den Gegner ordnete Lindtner respektvoll ein und verwies auf die besonderen Bedingungen in Sandl: „Der Platz ist sehr klein, also wirklich winzig. Der Gegner weiß natürlich, wie er am besten spielt auf diesem Platz, und da werden noch viele Mannschaften Punkte liegen lassen.“ Dass der SV Sandl nach dem 0:2 nicht aufgab, verdiente sich aus seiner Sicht Anerkennung. „Die Mannschaft gibt nicht auf“, sagte Lindtner, und genau das bekamen die Münzbacher in der letzten halben Stunde deutlich zu spüren. So steht am Ende ein 3:3, das für die Zuschauer einiges bot, für die Gäste aber vor allem eine Lehre war.