In der 2. Klasse Nord-Mitte musste sich die Union Arbing am Freitagabend der Union Unterweißenbach mit 1:4 geschlagen geben. Schon nach zehn Minuten lag die Mannschaft von Trainer Stefan Brunner 0:2 zurück, nach dem dritten Gegentor direkt nach der Pause wurde die Aufgabe noch schwerer. Der Coach brachte die Hauptursache danach klar auf den Punkt: "Wir waren zu wenig präsent." Aus seiner Sicht gewann Unterweißenbach verdient, weil Arbing in den Zweikämpfen und im Passspiel zu wenig auf den Platz brachte.

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Die Partie war für Arbing von Beginn an schwer. Michael Starzengruber brachte die Gäste bereits in der 6. Minute mit 1:0 in Führung. Nur vier Minuten später erhöhte Lukas Berger auf 2:0, damit lief Arbing schon in der Anfangsphase einem klaren Rückstand hinterher. Bis zur Pause blieb es bei diesem Spielstand, doch die Lage entspannte sich nicht mehr. Stattdessen legte Unterweißenbach kurz nach Wiederbeginn nach, als Starzengruber in der 49. Minute auch das 0:3 erzielte. Brunner sagte dazu: "In den ersten zehn Minuten waren wir schnell 0:2 hinten. Das ist natürlich immer schwierig, wenn man so früh einem Rückstand nachlaufen muss." Und auch beim dritten Gegentor machte er einen entscheidenden Moment aus: "Schlussendlich war das 0:3 der Moment, der uns gebrochen hat."
Warum Arbing an diesem Abend nie richtig in die Partie fand, erklärte der Trainer danach sehr deutlich. "Unterweißenbach war besser als wir. Wir hatten zu wenige Zweikämpfe, zu wenig Zugriff im Spiel und waren oft einen halben Schritt zu spät", sagte Brunner. Genau darin sah er den Kern der Niederlage. Seine Mannschaft sei in vielen Situationen nicht präsent genug gewesen, habe den Ball zu oft vertändelt und im Passspiel zu ungenau agiert. "Das sind viele Kleinigkeiten, die in Summe zur Niederlage geführt haben", so der Arbinger Coach. Gleichzeitig sprach er dem Gegner ein klares Kompliment aus: "Sie haben auf allen Positionen wirklich gute Spieler, die aggressiv in die Zweikämpfe gehen, den Ball laufen lassen, schnell und robust sind. Das ist eine sehr starke Mannschaft." Damit war für ihn auch erklärt, warum Unterweißenbach die Fehler der Hausherren so konsequent ausnützen konnte.
Trotz des klaren Rückstands war die Partie aus Arbinger Sicht nach dem dritten Gegentor nicht völlig erledigt. In der 68. Minute verkürzte Johannes Steinkellner auf 1:3 und brachte damit noch einmal Leben hinein. Brunner hatte diesen Moment ebenfalls als kleines Signal wahrgenommen. "Nach dem 1:3 ist noch einmal ein bisschen Feuer aufgekommen, aber mit dem 1:4 war es dann erledigt", sagte er. Den Schlusspunkt setzte dann Noel Brunner in der 82. Minute für Unterweißenbach. Positiv war für den Arbinger Trainer zumindest, dass seine Mannschaft sich nicht hängen ließ: "Wie schon letzte Woche haben wir auch diesmal nicht aufgegeben. Wir haben bis zum Schluss versucht zu kämpfen und das Ergebnis zu verbessern." Dazu kam ein ausdrückliches Lob für den Torschützen: "Ein Kompliment möchte ich Johannes Steinkellner aussprechen, der kurz nach seiner Einwechslung das 1:3 gemacht hat."
Große Nebenschauplätze wollte Brunner nach dem Abpfiff nicht aufmachen. Auch die Leistung von Schiedsrichter Lehner war für ihn kein Thema, das den Ausgang erklärte. "Die Schiedsrichterleistung war okay. Ein, zwei Situationen hätte ich anders entschieden, aber das hatte auf das Spiel wenig Einfluss", meinte der Trainer. Viel wichtiger ist für ihn nun der Blick nach vorne. "Wir müssen das Spiel jetzt abhaken. Es war leider die zweite 1:4-Niederlage in zwei Wochen", sagte Brunner. Schon kommende Woche wartet mit Weitersfelden/Kaltenberg/Liebenau der nächste starke Gegner. Die Union Arbing will sich darauf bestmöglich vorbereiten und wieder an jene Leistungen anknüpfen, die in den ersten beiden Saisonspielen besser funktioniert hatten.