In der 2. Klasse Nord-Mitte hat Union Kefermarkt bei Union Baumgartenberg mit 2:1 gewonnen und sich den Dreier erst in der Nachspielzeit geholt. Trainer Bernhard Plöchl sprach von viel Willen, einem insgesamt verdienten Erfolg und auch von jenem Spielglück, das seine Mannschaft diesmal auf ihre Seite gezogen hat. Nach frühem Rückstand blieb Kefermarkt dran und drehte die Partie noch spät.

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Die Partie begann aus Sicht der Gäste mit einem frühen Dämpfer. Baumgartenberg ging bereits in der 3. Minute durch Matthias Schalhas mit 1:0 in Führung und verteidigte diesen Vorsprung bis zur Pause. Für Plöchl änderte dieser Rückstand aber nichts an seinem Blick auf die 90 Minuten. „Wir waren über neunzig Minuten das aktivere Team und ich denke, in Summe war der Sieg dann verdient“, sagte der Trainer. Entscheidend war, dass Kefermarkt direkt nach Wiederbeginn eine Antwort fand. Jonas Rauch stellte in der 48. Minute auf 1:1. Nach den Worten seines Trainers war dem Treffer ein Fehlpass der Gastgeber vorausgegangen, den Rauch nutzte und alleine aufs Tor zulief. Damit war das Spiel früh in Hälfte zwei wieder offen.
Gerade diese Mischung aus Aufwand und Unvollkommenheit war für Plöchl ein zentrales Thema nach dem Schlusspfiff. „Wir wollten einen Dreier mitnehmen. Das ist uns gelungen. Aber wir haben auch gezeigt bekommen, wo wir spielerisch Akzente setzen können und uns verbessern müssen“, meinte er. Besonders zufrieden war er mit der Einstellung seiner Mannschaft. „Die Jungs sind neunzig Minuten lang gelaufen, haben gekämpft und immer wieder versucht, ein Tor zu erzielen.“ Baumgartenberg machte es den Gästen laut Plöchl aber nicht leicht, stand hinten gut und suchte seine Möglichkeiten im Umschalten. Gleichzeitig hielt der Kefermarkt-Trainer fest, dass seine Defensive grundsätzlich sehr viel richtig gemacht und den Gegner kaum zu Chancen habe kommen lassen. Dass vieles eng beieinanderlag, passte für ihn zu einem Spiel, in dem Kleinigkeiten den Unterschied ausmachten.
Entschieden wurde die Partie schließlich ganz spät. Das 2:1 für Kefermarkt fiel in der Nachspielzeit durch David Daniel Ghermuta, nachdem sich Adolphe Bwami Mungwande in den Strafraum gedribbelt und quergelegt hatte. Für Plöchl war genau das die Belohnung für einen Auftritt, der vielleicht nicht in allen Phasen spielerisch stark, aber durchgehend entschlossen war. „Der entscheidende Moment war definitiv die Einstellung meiner Jungs“, sagte er. Und er brachte den Abend mit einem Satz auf den Punkt: „Das Glück muss man manchmal erzwingen.“ Weil seine Mannschaft in den Wochen davor eher das Pech auf ihrer Seite gehabt habe, bekam dieser späte Auswärtssieg für den Trainer zusätzliches Gewicht. Mit dem Dreier hält Kefermarkt nach fünf Runden bei sieben Punkten und bleibt damit mitten im dicht gestaffelten Feld.