Spielberichte

„Das 2:1 vor der Pause hat uns wehgetan“ – SPG Windhaag/Leopoldschlag gibt 2:0-Führung aus der Hand

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SPG Windhaag/Leopoldschlag
Perg/Windhaag

In der 2. Klasse Nord-Mitte hat die SPG Windhaag/Leopoldschlag gegen die SPG Perg/Windhaag trotz einer 2:0-Führung mit 2:3 verloren. Für Trainer Manuel Hauser war vor allem der Anschlusstreffer kurz vor der Pause ein Knackpunkt. Dazu kam, dass seine Mannschaft das Konterspiel des Gegners nicht in den Griff bekam und zwei entscheidende Gegentore nach eigenen Standards hinnehmen musste.

Ball mit Fußballschuhen

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Starker Beginn, dann kippte die Partie noch vor der Pause

Aus Sicht der Gastgeber hatte der Nachmittag eigentlich genau so begonnen, wie man sich das auf heimischem Platz wünscht. Windhaag/Leopoldschlag war sofort gut in der Partie und belohnte sich früh. In der 8. Minute brachte Philipp Haiböck die Heimelf mit 1:0 in Führung, wenig später legte sie nach. Das 2:0 fiel in der 16. Minute nach einem Eigentor von Oliver Schinnerl, und damit schien die SPG zunächst auf einem sehr guten Weg zu sein. Genau diesen Start hob Hauser nach dem Spiel auch hervor. „Wir sind sehr gut in die Partie gestartet, konnten das 1:0 machen und auf 2:0 erhöhen“, sagte der Trainer. Umso bitterer war aus seiner Sicht, dass die Gäste noch vor dem Seitenwechsel den Anschluss herstellen konnten. Ermin Homovic traf in der 43. Minute zum 2:1, und genau dieses Tor wog für Hauser schwer. „Das 2:1 vor der Halbzeit“ sei einer, der entscheidenden Momente gewesen, weil es Perg/Windhaag wieder voll ins Spiel zurückbrachte. Dazu kam laut Hauser, dass die Partie mit Fortdauer des Spiels nicht mehr so sauber lief wie in der Anfangsphase. „Mit Fortdauer des Spiels beziehungsweise mit einem verletzungsbedingten Wechsel wurde die Partie schlechter“, ordnete er die Entwicklung ein.


Zwei Gegentore nach eigenen Standards

Nach der Pause wurde aus der guten Ausgangslage der Heimischen Schritt für Schritt eine Niederlage. Das 2:2 durch Diamant Katona in der 60. Minute fiel aus Sicht von Hauser nicht aus dem Nichts, sondern aus einer Situation heraus, die seine Mannschaft besonders ärgerte. Der Trainer beschrieb die Szene klar: „Ausschlaggebend war das Tor zum 2:2. Durch eine Standardsituation von uns wurde der Konter eingeleitet, und der Gegner kam so zum Ausgleich.“ Noch bitterer verlief dann die Schlussphase. Als Windhaag/Leopoldschlag bei einem eigenen Eckball auf den späten Treffer drängte, lief die Mannschaft erneut in einen Gegenstoß. Jonas Pilsl machte in der 87. Minute das 2:3, und auch dieses Tor erklärte Hauser beinahe deckungsgleich zum Ausgleich: „Beim 3:2 war es dieselbe Aktion. Eckball für uns, der Tormann spielte den Ball schnell raus auf den Stürmer, und wir wurden wieder ausgekontert.“ Gerade weil beide Schlüsselszenen nach eigenen ruhenden Bällen entstanden, saß der Frust tief. Hauser brachte es auf einen einfachen Nenner: „Das Verteidigen des Konterspiels des Gegners“ habe nicht so funktioniert, wie er sich das vorgestellt hatte.

Effizientere Gäste, starke Einzelspieler und bitterer Nachmittag für Heimelf

Hauser suchte die Gründe für die Niederlage nicht bei Nebensätzen, sondern klar im Spiel selbst. Diskussionen um den Unparteiischen wollte er gar nicht erst aufmachen. „Aus meiner Sicht gab es keine strittigen Situationen. Schiedsrichter Fejziu hatte die Partie jederzeit unter Kontrolle“, sagte der Trainer. Viel mehr beschäftigte ihn, was die SPG Perg/Windhaag auf dem Platz besser machte. „Der Gegner hatte individuell sehr gute Spieler“, meinte Hauser und hob dabei auch einen auffälligen Akteur besonders hervor: „Unterschiedsspieler Diamant Katona konnten wir nicht unter Kontrolle bringen.“ Dazu lobte er den gegnerischen Torwart, der das Umschalten immer wieder schnell einleitete. „Torwart Felix Gruber war sehr stark, brachte die Bälle schnell ins letzte Drittel, und sie spielten die Konter extrem gut fertig“, sagte Hauser. Am Ende blieb für ihn deshalb eine klare Erklärung für das Ergebnis. „Der Unterschied lag darin: Perg/Windhaag war einfach effizienter bei der Chancenverwertung.“ Für die SPG Windhaag/Leopoldschlag ist diese Niederlage vor allem deshalb schmerzhaft, weil nach dem 2:0 mehr drin gewesen wäre. Nach fünf Runden hält die SPG damit weiter bei vier Punkten, während Perg/Windhaag mit zehn Zählern im oberen Tabellendrittel bleibt.

2. Klasse Nord-Mitte: Windhaag/Leopoldschlag : Perg/Windhaag - 2:3 (2:1)

  • 87
    Jonas Pilsl 2:3
  • 60
    Diamant Katona 2:2
  • 43
    Ermin Homovic 2:1
  • 16
    Eigentor durch Oliver Schinnerl 2:0
  • 8
    Philipp Haiböck 1:0