Spielberichte

„Wichtig war: hinten mal die Null“ – SPG Pierbach/Rechberg nimmt aus Neumarkt/M. torloses Remis mit

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Union Neumarkt i.M.
Pierbach/Rechberg

In der 2. Klasse Nord-Mitte hat sich die Union Neumarkt/M. von der SPG Pierbach/Rechberg mit einem torlosen Remis getrennt. Für Neo-Trainer Harald Huber war das torlose Remis und der erste Punkt in dieser Saison vor allem ein Zeichen dafür, dass seine Mannschaft diesmal vieles richtig gemacht hat. „Wichtig war: hinten mal die Null“, sagte er nach einer Partie, in der seine Elf lange verteidigen musste, sich den Punkt aber mit viel Einsatz erarbeitete.

Zweikampf zwischen Spielern in Rot und Weiß-Blau - Ball in der Luft

Image by Jörg Struwe from Pixabay


Neumarkt mit den klareren Chancen, SPG hält dagegen

Huber sah zunächst eine Phase, in der sich beide Mannschaften erst einmal sortierten. „Am Anfang war es ein kleines Abtasten von beiden Mannschaften“, sagte der Trainer, schob aber sofort nach, dass die Gastgeber dabei die besseren Möglichkeiten hatten. Neumarkt habe „schon am Anfang die zwingenden Chancen gehabt“, erklärte er, und nur weil der Torhüter der Gäste „einen Sahnetag erwischt hat“, blieb die Partie offen. Dazu kam aus seiner Sicht auch, dass die Heimischen zwei gute Gelegenheiten ungenutzt ließen. Für Pierbach/Rechberg war das wichtig, weil die Mannschaft dadurch im Spiel blieb und sich nach und nach besser hineinfinden konnte. Bis zur Pause stand es 0:0, und genau dieses Zwischenresultat passte zum Eindruck des Trainers, dass seine Elf sich mit jeder Minute mehr in die Zweikämpfe hineinarbeitete und immer konsequenter verteidigte.

Eine eigene Chance vor der Pause, danach viel Arbeit gegen den Druck

Dass die SPG nicht nur verteidigte, sondern auch selbst an der Führung dran war, hob Huber ebenfalls hervor. In Minute 40 habe seine Mannschaft „eigentlich die Chance zur Führung“ gehabt, sagte er, doch Christoph Palmetshofer habe in dieser Situation „die falsche Entscheidung getroffen“. Es blieb also beim 0:0, und auch nach dem Seitenwechsel änderte sich am Grundmuster nur teilweise etwas. „In der zweiten Halbzeit war schon Neumarkt am Drücker“, sagte Huber offen. Trotzdem war er mit dem Auftritt seiner Mannschaft zufrieden, weil sie die Druckphase überstand und sich nicht auseinanderziehen ließ. Vor allem in der Schlussphase sah er bei den Gastgebern zu wenig Lösungen: „Sie hatten dann eigentlich keine Ideen mehr, sondern nur immer den hohen Ball. Den haben wir super wegverteidigt.“ Gerade daraus leitete der Trainer auch ab, warum dieses Remis aus seiner Sicht nicht nur glücklich, sondern „schlussendlich verdient“ war.

„Einstellung, Wille, Kampfbereitschaft“: Coach Huber verteilt Pauschallob

Besonders deutlich wurde Huber, als es um die Leistung seiner eigenen Mannschaft ging. „Einfach alles“, sagte er auf die Frage, was diesmal gut funktioniert habe, und zählte dann auf: „Einstellung, Wille, Kampfbereitschaft, Laufbereitschaft.“ Genau diese Punkte seien in den vergangenen Wochen nicht immer so vorhanden gewesen, diesmal aber habe „alles gepasst“. Das galt für ihn trotz personeller Probleme. „Obwohl wir sehr ersatzgeschwächt gewesen sind, hat diesmal alles gepasst, vom Tormann hinten bis zur Verteidigung, bis zum Mittelfeld, bis nach ganz vorne“, erklärte er. Dazu habe sein Team gut angelaufen und Neumarkt immer wieder zu Fehlern oder Fehlpässen gezwungen. Auch über den Rahmen der Partie verlor Huber nur positive Worte. Er sprach von einer „fair geführten Partie mit vielleicht zehn Fouls“ und sagte, der Schiedsrichter habe „die Partie sehr gut geführt“ und mit viel Ruhe viel laufen lassen.

Im letzten Drittel fehlt noch etwas, der Punkt soll aber erst der Anfang sein

Dass bei aller Zufriedenheit nicht schon mehr möglich war, verschwieg Huber nicht. Nach vorne fehle seiner Mannschaft „ein bisschen die Durchschlagskraft“, sagte er, und noch konkreter wurde er mit Blick auf das letzte Drittel: „Der letzte Pass und, so blöd es klingt, ein richtiger Stürmer“ hätten gefehlt, um das Spiel vielleicht sogar für sich zu entscheiden. Trotzdem wollte der neue Trainer nach dem Schlusspfiff vor allem das Positive mitnehmen. „Ich möchte der Mannschaft ein Lob aussprechen, dass sie das heute alles richtig umgesetzt hat, wie es besprochen war“, sagte er. Schon vor zwei oder drei Wochen habe er angekündigt, dass sich seine Elf irgendwann belohnen werde. Dieses 0:0 sei nun „ein kleiner Schritt“, und Huber hofft, dass in den nächsten Wochen weitere Punkte folgen. Der rote Faden seiner Analyse blieb dabei klar: Erst einmal musste wieder Stabilität her. Genau die hat die SPG Pierbach/Rechberg in Neumarkt gefunden.