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1:6-Klatsche und gebrauchter Tag für SPG Pierbach/Rechberg: "Wir waren von der ersten Minute an nicht richtig aggressiv"

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Perg/Windhaag
Pierbach/Rechberg

In der 2. Klasse Nord-Mitte hat die SPG Perg/Windhaag am Samstagabend die SPG Pierbach/Rechberg klar mit 6:1 besiegt. Für Neo-Trainer Harald Huber war der Ausgang verdient, weil seine Mannschaft von Beginn an nicht richtig in die Zweikämpfe kam und defensiv zu wenig Stabilität zeigte. Perg/Windhaag war spritziger, aggressiver und nutzte die Schwächen der Gäste konsequent aus.

Früher Rückstand, dann zog Perg/Windhaag davon

Der Abend lief früh in eine Richtung. Bereits in der 6. Minute brachte Ermin Homovic die Gastgeber in Führung, und Huber erklärte diese Szene so: "Das 1:0 war ein langer Ball. Wir sind dann zu spät in den Zweikampf gekommen." Auch beim 2:0 nach 22 Minuten sah der Trainer den Fehler auf seiner Seite. "Das 2:0 war ein kleiner individueller Fehler. Den Zweikampf haben wir verloren", sagte er zum Treffer von Alp-Eren Kaldirim. Mit dem 2:0 ging es in die Pause, nach dem Seitenwechsel zog Perg/Windhaag dann endgültig davon. Diamant Katona erhöhte in der 52. Minute, Oliver Schinnerl legte fünf Minuten später nach, ehe Homovic mit seinem zweiten Treffer das 5:0 besorgte. Nach dem 5:1 durch Christoph Palmetshofer in der 67. Minute setzte Homovic in der 75. Minute mit seinem dritten Tor den Schlusspunkt zum 6:1.

Coach Huber sieht klare Unterschiede bei Tempo und Zugriff

Huber suchte nach dem Spiel keine Ausreden und benannte die Unterschiede sehr deutlich. "Sie waren aggressiver, sie waren spritziger, sie waren eigentlich in allen Belangen besser als wir", sagte der Trainer der Gäste. Für ihn war genau das der Knackpunkt eines Spiels, in dem seine Mannschaft nie richtig Zugriff bekam. Perg/Windhaag war nach seiner Einschätzung laufstärker, passsicherer und giftiger in den Zweikämpfen. "Sie waren individuell, passsicher, laufstark, zweikampfstark, giftiger. Sie waren an diesem Tag einfach eine Klasse zu stark für uns", meinte Huber. Dass der 6:1-Erfolg der Gastgeber in Ordnung ging, stellte er deshalb mehrmals klar. Für den Coach war es kein Abend, an dem man lange nach Ausreden suchen musste, sondern einer, an dem der Gegner schlicht besser war.


Im Aufbau zu wenig Lösungen, trotzdem nicht aufgegeben

Besonders unzufrieden war Huber mit dem Verhalten gegen den Ball und mit dem eigenen Aufbau. "Von der ersten Minute an waren wir nicht richtig aggressiv", sagte er, und genau daraus ergab sich aus seiner Sicht viel von dem, was später am Spielbericht stand. Pierbach/Rechberg kam laut Huber oft einen Schritt zu spät, gewann zu wenige zweite Bälle und fand kaum einen sauberen Weg aus der Defensive. "Wir konnten uns von hinten gar nicht rausspielen. Wir konnten nur hohe Bälle schlagen", so der Trainer. Dass seine Mannschaft dennoch nicht völlig auseinanderfiel, wollte er aber festhalten. "Die Mannschaft hat diszipliniert gespielt, keine groben Fouls, kein Meckern, kein Sudern", sagte Huber und sprach seinem Team diesen Punkt ausdrücklich zu. Gerade in einer so deutlichen Partie war ihm wichtig, dass seine Mannschaft sportlich blieb und weiterarbeitete.

Treffer zum 1:5 als kleiner Lichtblick

Ganz ohne positives Detail reiste die SPG Pierbach/Rechberg dennoch nicht heim. Beim Stand von 0:5 gelang der Treffer zum 1:5, und auch diese Szene hob Huber hervor. "Wir wollten das eine oder andere Tor machen. Das haben wir gemacht. Das war eine schöne Aktion", sagte er über den Angriff, den er mit einer Flanke von Christoph Schartlmüller auf Christoph Palmetshofer schilderte. Mehr als dieser Nadelstich war an diesem Abend aber nicht drin. Huber sprach selbst von einem "gebrauchten Tag", fügte aber ebenso klar an: "Es geht weiter." Nach elf Runden steht Pierbach/Rechberg mit vier Punkten auf Rang 13, während die SPG Perg/Windhaag als Vierter bei 21 Zählern hält. "Sie waren einfach die bessere Mannschaft", sagte Huber zum Abschluss - und viel klarer ließ sich dieser Abend aus Gästesicht kaum zusammenfassen.

2. Klasse Nord-Mitte: Perg/Windhaag : Pierb./Rechb. - 6:1 (2:0)

  • 75
    Ermin Homovic 6:1
  • 67
    Christoph Palmetshofer 5:1
  • 59
    Ermin Homovic 5:0
  • 57
    Oliver Schinnerl 4:0
  • 52
    Diamant Katona 3:0
  • 22
    Alp-Eren Kaldirim 2:0
  • 6
    Ermin Homovic 1:0