Ein wilder Auftritt und doch ein klarer Sieger: In der 2. Klasse Nord-Ost setzte sich Sportunion Greisinger Münzbach gegen Union Arbing mit 6:2 durch. Nach einem furiosen 3:0-Start und einem knapp gewordenen 3:2 zur Pause legten die Münzbacher nach und machten den Deckel drauf. Trainer Martin Lindtner sprach von „Intensität als Schlüssel“ und lobte sein Team: „Wir wollten die drei Punkte – und wir haben alles reingehauen.“

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Von der ersten Minute weg hatte Münzbach mehr vom Spiel und setzte Arbing früh unter Druck. Martin Lindtner beschrieb die Anfangsphase so: „Die ersten dreißig Minuten waren sehr spielbestimmend von uns und sehr dominant.“ Das passte auch zum Ticker: Jakob Gruber stellte in Minute 4 auf 1:0, Laszlo Lengyel erhöhte in der 20. auf 2:0, und Jürgen Krichbaumer legte in der 27. das 3:0 nach. „Wir hatten gegen den Ball eine sehr gute Intensität, sind gut angelaufen und haben verdient 3:0 geführt“, so Lindtner. Dann wurde es wieder eng: Arbing antwortete mit zwei schnellen Treffern – Thomas Schützenhofer (32.) und Paul Pachinger (41.) machten daraus ein 3:2. „Durch kleine Unachtsamkeiten haben wir zwei schnelle Gegentore bekommen, dann war die Partie offen“, sagte der Coach. Mit diesem Ergebnis ging es in die Kabinen.
In der Halbzeit setzte Münzbach laut Lindtner auf einen klaren Plan: „Uns war wichtig, wieder intensiv zu beginnen und lange kein Tor zu kassieren – das ist uns gelungen.“ Entscheidend wurde dann der personelle Impuls: „Nach dem Wechsel von Jürgen Krichbaumer auf Bernhard Buchmayr war das 4:2 der Knackpunkt, da haben wir wieder mehr Ruhe gefunden und das Spiel kontrolliert.“ Tatsächlich traf Buchmayr in der 61. Minute zum 4:2 und legte in der 89. das 5:2 nach. In der Nachspielzeit machte Sebastian Woldrich mit dem 6:2 endgültig alles klar (90+1). Lindtner hob die Basis dafür hervor: „Die ersten drei Tore sind aus unserem Pressing entstanden. Wir waren von Anfang an die motiviertere Mannschaft, haben alles reingehauen und den Matchplan sehr gut umgesetzt. Die Intensität war der Schlüssel.“ Fair blieb auch der Blick auf den Gegner: „Arbing hat nicht aufgegeben. Nach dem 3:2 waren sie wieder motiviert – das spürt man.“
Bei allem Jubel über sechs Treffer blieb der Coach selbstkritisch: „Das Pressing war wieder sehr gut. Aber ein Spiel dauert 90 Minuten. Wenn wir die Intensität länger halten – gegen den Ball und mit Ball –, ist mehr möglich.“ Zur Leitung des Unparteiischen fand Lindtner deutliche, aber positive Worte: „Der Schiedsrichter hat neutral gepfiffen, es gab keine strittigen Szenen. Bei den Toren war nichts, wo man abpfeifen müsste.“ Ein Extra-Lob ging an seine Truppe: „Wir hatten eine sehr gute Trainingswoche und haben das im Spiel sehr gut umgesetzt.“
In der Tabelle liegt Münzbach aktuell im gesicherten Mittelfeld (32 Punkte, Rang sechs), Arbing knapp dahinter (31 Punkte). Der Blick geht trotzdem nach vorne: „Jetzt gilt der Fokus den letzten fünf Spielen. Wenn möglich, wollen wir alles gewinnen – das ist unser Ziel.“