Im Duell der 2. Klasse Nord-Ost entführte der SV Steyregg bei der Union Bad Kreuzen dank eines Last-Minute-Treffers von Fabian Walter einen 1:0-Auswärtssieg. Nach einer zähen Partie auf hartem, kleinem Platz fiel das Goldtor erst in der 90.+3 Minute. Trainer Thomas Steindl sprach von einem Kampfsieg, lobte die kompakte Defensive der Hausherren und hob neben Walters Abschluss vor allem eine Rettungstat von Daniel Wimmer als Schlüsselmoment hervor.

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Steyregg kam ordentlich ins Spiel, doch die Anfangsphase zeigte sofort, wie schwer es an diesem harten, kleinen Platz werden würde. Bad Kreuzen stand tief und verteidigte aufmerksam, die Gäste ließen den Ball zwar laufen, fanden aber selten klare Räume. Thomas Steindl brachte es auf den Punkt: "Wir sind ganz ordentlich ins Spiel gekommen, aber Bad Kreuzen hat sehr stark verteidigt." Chancen gab es hüben wie drüben, ohne zählbaren Ertrag – zur Pause stand es folgerichtig 0:0. Nach dem Seitenwechsel verlor die Partie an Tempo, "in der zweiten Hälfte ist das Spiel etwas eingeschlafen", so Steindl. Kurz vor Schluss dann die offenen Momente: Einmal klärte Daniel Wimmer für Steyregg auf der Linie, zuvor hatten die Gäste selbst eine dicke Möglichkeit ausgelassen. In der Nachspielzeit folgte die Erlösung. Steindl schilderte das 1:0 so: "Ein Ball nach vorne gespielt – Steil‑Klatsch‑Tief – in den Lauf von Fabian Walter. Er hat sich durchgesetzt und aus nicht idealer Position richtig gut getroffen. Der Torwart war vielleicht noch dran." In der 90.+3 Minute zappelte der Ball im Netz – der Auswärtssieg war perfekt.
Auch nach dem Jubel blieb der Trainer bei einer klaren Einschätzung. "Heute haben wir ganz sicher nicht unser Potenzial abgerufen. Das war ein Kampfsieg, solche braucht man aber", sagte Steindl und nannte die Stellschrauben: "Wir müssen geduldiger spielen, mehr in unsere Systeme und Abläufe vertrauen, den Gegner mehr laufen lassen – und ihn vor allem besser behindern." Er sprach offen an, dass seine Elf "leider viel zu viele lange Bälle" gewählt habe. Den Gegner würdigte er ausdrücklich: "Bad Kreuzen war bissig, hat das kleine Feld sehr kompakt gemacht, unsere langen Bälle gut abgewehrt und war im Zweikampf sehr aktiv. Das hätte auf jeden Fall auch einen Punkt verdient gehabt, heute hatten wir das glückliche Ende."
Der späte Dreier zahlt direkt auf die Tabelle ein: Nach 21 Runden hält Steyregg bei 45 Punkten und rangiert auf Platz drei, Bad Kreuzen liegt mit 22 Zählern auf Rang elf. Viel Statistik brauchte es für Steindl trotzdem nicht – wichtiger ist ihm, was der Sieg in der Gruppe auslöst. "Wir müssen das jetzt mitnehmen, wieder viel ins Training gehen, an unserem System weiterarbeiten und daran glauben", betonte der Coach. Für die kommende Woche kündigte er an, den Rhythmus hochzuhalten: "Dann werden wir in einem sehr wichtigen Spiel unsere Leistung auf den Platz bringen. Ich habe keine Bedenken, dass wir dort als die erfolgreiche Mannschaft rausgehen." Aus Bad Kreuzen nimmt Steyregg vor allem eines mit: ein spätes Erfolgserlebnis und klare Hausaufgaben für die nächste Einheit.