In der 2. Klasse Nord-Ost lieferte der SC Ernsthofen gegen die Union Pabneukirchen ein zähes Stück Arbeit ab – mit dem besseren Ende für die Hausherren. Nach zweimaligem Rückstand drehte Ernsthofen eine enge Partie und holte sich am Ende ein 3:2. Trainer Tomislav Proleta sprach von einem Geduldspiel gegen einen giftigen Gegner und hob vor allem die Ruhe seiner Mannschaft hervor: „Wir sind ruhig geblieben, haben kühlen Kopf bewahrt und das Spiel am Ende verdient gedreht.“

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Die Partie begann umkämpft, Pabneukirchen suchte konsequent die Tiefe und traf nach einer halben Stunde erstmals: In Minute 30 stellte Christian Pilz auf 0:1. Ernsthofen brauchte nicht lange, um zu reagieren. Nur drei Minuten später glich Benjamin Doppelmeier zum 1:1 aus (33.). Mit diesem Remis ging es in die Pause – ein Zwischenstand, der zum Spiel passte: viele Zweikämpfe, viel Laufarbeit, wenig Raum. Kurz nach Wiederbeginn der nächste Nackenschlag für die Gastgeber: Luca Grufeneder traf in der 52. Minute zum 1:2. Doch Ernsthofen ließ sich nicht aus der Spur bringen, blieb am Drücker und fand wieder zurück. In der 70. Minute besorgte Kevin Kühhas nach einer schönen Aktion über rechts den 2:2-Ausgleich. Als vieles schon auf ein Unentschieden hindeutete, nutzten die Hausherren einen Standard eiskalt: Ein scharf getretener Freistoß aus dem Halbfeld segelte in den Strafraum, Innenverteidiger Andreas Biro stieg in Minute 88 am höchsten und köpfelte zum 3:2-Sieg ein – die späte, aber nicht unverdiente Entscheidung.
Tomislav Proleta sprach nach dem Abpfiff von einem Abend, der Nerven und Geduld verlangte. „Es war ein schwieriges Spiel. Der Gegner war giftig, sehr spritzig in die Tiefe. Für uns war es ein Geduldspiel. Wichtig war, unserem Spiel treu zu bleiben und vorne Nadelstiche zu setzen“, sagte der Ernsthofen-Coach. Entscheidend sei die Ruhe im Rückstand gewesen: „Wir waren zweimal hinten. Wir sind aber ruhig geblieben, haben die Emotionen ins Positive gedreht, kühlen Kopf bewahrt und das Spiel verdient zum 3:2 gewonnen.“ Bei den Toren konnte Proleta klare Bilder liefern: „Die zwei Gegentore entstanden aus schnellen Vorstößen in die Tiefe, das haben sie gut gemacht. Unser 1:1 hat unser Youngster besorgt – ein 16-jähriger Stürmer, der den Ball mit einem guten Schuss aus 16 Metern versenkt hat. Das 2:2 war eine sehr schön herausgespielte Kombination durchs Zentrum, Ball in die Tiefe über rechts, mit dem ersten Kontakt der Stanglpass und Kevin Kühhas macht ihn rein. Der Siegtreffer fiel nach einem Freistoß aus dem Halbfeld – scharf auf die kurze Ecke, Andreas Biro köpft ihn ins Tor.“
Neben der Offensiv-Effizienz hob Proleta den Fleiß seiner Mannschaft ohne Ball hervor. „Der Zusammenhalt hat heute sehr gut gepasst und war ausschlaggebend. Mit dem Ball ist nicht alles gelungen, wie wir es uns vorgenommen haben. Aber wir haben verstanden, ständig dagegenzuhalten und die schnellen Vorstöße von Pabneukirchen so gut es geht zu unterbinden“, erklärte er. Der Gegner bekam seine Anerkennung: „Pabneukirchen war mutig und zielstrebig in die Tiefe, wollte die Geschwindigkeit ausspielen. Wir haben aber gut abgesichert, nie aufgehört, die Zweikämpfe zu suchen, und immer wieder einen Fuß dazwischen gebracht.“ Auch heikle Themen ließ der Coach nicht hochkochen: „Es war ein sehr junger Schiedsrichter, der versucht hat, seine Linie durchzuziehen. Zwischendurch war es ein zerfahrenes Spiel, auf beiden Seiten.“ Unter dem Strich bleibt ein dreifacher Punktgewinn, der im Duell mit einem Konkurrenten aus der unteren Tabellenhälfte doppelt zählt. Ernsthofen steht nun bei 27 Punkten, Pabneukirchen bei 21 – ein Sechs-Punkte-Polster, das Luft verschafft. Für Proleta ist klar, was dieses 3:2 bedeuten soll: „Diesen Spirit nehmen wir mit. Wenn wir so geschlossen auftreten und ruhig bleiben, fallen die Spiele wieder öfter auf unsere Seite.“