In der 22. Runde der 2. Klasse Nord-Ost feierte der SC Kronstorf einen 2:0-Heimsieg gegen die SPG ASKÖ Perg/SU Windhaag. Auf tiefem, vom Dauerregen aufgeweichten Rasen entwickelte sich ein kampfbetontes Spiel mit vielen umkämpften Situationen. Nach torloser erster Hälfte traf Michael Höll unmittelbar nach Wiederanpfiff, Stefan Witzeneder legte später nach. Entscheidende Weichenstellungen sah Trainer Almir Orascanin vor allem in einem gehaltenen Elfmeter kurz nach der Führung: „Der gehaltene Elfer hat uns noch einmal Kraft gegeben.“ Unterm Strich blieb es bei einem verdienten 2:0 in einer intensiven Partie, die lange völlig offen war.

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Die ersten 45 Minuten gehörten den Zweikämpfen und dem tiefen Geläuf. Almir Orascanin sprach von einem offenen Schlagabtausch: „Es war ein sehr gutes Spiel, es ging viel hin und her. Beide Mannschaften haben sich Halbchancen erarbeitet, es war zweikampfbetont und durch den Regen war der Boden extrem tief.“ Diskussionsstoff lieferte die Anfangsphase: „In der zehnten Minute hätten wir eigentlich einen Elfmeter bekommen müssen – ein klares Foul an Jonas Kreindl, der Schiedsrichter ließ aber weiterspielen.“ Kurz vor der Pause sorgte eine Rudelbildung für erhitzte Gemüter: „In der 44. Minute hat unser Linksverteidiger Philip Schibani ein normales Foul auf der Mittellinie gemacht. Der Zehner von Perg/Windhaag ist aufgestanden, hat ihn weggestoßen und ins Gesicht getroffen. Für mich ist das glatt Rot, gegeben wurde nur Gelb.“ Trotz der strittigen Momente stand zur Halbzeit ein 0:0 – leistungsgerecht, weil beide Seiten viel investierten, aber im letzten Drittel noch nicht durchkamen.
Die Entscheidung reifte unmittelbar nach Wiederbeginn. Kronstorf kam mit Schwung aus der Kabine, und schon in Minute 46 zappelte der Ball im Netz: Torschütze Michael Höll. Orascanin schilderte den Führungstreffer so: „Gleich mit dem Anstoß zur zweiten Halbzeit ging ein hoher Ball auf die linke Seite zu Stefan Witzeneder. Der Abwehrversuch kam zurück, Höll nahm Fahrt auf, dribbelte Richtung Sechzehner und schloss aus rund 16 Metern trocken ins kurze Eck ab – auf dem nassen Rasen unhaltbar.“ Nur kurz darauf die Szene, die aus Kronstorfer Sicht alles kippte: Ein Strafstoß für die Gäste – und Keeper Patrick Mittermayr parierte. „Der gehaltene Elfmeter kurz nach unserem 1:0 war die wichtigste Szene. Da hatten wir wieder die Kraft und den Willen, den Sieg heimzutragen“, erklärte Orascanin. Perg/Windhaag drückte, öffnete Räume – Kronstorf blieb stabil und setzte in Minute 74 den Konterstich: „Balleroberung, links raus auf Witzeneder, er geht am letzten Verteidiger vorbei und haut den Ball wunderschön unter die Latte.“ Das 2:0 war die Vorentscheidung in einem starken Auftritt, in dem Kronstorf die wenigen klaren Chancen eiskalt nutzte.
In der Analyse betonte Orascanin vor allem die innere Haltung seiner Mannschaft – und einen bewusst gewählten Plan auf schwierigem Untergrund. „Wir waren super eingestellt, die Motivation ist da, jeder opfert sich fürs Team – egal ob Startelf oder Bank. Wir sind ein richtiges Team zusammengewachsen“, sagte der Trainer. Den Unterschied sah er in Ruhe und Abschlussstärke: „Die Chancenauswertung war entscheidend und der Wille zu gewinnen. Beide Tore fielen von außerhalb des Sechzehners – wir hatten uns vorgenommen, bei dem nassen Boden öfter aus der Distanz zu schießen.“ Respekt gab es für die Gäste: „Perg/Windhaag ist eine dynamische, technisch starke Mannschaft. Es war ein offenes Spiel – wer das erste Tor macht, gewinnt vermutlich. In dem Fall waren es wir und deshalb auch verdient 2:0.“ Zur Leitung des Unparteiischen meinte er: „Er hat hart spielen lassen und wenig Gelbe gegeben. Unterm Strich war es nicht so schlecht, aber die zwei Szenen in Halbzeit eins hätte man besser einschätzen können.“ Mit den drei Punkten hält Kronstorf nach 22 Runden bei 49 Zählern und bleibt im Spitzenfeld – mit Rückenwind und einer klaren Idee, wie es weitergehen soll.