In der 2. Klasse Nord-Ost traf SPG ASKÖ Perg/SU Windhaag auf SPG Niederneukirchen/St. Florian Juniors – am Ende stand ein klares 4:1. Zur Pause war noch alles offen, doch gleich nach dem Wiederanpfiff kippte die Partie. Aus Sicht von Juniors-Trainer Moritz Casagrande war der frühe Gegentreffer zum 1:2 die Schlüsselszene. Er lobte die mutige erste Hälfte seiner sehr jungen Mannschaft, verwies aber auch auf die Abgebrühtheit und Qualität des Gegners, der Fehler konsequent bestrafte.

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Die Juniors erwischten einen ordentlichen Start und suchten nicht nur die Absicherung, sondern auch spielerische Lösungen. „Wir sind in der ersten Halbzeit wirklich gut reingestartet. Die Jungs waren mutig und haben versucht, Fußball zu spielen“, sagte Moritz Casagrande. In Minute 24 stellte Paul Holzer allerdings auf 1:0 für die Hausherren. „Das erste Tor war leider eine Abseitsposition“, ärgerte sich der Trainer, fügte aber sofort an: „Daran will ich es nicht festmachen – solche Dinge passieren.“ Seine Mannschaft antwortete und belohnte sich: Raffael Gangl traf in der 31. Minute zum 1:1. „Unser Ausgleich war sehr gut kombiniert – genau das, was wir sehen wollen: mutig den Ball laufen lassen.“ Mit diesem Remis ging es in die Kabinen. Direkt nach der Pause folgte die Szene, die das Spiel drehte: „Wir kommen gut raus und laufen sofort in einen Konter – das 1:2“, so Casagrande über das 47.-Minuten-Tor von Jonas Pilsl. Danach bekam Perg/Windhaag Oberwasser, „war griffiger und besser im Ballbesitz“ – Oliver Schinnerl erhöhte in der 60. Minute auf 3:1, Diamant Katona setzte in der 78. Minute mit dem 4:1 den Schlusspunkt. „Am Ende hat Perg/Windhaag verdient gewonnen“, sagte Casagrande nüchtern.
Nach dem Schlusspfiff ordnete Moritz Casagrande die Partie klar ein. Aus seiner Sicht trafen die Juniors auf einen der stärksten Gegner der Liga: „Der Gegner gehört für mich spielerisch sicher zu den besten Mannschaften der Liga. Sie haben sehr gute Ballbesitzphasen, viel Qualität über die Seiten und Spieler, die auch höher spielen könnten.“ Dass die Partie nach dem 1:2 so deutlich wegging, begründete er mit mehreren Faktoren: „Der Unterschied war am Ende sicher die Erfahrung und die Abgeklärtheit. Sie sind im Schnitt sechs bis sieben Jahre älter, haben viel Qualität und einen klaren Plan. Unsere Fehler haben sie konsequent bestraft.“ Trotzdem wollte er seiner Mannschaft nichts absprechen: „Die Jungs haben weiter versucht, Fußball zu spielen. Das rechne ich ihnen hoch an.“ Gerade nach der Pause habe man gemerkt, „wie abgeklärt der Gegner ist“, der immer wieder über die Seiten angriff und den Ball laufen ließ.
Die strittigste Szene war für Casagrande der Führungstreffer: „Das Abseitstor am Anfang war bitter, aber sicherlich nicht ausschlaggebend für das Ergebnis.“ Auch mit dem Schiedsrichter haderte er nur bedingt: „Ich hätte mir gewünscht, dass der Schiedsrichter etwas konsequenter durchgreift. In der zweiten Halbzeit kam unnötig viel Wirbel rein – das hatte dieses gute Spiel nicht nötig.“ Danach lenkte er den Blick bewusst zurück auf die eigene Entwicklung: „Für uns ist das ein Lernprozess. Wir spielen mit extrem jungen Spielern, die spielerisch schon vieles richtig machen, sich aber an Intensität und Körperlichkeit erst gewöhnen müssen.“ Die Reaktion in der Kabine passte für ihn: „Natürlich waren sie niedergeschlagen, aber sie werden das gut einordnen und stärker zurückkommen.“ Für die letzten Runden nimmt er klare Punkte mit: „Vor allem den Mut der ersten Halbzeit und das schön herausgespielte Tor nach dem Rückstand. Wir arbeiten Schritt für Schritt weiter – die Jungs sind motiviert, lernwillig und haben eine richtig gute sportliche Zukunft vor sich.“