In der 23. Runde der 2. Klasse Nord-Ost setzte sich Union Bad Kreuzen klar mit 6:1 gegen Sportunion Greisinger Münzbach durch. Zur Pause stand es bereits 3:0, am Ende trafen vier verschiedene Schützen für die Hausherren. Trainer Marcel Hirnschrott sprach von einer disziplinierten Vorstellung und einem Matchplan, der von der ersten Aktion an griff. Seine Mannschaft hatte mehr vom Spiel und nutzte Tempo über die Seiten sowie Bälle in die Tiefe konsequent.
Bad Kreuzen übernahm rasch die Kontrolle und brachte das Spiel auf die eigene Schiene. Nach einer druckvollen Anfangsphase fiel in Minute 25 das 1:0 durch Oliver Aschauer, der Auftakt in eine klare erste Hälfte der Heimischen. Lukas Fröschl legte nach, erhöhte in der 32. Minute auf 2:0 und traf mit dem Pausenpfiff noch einmal zum 3:0. Der Vorsprung zur Halbzeit war verdient, weil die Gastgeber ihre Angriffe zielstrebig zu Ende spielten. Nach der Pause blieb das Team von Marcel Hirnschrott konzentriert: Aschauer schnürte in der 60. Minute den Doppelpack zum 4:0, Jonas Neuhauser stellte in Minute 67 auf 5:0. Münzbach kam spät durch Jakob Gruber zum 5:1 (87.), doch in der Nachspielzeit setzte Manuel Buchberger mit dem 6:1 (90.+3) den Schlusspunkt unter einen überzeugenden Auftritt mit Treffern zu den richtigen Zeitpunkten.
Nach Abpfiff blieb Marcel Hirnschrott vor allem bei einem Punkt: „Über die neunzig Minuten waren wir taktisch diszipliniert. Wir haben alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Im Endeffekt waren wir spielbestimmend.“ Dass sein Team so selbstbewusst auftrat, spürte er sehr früh: „Ich hatte schon nach der ersten Aktion das Gefühl, dass es in unsere Richtung kippt.“ Besonders gefiel ihm, wie die Tore entstanden: „Die Treffer waren ausschlaggebend und wunderbar herausgespielt – genau so, wie wir es uns vorgenommen hatten: Bälle in die Tiefe, Tempo über die Seiten. So holst du dir als Mannschaft das Glück selbst.“ Den Schlüssel legte er klar auf Organisation und Laufarbeit: „Unsere größte Stärke war die Disziplin. Wir haben kompakt gestanden und nach Matchplan gespielt – das hat die Mannschaft sensationell gemacht.“
Bei allem Jubel fand der Coach auch einen Ansatz fürs nächste Training. „Wenn du 5:0 führst, lässt manchmal die Körperspannung nach. Dann kassierst du vielleicht ein Tor. Das ist eine Kleinigkeit, daran arbeiten wir – und trotzdem bin ich richtig stolz auf die Mannschaft“, sagte Hirnschrott, der die Leistung seiner Elf trotz des späten Gegentreffers nicht schmälerte. Auch den Gegner strich er fair heraus: „Münzbach ist ein richtig guter Gegner mit starken Ergebnissen zuletzt. Aber durch unsere Disziplin und Kompaktheit haben alle elf gerackert. Das war ein hochverdienter Sieg. Wir hätten sicher das eine oder andere Tor mehr schießen können.“ Zum Rahmen passte seiner Meinung nach alles: „Es gab keine strittigen Szenen, der Schiedsrichter war über die neunzig Minuten sehr gut. Und ein großes Lob an die Zuschauer – die Unterstützung war sensationell.“