Spielberichte

Naarn 1b büßt den Sieg in Minute 90+3 ein – Kreimer: „Der Punkt fühlt sich wie eine Niederlage an“

DSG Union Naarn 1b
SPG St. Georgen/Langenstein

In der 2. Klasse Nord-Ost trennten sich die DSG Union Naarn 1b und die SPG St. Georgen/Langenstein mit 3:3. Naarn lag dreimal vor, doch die Gäste glichen jedes Mal aus – zuletzt in der Nachspielzeit. „Grundsätzlich fühlt sich der Punkt für uns wie eine Niederlage an, weil wir in der letzten Minute noch den Ausgleich bekommen“, sagte Trainer Sebastian Kreimer, schob aber nach: „Punkt ist Punkt.“ Nach zuletzt schwierigeren Wochen überwog beim Heimteam dennoch das Gefühl, wieder als Einheit aufzutreten.

Mehrere Spieler bilden eine Mauer

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Dreimal vorne, am Ende reicht es nicht

Naarn erwischte den besseren Start und ging früh in Führung: Oliver Gassner traf in Minute 17 zum 1:0. Noch vor der Pause stellte St. Georgen durch Lukas Wurmlinger auf 1:1 (40.), mit diesem Spielstand ging es in die Kabinen. Nach dem Seitenwechsel legte die Heimelf wieder vor: Paul Brandstätter brachte Naarn in der 68. Minute mit 2:1 nach vorn, doch nur vier Minuten später schlug Wurmlinger erneut zu – 2:2 (72.). Die Kreimer-Elf steckte nicht auf, Fabian Nötstaller stellte in der 84. Minute das 3:2 her. Der letzte Jubel gehörte aber den Gästen: Güngör Gül traf in der 90.+3 Minute zum 3:3. „Ab der 50., 55. Minute haben wir deutlich das Kommando übernommen und hatten die klar besseren Chancen“, meinte Kreimer. Umso bitterer, dass am Ende nur ein Zähler blieb.

Strittige Pfiffe und eigene Fehler: Kreimers Einordnung

In seiner Analyse mischte Sebastian Kreimer Lob und Ärger. „Wir sind immer besser ins Spiel gekommen, hatten auch die besseren Torchancen. Leider sind die Gegentore durch blöde Eigenfehler und ein paar fragwürdige Entscheidungen des Schiedsrichters gefallen“, sagte der Naarn-Coach. Besonders hob er eine Szene aus der ersten Hälfte hervor: Aus seiner Sicht sei dem 1:1 ein Elfmeterpfiff vorausgegangen, obwohl Oliver Gassner den Ball gespielt habe. Zudem monierte Kreimer Detailmomente am Halbzeitpfiff und vor allem die Schlussaktion: „Der letzte Eckball war keiner, der Ball war noch ein bis zwei Meter im Feld. Der Linienrichter hat trotzdem auf Eckball entschieden – so kam St. Georgen zum 3:3.“ Seine Kritik blieb bei aller Enttäuschung sachlich, der Respekt gegenüber dem Gegner unberührt.

Junge Truppe zeigt Gesicht – und blickt nach vorne

Abseits der strittigen Szenen nahm Kreimer viel Positives mit. „Was sehr gut ist: Wir sind wieder als richtige Mannschaft aufgetreten“, betonte er und verwies auf die junge Altersstruktur seiner Elf. „Wenn es mal nicht gut läuft, ist es schwer, die Spur zu halten. Jetzt blicken wir wieder zuversichtlich in die Zukunft.“ Auch den Gegner sah er auf Augenhöhe: „Von der Intensität her war es ausgeglichen, sie haben gut ins Spiel gefunden.“ In der Tabelle liegt Naarn 1b nach Runde 23 mit 30 Punkten auf Rang acht, St. Georgen/Langenstein folgt mit 28 Zählern knapp dahinter. Aus Sicht des Heimteams bleibt trotz des späten Nackenschlags: Mit der gezeigten Haltung und drei erzielten Toren – Gassner, Brandstätter und Nötstaller – ist die Richtung vorgegeben.

2. Klasse Nord-Ost: Union Naarn 1b : St. Georgen/Langenstein - 3:3 (1:1)

  • 93
    Güngör Gül 3:3
  • 84
    Fabian Nötstaller 3:2
  • 72
    Lukas Wurmlinger 2:2
  • 68
    Paul Brandstätter 2:1
  • 40
    Lukas Wurmlinger 1:1
  • 17
    Oliver Gassner 1:0