In der 2. Klasse Nord-Ost lieferte die Sportunion Greisinger Münzbach gegen DSG Union HABAU Perg 1b ein 2:2 ab, das es in sich hatte: 0:2 zur Pause, Ausgleich in Minute 90+2. Trainer Martin Lindtner sprach von zwei völlig unterschiedlichen Halbzeiten und war nach der Aufholjagd hörbar erleichtert: „Am Ende sind wir mit dem Punkt glücklich.“ Münzbach legte nach der Pause zu, blieb am Drücker und belohnte sich spät, während der Tabellenzweite aus Perg lange sehr stabil verteidigte.

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Die erste Halbzeit gehörte klar den Gästen: Timo Pollhammer stellte in Minute 26 auf 0:1, sieben Minuten später legte Stefan Trauner das 0:2 nach. Zur Pause stand es 0:2. Lindtner brachte es auf den Punkt: „Man hat wieder gesehen, dass es zwei Halbzeiten gibt. Beide waren sehr verschieden.“ Perg 1b verteidigte in diesen 45 Minuten sehr stabil und ließ Münzbach kaum Räume. Nach dem Seitenwechsel drehte sich das Bild. Laszlo Lengyel traf in der 68. Minute per Freistoß zum 1:2, Münzbach blieb dran – und Markus Sigmund glich in der 90+2 zum 2:2 aus. „Wir haben in den richtigen Momenten die Tore gemacht, das Unentschieden geht so in Ordnung“, sagte der Coach.
Vieles in dieser Partie lief über Standards, was zu Perg 1b passt. „Die haben, glaube ich, die meisten Standardtore in der Liga. Das machen sie sehr gut“, meinte Lindtner. Die Gäste waren dabei immer wieder nach ruhenden Bällen gefährlich, Münzbach wirkte in Hälfte eins in solchen Situationen nicht sattelfest. Auf der anderen Seite kam der Anschluss von Laszlo Lengyel aus einem schönen Freistoß, ehe Markus Sigmund in der Nachspielzeit zum 2:2 vollendete. Genau diese Mischung aus Wucht am Ball und sauberem letztem Zuspiel fehlte Münzbach vor der Pause.
Warum die Wende nach der Pause gelang, erklärte Lindtner mit klaren Worten. „Wir haben den Kampf noch mehr angenommen, gegen den Ball sehr viel investiert“, sagte er. „Mit Ball waren wir nach der Pause sehr spielbestimmend. Wir haben versucht, es spielerisch zu lösen, flach rauszuspielen, und dadurch hatten wir einfach mehr vom Spiel.“ Gleichzeitig blieb Selbstkritik: „Die ersten zwei Tore haben wir zu leicht bekommen. Solche Fehler müssen wir abstellen. Oft entsteht der Eckball vor so einem Tor aus einem vermeidbaren Fehler.“ Genau daran will Münzbach arbeiten, damit der Aufwand aus Hälfte zwei künftig von Beginn an auf den Platz kommt.
Respekt hatte Lindtner vor dem Gegner ohnehin genug. „Perg steht nicht umsonst auf dem zweiten Platz. Hinten sehr stabil, viele starke Zweikämpfer, und sie reden viel miteinander“, lobte er. „Deshalb war die erste Halbzeit schwer. Aber wir haben ihnen Paroli geboten.“ Eine Szene will er sich noch ansehen: Bei einem tiefen Ball wurde Abseits gepfiffen. „Ich denke, da war kein Abseits, unser Spieler wäre allein aufs Tor gelaufen.“
Abseits aller Diskussionen blieb die Kulisse ein Pluspunkt: „Unsere Fans haben uns wieder lautstark getragen. Woche für Woche stehen viele hinter uns, da gilt der Dank dem ganzen Verein und dem ganzen Ort.“ Aktuell rangiert Münzbach auf Platz 6, Perg 1b auf Platz 2 – und beide Teams gehen mit klaren Hausaufgaben in die Schlussphase der Saison.