In der 24. Runde der 2. Klasse Nord-Ost musste die Union Pabneukirchen bei der SPG Niederneukirchen/St. Florian Juniors ein 3:4 hinnehmen. Nach einer wilden ersten Hälfte glich Pabneukirchen kurz nach der Pause aus, ehe Mateo Brandstötter in Minute 73 das 4:3 fixierte. Trainer Christian Schachenhofer sah viel Gutes im Auftritt seiner Mannschaft, haderte aber deutlich mit einem Ausschluss und mehreren Abseitsentscheidungen, die aus seiner Sicht den offenen Schlagabtausch in die falsche Richtung kippen ließen.
Der Nachmittag begann nach Maß für die Gäste: Schon in Minute 10 traf Manuel Gruber zum 0:1. Die Heimelf antwortete rasch und drehte die Partie noch vor der Pause – erst glich Raffael Gangl zum 1:1 (21.) aus, dann schraubten Sinisa Rudic (42.) und Franko Knez (44.) das Ergebnis binnen zwei Minuten auf 3:1. Pabneukirchen blieb dran: Gruber stellte noch vor dem Pfiff auf 3:2 (45.). „Wir gingen 1:0 in Führung nach einem schönen Schnittstellenpass. Aus zwei Eigenfehlern sind wir dann in Rückstand geraten, das hat der Gegner gut ausgenutzt“, ordnete Christian Schachenhofer die turbulente Phase ein. Direkt nach Wiederbeginn kam seine Elf wieder zurück: Rene Kloibhofer besorgte in der 47. Minute das 3:3. Die Juniors hatten am Ende aber die letzte Antwort: Mateo Brandstötter stellte in Minute 73 auf 4:3 – dabei blieb es.
So offen das Spiel lange war, so klar fiel die Schiedsrichter-Bewertung des Pabneukirchner Trainers aus. Er bemühte sich um einen respektvollen Einstieg: „Ich respektiere die Schiedsrichter, sie haben einen schweren Job und Fehler kann man machen.“ Dann wurde er deutlich: „In der zweiten Halbzeit wurde aus meiner Sicht tendenziell jede Aktion von uns geahndet. Das sieht man im Spielbericht mit zehn gelben Karten und zwei Gelb-Roten – beim Gegner gab es oft nur Ermahnungen.“ Besonders ärgerte ihn Abseitspfiffe: „Zweimal wurden uns klare Nicht-Abseits-Situationen zurückgepfiffen.“ Als Knackpunkt nannte er den Platzverweis gegen seinen Stürmer: „Ein Foul an ihm wurde nicht gepfiffen, er hat verbal kritisiert, dafür gab es die zweite Gelbe. Ab dann war es nicht nur gegen elf, sondern fast gegen zwölf Spieler schwer.“ Außerdem sprach Schachenhofer von einem gegen sein Team gepfiffenen Elfmeter, dem aus seiner Sicht ein Foul vorausging. Sein hartes Fazit: „Diese zweite Halbzeit gehört für mich zu den Top fünf der schlechtesten Leistungen, die ich je gesehen habe.“
Abseits der Aufregung unterstrich Schachenhofer, warum seine Mannschaft über weite Strecken mithielt. „Uns hat nur das Quäntchen Glück gefehlt“, sagte er und lobte den eigenen Plan: „Wir wollten hohe Bälle vermeiden, den Gegner hoch anpressen und spielerisch das Heft in die Hand nehmen. Das ist uns zu 80 Prozent sehr gut gelungen.“ Gleichzeitig verteilte er Respekt: „Gratulation an den Gegner, der das Spielerische hochgehalten und nie aufgegeben hat. Die Qualität liegt im zentralen Mittelfeld und auf den schnellen Flügeln.“ In der Tabelle hält Pabneukirchen nach 24 Runden bei 21 Punkten auf Rang zwölf, die Juniors rangieren mit 43 Zählern auf Platz vier. „Wir sind eine junge Mannschaft und haben viel Potenzial. Danke für die Fairness an den Gegner – wir gehen unseren Weg weiter und lassen uns nicht demotivieren“, blickte der Coach zum Schluss nach vorne.