In der 2. Klasse Nord-Ost kassierte Union Arbing zum Saisonabschluss gegen SPG ASKÖ Perg/SU Windhaag eine deutliche 2:7-Heimniederlage. Nach früher Führung verloren die Hausherren den Faden, die Gäste drehten das Spiel noch vor der Pause und legten nach Seitenwechsel kräftig nach. Trainer Stefan Brunner sprach von vielen Aufbaufehlern, verlorenen Zweikämpfen und einer schwachen Einstellung – „wir sind 80 Minuten nur nachgelaufen“ – und richtet den Blick bereits auf die neue Saison.

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Arbing erwischte tatsächlich den besseren Beginn und belohnte sich früh: In Minute 17 brachte Lukas Nenning die Hausherren mit 1:0 in Front – laut Trainer nach einem weiten Einwurf. „Wir sind gut gestartet mit dem 1:0 nach einem weiten Einwurf. Danach haben wir das Spiel aus der Hand gegeben“, fasste Stefan Brunner den Start zusammen. Perg/Windhaag ließ sich davon nicht beirren und glich nach einer guten halben Stunde durch Stefan Langeder zum 1:1 aus (32.). Nur sieben Minuten später drehte Batuhan Aslan die Partie auf 1:2 (39.). Mit diesem Zwischenstand ging es in die Kabinen. Für Brunner lag der Bruch weniger in einzelnen Szenen, sondern im Gesamtbild: „Die Tore waren nicht entscheidend. Es war die Einstellung und die vielen Fehler.“
Nach Wiederanpfiff erhöhten die Gäste die Schlagzahl und nutzten Arbings Schwächen im Aufbau konsequent. Zuerst stellte Abel Marodi auf 1:3 (52.), dann traf Ermin Homovic zum 1:4 (58.). Arbing fand kaum Zugriff, verlor zu viele Zweikämpfe und machte im Aufbau Fehler. „Viele Zweikämpfe verloren, viele Fehler im Spielaufbau – deshalb war die Niederlage in der Höhe verdient“, sagte Brunner klar. Batuhan Aslan legte seinen zweiten Treffer zum 1:5 nach (70.). Kurz Hoffnung im Lager der Hausherren, als Moritz Pachinger auf 2:5 verkürzte (79.), doch Perg/Windhaag antwortete prompt: Aslan schnürte seinen Dreierpack zum 2:6 (82.), ehe Alp-Eren Kaldirim den 2:7-Endstand fixierte (86.). Brunner brachte es auf den Punkt: „Perg/Windhaag hat den Ball gut laufen lassen und kaum Fehler gemacht. Wir sind praktisch 80 Minuten nur nachgelaufen.“
In seiner Analyse sparte der Arbing-Coach nicht mit Selbstkritik. Immer wieder kehrte er zu den Basics zurück, die an diesem Tag nicht funktionierten – Passschärfe, Entscheidungsfindung, Zweikampfführung. „Heute hat gar nichts gestimmt“, sagte Stefan Brunner, der die Schiedsrichter ausdrücklich ausklammerte: „Die Schiedsrichterleistung war in Ordnung.“ Ein Blick auf die Tabelle zeigt trotz des deutlichen Dämpfers eine solide Saison: Arbing beschließt die Saison auf Rang sieben mit 38 Punkten, Perg/Windhaag wird Vierter mit 44 Zählern. Der Frust über den Abschluss sitzt, doch Brunner schaut nach vorne: „Ich bin froh, dass die Saison jetzt vorbei ist und wir uns auf die neue Saison konzentrieren können.“ Die Problemfelder – Aufbau unter Druck, sauberes Passspiel, Präsenz in den Duellen – werden in der Vorbereitung oben auf der Liste stehen, damit solche Spiele künftig nicht mehr kippen, wenn man einmal führt.