In der 2. Klasse Nord-Ost unterlag die SPG Niederneukirchen/St. Florian Juniors dem SC Kronstorf mit 0:3, doch Trainer Moritz Casagrande sah mehr als nur das nackte Resultat. Er gratulierte dem frischgebackenen Meister und betonte: „Das Ergebnis ist am Ende deutlich zu hoch.“ Seine sehr junge Truppe habe mutig gespielt und über weite Strecken mitgehalten, während Kronstorf seine Möglichkeiten eiskalt nutzte. „Unsere Jungs waren auf Augenhöhe und haben gezeigt, dass sie mit einem Meister mithalten können“, so Casagrande.

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Die Juniors starteten vorsichtig, fanden aber rasch in die Partie. Nach einer Viertelstunde gerieten sie dennoch in Rückstand: Philip Schibani traf zum 0:1 (15.). „Wir sind etwas nervös reingekommen und dann gleich mal durch eine Ecke in Rückstand geraten. Gegen so eine Mannschaft ist das genau das, was du vermeiden willst“, erklärte Casagrande. Kurz vor der Pause folgte der nächste Dämpfer: Die Juniors mussten nach einer Gelb-Roten Karte in Unterzahl weiterspielen. „Wir haben uns da ein Stück weit von der Emotionalität anstecken lassen. Das darf uns natürlich nicht passieren, aber ich kann es den Jungs nicht wirklich verübeln. Viele von ihnen haben wahrscheinlich noch nie vor so einem Publikum und in so einem emotionalen Spiel gespielt", ordnete der Trainer die Szene ein. Bis zur Pause blieb es beim 0:1, obwohl die Gastgeber spielerisch mehr zeigten. „Uns hat in manchen Situationen die Ruhe und Abgeklärtheit gefehlt. Kronstorf war in diesen Momenten einfach effizienter. Spielerisch waren wir nicht schlecht, aber wir haben unsere Chancen nicht konsequent genutzt“, ordnete der Coach die erste Hälfte ein und hielt gleichzeitig fest: „Unsere Jungs haben richtig gut gespielt und waren absolut auf Augenhöhe.“
Nach dem Seitenwechsel war zunächst vieles offen. Die Juniors kamen trotz Unterzahl gut aus der Kabine und drückten auf den Ausgleich. „Wir wollten auch mit einem Mann weniger nicht nur tief stehen, sondern weiter Fußball spielen" sagte Casagrande. Kurz vor der Stunde sah Kronstorfs Michael Höll die Rote Karte (57.). Stefan Witzeneder erhöhte nur wenig später auf 0:2 (59.) – der Moment, in dem das Spiel endgültig kippte. Casagrande schilderte die Phase aus seiner Sicht so: „Wir drücken nach der Pause auf das 1:1 und laufen dann in einen Konter zum 0:2. Das war extrem bitter.“ Spät stellte Kemal Bayrak mit dem 0:3 (85.) den Endstand her. „Das dritte Tor war ein Elfmeter“, erinnerte sich der Trainer. Diskussionen über die Leitung gab es für ihn nicht: „Es war kein leichtes Spiel zu leiten, aber ich denke, alle Entscheidungen waren richtig.“
In der Analyse hob Casagrande die Stärken des Titelträgers hervor: „Vielleicht spielen sie nicht den schönsten Fußball der Liga, aber sie sind definitiv die effizienteste Mannschaft. Sie wissen genau, was sie machen, nutzen Standards, Umschaltmomente und Fehler eiskalt aus. Genau das zeichnet einen Meister aus.“ Gleichzeitig blieb sein Fazit für die Juniors positiv: „Für so eine junge Mannschaft war das ein sehr starker Auftritt. Sie müssen sich vor niemandem verstecken.“ Mit dem Sieg in Runde 26 fixierte Kronstorf Rang eins (61 Punkte), die Juniors schließen als starke Fünfte ab (43). „Es war eine sehr wertvolle Saison. Wir haben viele Erfahrungen gesammelt und gezeigt, dass wir spielerisch auf einem richtig guten Weg sind. Natürlich gab es Fehler, aber daraus lernen die Jungs. Entscheidend ist, dass wir mutig bleiben und unseren Weg weitergehen“, blickte Casagrande nach vorne.