Enttäuschung, aber viel Anerkennung: Andreas Eder, Trainer von TSU Kirchberg ob der Donau, blickt nach dem Auswärtsspiel bei TSV Ottensheim auf eine taktisch geprägte Partie zurück. In der 2. Klasse Nord-West lobte er eine disziplinierte erste Halbzeit und eine konsequente Defensivarbeit, betonte jedoch, dass am Ende Standards den Ausschlag gaben. Kirchberg kam spät nach einem Eckball noch heran; zugleich haderte Eder mit einem aus seiner Sicht fälligen Strafstoß in der Schlussphase, während er den gegen seine Mannschaft verhängten Elfmeter als korrekt anerkannte. Sein Fazit: Aufgrund der taktischen Disziplin und des Einsatzes hätte sich seine Elf einen Punkt verdient.

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Eder stellte sein Team bewusst auf einen spielstarken Gegner ein: „Wir wussten, dass die Ottensheimer spielstärker sind.“ Der Plan griff zunächst: „Die erste Halbzeit war sehr gut, taktisch diszipliniert, wir haben wenig zugelassen.“ Zur Statik sagte er: „Natürlich hatte Ottensheim mehr Ballbesitz.“ Kirchberg setzte auf schnelles Umschalten: „Wir haben auf unsere Umschaltmomente gewartet, schnell umgeschaltet und dann in die Spitze.“ Genau dort haperte es jedoch: „Der letzte Pass ist meistens nicht angekommen.“
Prägende Momente sah Eder bei Standardsituationen. Zum Strafstoß gegen sein Team erklärte er: „Der Elfmeter gegen uns war korrekt. Das muss man so ehrlich sagen.“ Danach legte Ottensheim per ruhendem Ball nach: Jasmin Mehic traf in der 57. Minute zum 0:1 und erhöhte in der 73. Minute per Freistoß auf 0:2. Kirchberg meldete sich in der 89. Minute zurück: Nach einem Eckball köpfte David Vavra zum 1:2 ein. In der Endphase forderte Eder zudem einen weiteren Strafstoß: „Am Schluss hätte es meiner Meinung nach noch einen Strafstoß für uns geben können. Den hat der Schiedsrichter nicht gegeben.“
Trotz des 1:2 sprach Eder seiner Mannschaft ein kollektives Lob aus: „Ich lobe die ganze Mannschaft.“ Besonders hob er Geschlossenheit und Einsatz hervor: „Der Zusammenhalt und der Teamgeist sind extrem gut, und das wollen wir in den nächsten Wochen weiter auf den Platz bringen.“ Personell muss Kirchberg derzeit einiges wegstecken: Ein Stammspieler zog sich zuletzt einen Kreuzbandriss zu, ein weiterer Langzeitverletzter am Kreuzband wurde bereits operiert, ein Spieler wird im Mai operiert, zudem fehlt ein Akteur mit Knöchelverletzung. Trotz der Rückschläge bleibt der Fokus positiv: „Wir schauen nach vorne auf das nächste Spiel und wollen wieder positiv auftreten.“ Sein Resümee zum Abend: „Grundsätzlich hätten wir uns einen Punkt verdient.“