Ein zäher, kampfbetonter Abend in der 2. Klasse Nord-West endete mit einem 1:0 für die Union Feldkirchen an der Donau gegen den SK Kleinzell. Zur Pause stand es 0:0, ehe in Minute 58 Tobias Weinzierl nach Steilpass von Besnik Iseni zuschlug. Co-Trainer Stefan Peherstorfer sprach von einer Willensleistung: „Ein Funken mehr Biss war bei uns.“ Viele Junge mussten ran, Kleinzell blieb fair, und am Ende blieb ein hart erkämpfter Heimsieg, der mehr vom Kampf als von spielerischen Momenten lebte.

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Vom Anpfiff weg war es genau das Spiel, das man im Unterhaus kennt: viel Einsatz, wenig Rhythmus, viele zweite Bälle. Stefan Peherstorfer nannte es „eine sehr zerfahrene Partie, ohne klare Vorteile für irgendeine Mannschaft“. Vor allem in der ersten Halbzeit sah er den Gegner vorne: „Kleinzell war die aktivere Mannschaft, spielbestimmend, konnte aber kein Kapital daraus schlagen.“ Feldkirchen tat sich auch deshalb schwer, weil einige Ausfälle die Startelf umkrempelten. „Wir waren ziemlich neu aufgestellt, da einige Spieler gesperrt oder verletzt waren“, so der Co-Trainer. Trotz der wackeligen Anfangsphase hielt die Heimelf das Ergebnis zusammen, arbeitete sauber gegen den Ball und rettete das 0:0 verdient in die Kabine.
Nach dem Seitenwechsel fand Feldkirchen besser ins Spiel, die Wege wurden kürzer, die Zweikämpfe klarer. Dass die Entscheidung aus einer sauber vorgetragenen Aktion fiel, passte ins Bild. Peherstorfer: „Das Tor war eine der wenigen gut herausgespielten Situationen.“ Dem 1:0 ging sogar eine erste Warnung voraus. „Einige Minuten vorher war schon eine große Chance, eher durch Zufall entstanden, da ein hoher Ball bei Kleinzell durchgerutscht ist“, erinnerte er. In Minute 58 spielte dann Besnik Iseni den entscheidenden Steckpass, Tobias Weinzierl nahm den Ball mit dem ersten Kontakt mit, ging am Torhüter vorbei und schob zum 1:0 ein.
Die Grundlage für den Dreier legte aber nicht nur die eine Szene, sondern die Bereitschaft, als Einheit zu arbeiten. „Was echt super funktioniert hat, waren die ganzen Jungen, die nachrücken mussten. Die haben sich super integriert, haben alles gegeben“, lobte Peherstorfer und hob hervor: „Vor allem Nobis Jakob hat über neunzig Minuten eine super Partie gespielt, sein erstes Kampfmannschaftsspiel.“ Insgesamt sei es „eine mannschaftliche Willensleistung, ein Pauschallob an die ganze Mannschaft“. Auch für den Gegner und den Unparteiischen fand er Worte: Kleinzell nutzte anfangs die unsichere Phase, blieb über neunzig Minuten fair, „und die Schiedsrichterleistung war top“. Sein Fazit für den Abend und die nächsten Wochen: „Am Ende hat bei uns der größere Wille den Ausschlag gegeben – darauf können wir aufbauen.“