Spielberichte

Roland Kellermayr (Trainer SU Herzogsdorf-Neußerling): „Wir wollten es heute zu hundertfünfzig Prozent“

SU Herzogsdorf/N.
Union Aigen-Schlägl

In der 2. Klasse Nord-West feierte die SU Herzogsdorf-Neußerling am Sonntag einen späten 1:0-Heimsieg gegen UFC Agora Aigen-Schlägl. Matchwinner war Manuel Wimmer mit seinem Treffer in Minute 88. Trainer Roland Kellermayr sprach danach von einer harten, kampfbetonten Partie, in der seine Elf die Zweikämpfe annahm und sich am Ende belohnte. „Wir wollten es heute zu hundertfünfzig Prozent“, sagte der Coach, der seine Mannschaft ausdrücklich lobte.

Eine Reihe Bälle entlang der Seitenlinie

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Hartes Ringen, Geduld bis zur 88. Minute

Vom Anpfiff weg war klar, dass es ein zähes Ringen werden würde. Roland Kellermayr hatte seine Mannschaft genau darauf eingeschworen. „Wir haben gewusst, dass das eine harte Partie wird. Wir mussten die Zweikämpfe annehmen“, erklärte der Trainer. In den ersten 15 Minuten fand Herzogsdorf laut Coach gleich drei Hundertprozentige vor, ließ sie aber liegen. „Vor dem Tor waren wir nicht effizient genug“, hielt Kellermayr fest. Aigen-Schlägl hielt mit, suchte spielerische Lösungen, doch das 0:0 zur Pause passte zum Bild eines intensiven Spiels ohne Ertrag. Nach dem Seitenwechsel blieb es eng, viele Duelle, viel Laufarbeit, wenig Raum. Die Hausherren blieben geduldig – und wurden spät belohnt: In der 88. Minute traf Manuel Wimmer zum 1:0. Der späte Treffer besiegelte einen Sieg, der sich schon länger angekündigt hatte.

Kampfansage und klare Analyse des Trainers

Kellermayr hob nach dem Abpfiff vor allem die Haltung seiner Elf hervor. „Der ausschlaggebende Punkt war, dass wir die Zweikämpfe angenommen haben. Wir wollten es zu hundertfünfzig Prozent – nur so konnten wir das heute gewinnen.“ Auch inhaltlich blieb der Trainer konkret: „Offensiv ist Aigen eine relativ gute Mannschaft. Defensiv auf der Seite haben sie Probleme, wenn man sie anpresst.“ Seine Spieler setzten genau dort an und blieben im Anlaufen hartnäckig. Dass es bis zur 88. Minute dauerte, lag aus seiner Sicht auch am starken Gäste-Keeper: „Ihr Tormann hat vier oder fünf Hundertprozentige rausgeholt – wirklich gut gehalten.“ Diskussionen rund ums Handspiel wollte er gar nicht aufmachen. „Handspiel ist heute wirklich schwierig zu entscheiden. Über Schiedsrichter will ich nicht urteilen, insgesamt war das relativ gut.“

Der späte Dreier, Selbstvertrauen und der Blick nach vorne

Der Dreier tut gut, gerade weil die Herzogsdorfer heuer oft umbauen mussten. „Wir haben jede Woche eine etwas andere Aufstellung, das ist immer ein bisschen schwierig“, sagte Kellermayr und verwies gleichzeitig auf den Trend: „Ich merke, dass es von Woche zu Woche besser wird. Ich bin richtig stolz auf alle.“ Der späte Sieg gegen einen Gegner aus dem oberen Mittelfeld unterstreicht dieses Gefühl. Einmal mehr zeigte sich: Wenn der Einsatz stimmt und die Zweikämpfe sitzen, kann dieses Team jeden in der 2. Klasse Nord‑West ärgern – und sich in engen Spielen selbst belohnen.

2. Klasse Nord-West: Herzogsdorf/N. : Union Aigen-Schlägl - 1:0 (0:0)

  • 88
    Manuel Wimmer 1:0