Spielberichte

Roland Kellermayr (Trainer SU Herzogsdorf-Neußerling): "Das 2:0 vor der Pause war sehr wichtig"

SU Herzogsdorf/N.
SU St. Martin/M. 1b

In der 2. Klasse Nord-West setzte sich die SU Herzogsdorf-Neußerling daheim mit 2:0 gegen die SU STRASSER Steine St. Martin/M. 1b durch. Die Hausherren stellten vor der Pause die Weichen und brachten den Vorsprung in einem intensiven, kampfbetonten Spiel über die Zeit. Trainer Roland Kellermayr sprach von einem mental wichtigen Abend und lobte die Entwicklung seiner jungen Truppe. "Wir müssen in dieser Liga über den Kampf kommen", sagte er – und freute sich über die nächste Null auf heimischem Rasen.

Nahaufnahme: Spieler setzt zum Eckball an

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Vor der Pause eiskalt: Halvax und Lesicki treffen

Die Partie startete aus Sicht der Gastgeber zäh. "Die Partie war sehr intensiv", hielt Roland Kellermayr fest und räumte ein: "Wir haben am Anfang wieder ein bisschen Probleme gehabt. Sankt Martin hat das spielerisch gut gemacht und sehr schnell gespielt." Mit zunehmender Spieldauer fand Herzogsdorf aber besser hinein. "Wir sind von Minute zu Minute besser ins Spiel gekommen und haben dann gut nach vorne gespielt, auch wenn der letzte Pass oft nicht angekommen ist." In Minute 25 platzte der Knoten: Emil Halvax stellte auf 1:0. Kurz vor der Pause legte Jan Kozjak Lesicki nach und erhöhte in der 40. Minute auf 2:0 – zur Halbzeit war damit ein beruhigender Vorsprung hergestellt. Nach dem Wechsel blieb es laufintensiv und zweikampfbetont, beide Seiten arbeiteten viel, weitere Treffer fielen jedoch nicht mehr.

Kellermayr über den Schlüssel: "Über den Kampf – und im Kopf frei"

Für den Herzogsdorf-Coach waren die Treffer vor dem Seitenwechsel das Fundament. "Das 1:0 war sehr wichtig und auch das 2:0 kurz vor der Halbzeit war sehr wichtig. Das hat uns im Kopf geholfen, befreiter aufzuspielen", erklärte Kellermayr. Den Gegner schätzte er hoch ein: "Sankt Martin spielt relativ schnell nach vorne, hat gute Einzelspieler und ist eine junge Mannschaft." Umso zufriedener war er mit der Reife seiner Elf. "In der Liga muss man den Kampf gewinnen. Man muss zu 150 Prozent am Platz sein – im Kopf, spielerisch und körperlich – und bis zum Schluss auf der Hut bleiben." Besonders hob er die mentale Stabilität hervor: "Die Burschen geben sich nicht auf. Man merkt, dass mehr Wille und mehr Zweikampf da ist. Spielerisch sind wir gut, das wird immer besser."

Heimserie ohne Gegentor, Lernfelder – und Stolz auf die Jungen

Die aktuelle Heimstärke taugt dem Trainer ganz offensichtlich. "Wir haben jetzt vier Heimspiele gespielt, alle vier gewonnen und kein Gegentor bekommen", betonte Kellermayr und verwies zugleich auf Details, die weiter geschärft werden müssen. "Wir haben Probleme beim Einwerfen, da werfen wir unseren eigenen Spielern oft mehr auf den Hals als auf den Fuß. Hin und wieder fehlt es ein bisschen am Spielverständnis. Das ist ein langer Prozess, wir müssen arbeiten und dem Prozess Zeit geben." Auch zur Tabelle blieb er gelassen: "Für uns ist die Tabelle nicht wichtig. Es ist schön, wenn man ein kleines Licht sieht, aber wir schauen auf unsere Entwicklung." Dass in der Liga jeder jeden schlagen kann, sah er zuletzt bestätigt: "Gegen Ottensheim haben wir einen Punkt gemacht, da wäre sogar mehr drin gewesen."

Lob gab es für die eigene Jugend: "Ich bin wirklich stolz. Zwei, drei, die noch nicht viel in der Kampfmannschaft gespielt haben, beißen im Training. Besonders Julian Wimmer – der Bub ist siebzehn und spielt als Innenverteidiger mega." Eine strittige Szene erwähnte er dennoch: "Ich glaube, dass man einmal einen Elfmeter pfeifen kann." Zur Leistung des Unparteiischen sagte er nüchtern: "Er war auf beide Seiten schon ziemlich schwach – er hat kein Spiel entschieden, aber es war nicht die beste Leistung." Für Herzogsdorf bleibt unterm Strich ein erwachsener 2:0-Heimsieg – und die klare Ansage, weiter hart und gemeinsam zu arbeiten.

2. Klasse Nord-West: Herzogsdorf/N. : St. Martin/M. 1b - 2:0 (2:0)

  • 40
    Jan Kozjak Lesicki 2:0
  • 25
    Emil Halvax 1:0