In der 2. Klasse Nord-West feierte DSG Union Sarleinsbach gegen SK Kleinzell einen 6:2-Heimsieg nach 2:2 zur Pause. Sarleinsbach geriet zwar praktisch mit dem Anstoß in Rückstand, legte danach aber eine klare Antwort hin und drehte die Partie im eigenen Stadion. Sportchef Robert Gahleitner sprach von einer jungen Truppe, die „zielstrebig nach vorne“ spielt – und genau das war zu sehen: Fabian Würfl schnürte einen Doppelpack, weitere Treffer besorgten David Ferdinand Mandl, Thomas Appl, Janik Schönhuber und in der Nachspielzeit Samuel Graf. Am Ende stand ein verdienter Heimerfolg.

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Der Nachmittag begann aus Sarleinsbacher Sicht denkbar ungünstig: Bereits in Minute 1 traf Janis Würzl zum 0:1. „Wir sind praktisch mit dem Anstoß in der ersten Minute in Rückstand geraten“, schilderte Robert Gahleitner. Doch die Heimelf schüttelte sich nur kurz. In der 12. Minute glich David Ferdinand Mandl aus, zehn Minuten später stellte Fabian Würfl auf 2:1. Kleinzell hielt dagegen und kam durch Felix Schürz in der 36. Minute zum 2:2, mit diesem Spielstand ging es auch in die Kabinen. Nach der Pause blieb Sarleinsbach am Drücker und legte zu: Thomas Appl besorgte in Minute 72 das wichtige 3:2, fünf Minuten darauf erhöhte Würfl auf 4:2. In der Schlussphase nutzte die DSG die Räume eiskalt: Janik Schönhuber erhöhte in der 88. Minute und Samuel Graf setzte in Minute 90+7 den Schlusspunkt zum 6:2. „Über neunzig Minuten waren wir die deutlich stärkere Mannschaft und haben verdient gewonnen“, fasste Gahleitner zusammen.
Worauf baute dieser klare Sieg auf? Gahleitner wurde deutlich: „Wir haben zielstrebig in die Spitzen auf unsere schnellen Spieler gespielt, und das ist uns aufgegangen.“ Der Sportliche Leiter beschrieb auch die innere Ruhe an der Linie: „Ich hatte im ganzen Spiel nicht das Gefühl, dass etwas schiefgehen kann.“ Für ihn lag die größte Stärke „im zielstrebigen Spiel über die Seiten nach vorne“, das den Gastgebern nach dem Seitenwechsel endgültig den Weg öffnete. Trotz der acht Tore am Platz sah er weiter Luft nach oben: „Es gibt immer Sachen zu verbessern. Der Peak ist nicht erreicht. Wir haben eine junge Truppe, die Woche für Woche dazulernt und jetzt befreit aufspielen kann und soll.“ Ein besonderes Anliegen war ihm der Dank Richtung Kabine: „Ich möchte meiner Mannschaft und meinem Trainerteam, sowohl der Kampfmannschaft als auch der 1b, ein Lob aussprechen.“ Auch ein Wort zum Unparteiischen gab es: „Die Schiedsrichterleistung war tadellos. Es gab keine strittigen Szenen, nur ein paar heikle Kopf-an-Kopf-Duelle – aber keine Fouls.“
Den Gegner sah Gahleitner keineswegs schwach. „Kleinzell ist wie gewohnt im Zentrum stark, mit Jakub Kursa, den wir seit Jahren kennen. Dazu haben sie auf den Seiten schnelle und gefährliche Spieler.“ Ein paar Stiche habe der SK gesetzt, „aber über neunzig Minuten gesehen sind wir als verdienter Sieger aus der Partie gegangen“. Der Blick auf die Tabelle unterstreicht das Ergebnis: Sarleinsbach rangiert mit 29 Punkten auf Platz fünf, Kleinzell hält bei 25 Zählern und liegt aktuell auf Rang acht.
Abseits des Sports setzte die DSG am Sonntag ein starkes Zeichen: „Wir wollten auf unserer kleinen Fußballbühne in Sarleinsbach ein Zeichen gegen Diskriminierung und Rassismus setzen“, berichtete Gahleitner. „Beim Einlauf haben wir entsprechende Plakate hochgehalten, und die Aktion ist von unseren Zuschauern sehr wohlwollend angenommen worden.“ Mit der gezeigten Spielfreude und Effizienz kann die junge Truppe die restlichen Runden selbstbewusst angehen.