In der 2. Klasse Nord-West verabschiedete sich Union St. Veit im Mühlkreis mit einem 1:0 bei TSV Ottensheim aus der Saison. Nach torloser erster Hälfte entschied Jaroslav Bosnyak kurz nach der Pause (50.) das Spiel. Trainer Manuel Fröhlich hob danach vor allem die Mentalität hervor: „Herz und Leidenschaft waren heute ausschlaggebend.“ Für Ottensheim, das laut Fröhlich mit einem Remis den Relegationsplatz fixiert hätte, blieb der erhoffte Punkt aus.

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Die Partie begann vorsichtig, beide Teams tasteten sich lange ab. „Die erste Halbzeit war sehr zurückhaltend“, sagte Manuel Fröhlich und erklärte die eigene Anlaufzeit mit Personalsorgen: „Wir hatten in der Verteidigung drei Ausfälle, deshalb war anfangs etwas Unsicherheit da. Die Jungs, die hineingerutscht sind, haben es aber gut gemacht und im Laufe des Spiels zugelegt.“ Auch beim Gegner spürte der St. Veit-Coach die Ausgangslage: „Man hat gemerkt, dass es für Ottensheim noch um etwas geht und ein Unentschieden reichen würde.“
Mit 0:0 ging es in die Pause, doch kurz nach dem Wiederanpfiff fiel die Entscheidung. Der Coach schilderte die Szene klar: „Der Tormann wurde von Jakub Rosulek blockiert, er konnte den Ball nicht gut wegfausten, der Nutznießer war Jaroslav Bosnyak, dem der Ball vor die Füße fiel und der am Verteidiger vorbei eingeschoben hat.“ Für Fröhlich war damit die Weiche gestellt: „Der entscheidende Moment war das 1:0.“
Nach der Führung blieb St. Veit eng und konsequent in den Zweikämpfen. „Nach dem 1:0 haben wir eine kompakte Mannschaftsleistung gezeigt“, so Fröhlich. Ottensheim musste kommen, doch die Gäste blieben stabil. „Ottensheim hat natürlich etwas Druck gemacht, aber wir haben mit Herz und Leidenschaft gespielt, das war heute ausschlaggebend für den Sieg.“ Der Trainer betonte mehrfach, wie sehr ihn seine Mannschaft abgeholt hat: „Ich könnte nicht stolzer sein. Wir haben junge Spieler eingebaut und Jungs auf Positionen gehabt, die normalerweise nicht dort spielen.“ Für ihn ist das mehr als ein Einzelsieg: „Diese Mannschaft hat Charakter, Willen und Leidenschaft – es lohnt sich, mit ihr weiterzugehen.“ Kritik sparte er sich ganz bewusst: „Heute will ich nichts kritisieren, gar nichts.“
Der Kontext gefiel dem Coach besonders, weil St. Veit schon in der Vorwoche den Titel fixiert hatte. „Wir sind vorige Woche Meister geworden, wir haben das gefeiert, die Luft war natürlich etwas draußen. Für uns war alles erledigt – und dann ruft die Mannschaft am letzten Spieltag noch so eine Leistung ab“, sagte Fröhlich zufrieden. Über Ottensheim äußerte er sich zurückhaltend: „Ich möchte Ottensheim nicht analysieren. Für sie ist der Tag schwer genug. Sie waren über einen Großteil der Saison am zweiten Platz und wurden erst am letzten Spieltag noch von Puchenau überholt.“ Kritik am Unparteiischen gab es keine: „Es gab keine strittigen Situationen, die Schiedsrichterleistung war okay.“
Und der Blick nach vorne? „Wir machen jetzt vier Wochen Pause – verdient. Dann bereiten wir uns gut auf die 1. Klasse Nord vor.“ Zum Schluss schickte Fröhlich faire Worte hinterher: „Ich wünsche allen Gegnern alles Gute für die neue Saison – und Ottensheim, dass sie sich zusammenraufen und nächstes Jahr wieder um den Titel mitspielen.“