In der 25. Runde der 2. Klasse Nord-West trennten sich die Sportunion Kollerschlag und der TSV Ottensheim mit 1:1. Nach einer torlosen ersten Halbzeit brachte Michael Stöger die Hausherren in Minute 54 in Front, Jasmin Mehic egalisierte in der 69. Minute. Trainer Alexander Ringenberger sah eine starke Heimleistung, haderte aber mit der Effizienz: Kollerschlag presste früh, kam zu guten Möglichkeiten und ließ sie liegen. Am Ende stand ein Punkt gegen den Tabellenzweiten – leistungsgerecht, aber mit Luft nach oben im Abschluss.

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Kollerschlag legte energisch los, setzte die Gäste früh unter Druck und erspielte sich in der Anfangsphase mehrere gute Möglichkeiten. Alexander Ringenberger fasste das Auftreten seiner Elf so zusammen: „Wir sind sehr stark gestartet. Durch das hohe Pressing hatten wir sehr gute Chancen, die wir leider nicht genutzt haben.“ Mit Fortdauer der ersten Hälfte fand Ottensheim besser hinein. „In der Mitte der ersten Halbzeit ist Ottensheim besser ins Spiel gekommen“, so der Coach. Zur Pause stand es 0:0. Nach dem Seitenwechsel belohnte sich das Heimteam: In der 54. Minute traf Michael Stöger zum 1:0. Ottensheim antwortete in Minute 69 durch Jasmin Mehic mit dem 1:1. Ringenberger ordnete die Kräfteverhältnisse klar ein: „In der ersten Halbzeit waren wir besser, in der zweiten war Ottensheim die ein bisschen überlegene Mannschaft.“ So blieb es beim Remis, das den wechselnden Phasen des Spiels entspricht.
In seiner Analyse hob Ringenberger die Stärken der ersten 45 Minuten hervor: „In der ersten Halbzeit hat unser Pressing sehr gut funktioniert, dazu kamen Kampfgeist und der Wille der ganzen Mannschaft.“ Genau daraus entstanden jene Gelegenheiten, deren Verwertung der Trainer vermisste: „An der Chancenauswertung müssen wir arbeiten, dann hätten wir auch den Sieg einfahren können.“ Den Gegner bewertete er mit Respekt, aber ohne Überraschungseffekt: „Ottensheim war spielerisch stark, damit haben wir gerechnet. Es gab keine Überraschung.“ Auch zum Drumherum fand er klare Worte: „Es gab keine strittigen Situationen, und der Schiedsrichter hat das sehr gut gemacht.“ Sein Gesamtfazit blieb positiv, trotz verpasstem Dreier: „Im Großen und Ganzen war das von uns eine sehr gute Leistung.“ Dass die Gäste nach der Pause zulegten, passt zu seiner Einordnung des ausgeglichenen Spiels.
Das 1:1 gewinnt zusätzlich an Gewicht, wenn man die Tabelle heranzieht: Ottensheim liegt laut der jüngsten Übersicht auf Rang zwei mit 47 Punkten, Kollerschlag hält bei 24 Zählern auf Platz zwölf. Gegen ein Spitzenteam einen Zähler mitzunehmen und dabei über weite Strecken das aktivere Team gewesen zu sein, ist ein brauchbares Zeichen. Ringenberger betonte mehrmals die gute Leistung seiner Elf – und zugleich den Hebel, an dem es anzusetzen gilt: „Wenn wir unsere Chancen besser nutzen, können wir solche Spiele gewinnen.“ Aus dem starken Pressing, dem sichtbaren Willen und dem Treffer von Michael Stöger lässt sich Selbstvertrauen ziehen.