Spielberichte

2:2 nach 2:0 – Union St. Veit krönt sich zum Meister: „Der Punkt hat uns genügt“

Union St. Veit/M.
SU Herzogsdorf/N.

Die 2. Klasse Nord-West erlebte in Sankt Veit einen besonderen Abend: Die Union St. Veit im Mühlkreis spielte im Derby gegen die SU Herzogsdorf-Neußerling nach 2:0-Führung noch 2:2 – und fixierte mit diesem Remis die Meisterschaft. „Wir haben heute die Meisterschaft fixiert – das war unser Ziel“, sagte Trainer Manuel Fröhlich, der ein insgesamt ausgeglichenes Spiel und eine nervöse Schlussphase sah. „Der Punkt hat uns genügt“, so Fröhlich, dessen Team die letzten Minuten trotz Derbyhitze noch überstand.

Fußball mid kantigem Desin in Weiß, Schwarz und Neonfarben auf Rasen

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Von 0:0 zur 2:0-Führung – und späte Antwort des Derbyrivalen

In der ersten Hälfte hielten sich beide Seiten lange die Waage, der Pausenstand von 0:0 passte zum Bild eines engen Derbys. Nach dem Wechsel legte St. Veit aber los: In Minute 51 stellte Lukas Schütz auf 1:0, sieben Minuten später erhöhte Jaroslav Bosnyak auf 2:0. Kurz darauf wurde es brisant, als Herzogsdorfs Roland Kellermayr in der 60. Minute die Rote Karte sah. Trotz Unterzahl gab der Gast nicht auf: Jan Kozjak Lesicki verkürzte in der 77. Minute auf 2:1, und in der 88. traf Julian Durstberger zum 2:2-Endstand. Manuel Fröhlich blieb bei seiner Einschätzung: „Wir waren 2:0 vorne und hatten Ruhe im Spiel. Zum Schluss wurde es unnötig angeheizt. Im Endeffekt ist das 2:2 verdient.“

„Die Nervosität ist menschlich“ – Fröhlich ordnet Derby und Titelabend ein

Dass St. Veit den Zwei-Tore-Vorsprung nicht über die Zeit brachte, erklärte der Trainer mit der besonderen Gemengelage: „Meine Mannschaft stand vor einem historischen Titel und war zum Schluss wirklich nervös. Das muss man ihnen zugestehen, das ist menschlich.“ Zugleich strich Fröhlich die Entwicklung seiner Truppe heraus: „Meine Mannschaft funktioniert seit Monaten gut. Es ist eine Mentalität gewachsen, mit der wir Drucksituationen bewältigen können. Ich bin sehr stolz auf alle.“

Zum hitzigen Finish fand er deutliche, aber faire Worte: „Es hat leider einige unschöne Szenen gegeben. Der Schiedsrichter hat gut gepfiffen und eine klare Linie gehabt. So etwas gehört nicht auf den Fußballplatz.“ Zum Gegner meinte er: „Herzogsdorf war aggressiv in den Zweikämpfen – das ist in einem Derby normal.“

Meisterfeier am Seefest – und dennoch Fokus auf die letzte Runde

Sportlich war der Punkt für St. Veit Gold wert – auch wenn drei Zähler natürlich schöner gewesen wären. „Es hat nichts gefehlt, der Punkt hat uns genügt. Herzogsdorf wollte uns den Tag vermiesen, aber ich glaube, das Remis ist verdient“, sagte Fröhlich.

Während rund um das Seefest in Sankt Veit der Titel gefeiert wurde, richtete der Coach den Blick schon nach vorne: „Falls es für Ottensheim noch um die Relegation geht, fahren wir mit voller Energie und vollem Fokus hin und wollen dort punkten. Wir werden nicht nachlassen.“ Nach einer kurzen Verschnaufpause soll der Meister auch im Finale seriös auftreten: „Wir haben trainingsfrei, wollen aber nächste Woche ein gutes Spiel abliefern.“

2. Klasse Nord-West: St. Veit i.M. : Herzogsdorf/N. - 2:2 (0:0)

  • 88
    Julian Durstberger 2:2
  • 77
    Jan Kozjak Lesicki 2:1
  • 58
    Jaroslav Bosnyak 2:0
  • 51
    Lukas Schütz 1:0