In der 2. Klasse Nord-West hat die SV Urfahr 1912 am Freitagabend beim TSV Ottensheim eine 0:4-Niederlage hinnehmen müssen. Zur Pause lagen die Urfahraner nur 0:1 zurück, ehe die Partie in der Schlussphase klar wurde. Co-Trainer Mahir Hamzakadic sah seine Mannschaft trotzdem lange gut im Spiel, haderte aber mit der Chancenverwertung und mit den späten Gegentoren, die das Ergebnis am Ende deutlich ausfallen ließen.

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Der Abend begann für Urfahr mit einem frühen Dämpfer. Ottensheim ging in der 14. Minute durch Thomas Kandler mit 1:0 in Führung, und dieser Treffer war zugleich der einzige im ersten Durchgang. Bis zur Pause blieb die Partie damit offen, auch wenn die Gäste einem Rückstand hinterherlaufen mussten. Gerade das war der Punkt, der Hamzakadic nach dem Schlusspfiff beschäftigte, weil er die Begegnung nicht als klare Angelegenheit für die Gastgeber sah. „Die Partie war eher dominant auf unserer Seite. Wir haben das Spiel geführt“, sagte der Co-Trainer. Aus seiner Sicht stand also weniger das 0:1 zur Halbzeit im Mittelpunkt als die Frage, warum sich seine Mannschaft für diesen Aufwand zunächst nicht belohnen konnte.
Im Rückblick führte Hamzakadic die Niederlage vor allem auf die fehlende Konsequenz im Abschluss zurück. Er sprach von guten Aktionen und vielen Torabschlüssen, die am Ende aber nicht den gewünschten Ertrag brachten. Genau darin sah er einen entscheidenden Unterschied, weil ein eigener Treffer die Partie aus seiner Sicht noch einmal hätte kippen können. Dazu passte auch seine Einschätzung des Gegners. „Man hat gesehen, dass sie trotz der Führung ein bisschen Unruhe gehabt haben. Die Spieler waren nervös, weil sie diese Dominanz von uns nicht erwartet haben“, meinte Hamzakadic. Für Urfahr blieb dieses Gefühl allerdings ohne Nutzen, weil aus den eigenen guten Phasen kein Anschlusstreffer wurde und Ottensheim den knappen Vorsprung damit in die Schlussphase retten konnte.
Lange blieb es damit beim knappen Unterschied, ehe die Schlussphase das Resultat doch noch klar in Richtung Ottensheim drehte. In der 81. Minute erhöhte Dino Huremovic auf 2:0. Urfahr spielte danach noch offensiver und ging mehr Risiko, genau so schilderte es auch Hamzakadic. Das machte sich wenige Minuten später bemerkbar. Jasmin Mehic traf in der 86. Minute zum 3:0, und praktisch im direkten Anschluss stellte Rohullah Sharifi auf 4:0. Gerade dieser dritte Treffer war für den Co-Trainer der Moment, in dem die Partie entschieden war. „Das dritte Gegentor war spielentscheidend. Da war das Spiel mental eigentlich vorbei“, sagte er. Das vierte Tor sei dann nur noch die Folge dieser bitteren Phase gewesen.
Trotz des klaren Endstands wollte Hamzakadic die Leistung seiner Mannschaft nicht nur an den nackten Zahlen messen. „Wir waren super aktiv. Jeder hat gekämpft, jeder hat sein Bestes gegeben. Es war am Schluss ein bisschen Pech dabei“, sagte er und hob damit vor allem den Einsatz seiner Elf hervor. Auch rund um die Spielleitung hatte er keine grundsätzliche Kritik. „Es war ein sehr faires Spiel. Gegen Ende natürlich etwas härter von beiden Seiten, aber im Grunde hat es gepasst“, so der Co-Trainer. Während der TSV Ottensheim nach dem dritten Sieg im dritten Spiel an der Spitze bleibt, bleibt die SVU bei drei Punkten. Lange nachhängen will man der Niederlage aber nicht. „Wir freuen uns auf die nächsten Partien und holen uns die nächsten Punkte“, kündigte Hamzakadic an.