In der 2. Klasse Nord-West hat sich die SPG Hofkirchen/Putzleinsdorf 1b lange gewehrt, am Ende nahm die SV Urfahr 1912 aber einen 5:2-Auswärtssieg mit. Für Co-Trainer Mahir Hamzakadic lag der Unterschied vor allem im Willen nach der Pause und in der technischen Qualität. Dass die Partie nach dem 2:2 noch einmal offen wurde, passte für ihn zum ganzen Sonntagnachmittag: spannend, intensiv und aus Urfahrer Sicht am Ende verdient, aber unnötig aufregend.

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Der Spielverlauf gab Hamzakadic recht, wenn er von einer spannenden Partie sprach. Der Absteiger ging schon in der 5. Minute durch Robert Peer in Führung und setzte damit gleich ein erstes Zeichen. Urfahr brauchte danach etwas, um auch am Spielstand anzuschreiben, fand aber noch vor der Pause die passende Antwort. In der 38. Minute traf Lukas Markus Janda zum 1:1, fünf Minuten später drehte Robert Nguyen die Partie auf 2:1 für die Gäste. Genau diese Phase hob der Co-Trainer auch hervor. „Die Führung der Heimmannschaft, dann unser Ausgleich, dann wieder unsere Führung – das Spiel war sehr spannend“, sagte Hamzakadic. Dass seine Mannschaft mit dem 2:1 in die Kabine ging, bezeichnete er als einen sehr wichtigen Zwischenstand.
Nach dem Seitenwechsel wurde es für die Gäste zunächst noch einmal heikel, weil Jonas Bayer in der 53. Minute zum 2:2 ausglich. Damit war die Partie wieder völlig offen, obwohl Urfahr aus Sicht des Co-Trainers eigentlich vieles im Griff hatte. „Wir haben das Spiel in den letzten fünfunddreißig Minuten gut unter Kontrolle gehabt, haben es aber ein bisschen zu spannend gemacht“, sagte Hamzakadic. Gerade deshalb wertete er die Reaktion seiner Mannschaft hoch. Er wollte kein einzelnes Tor über alles stellen, sprach aber dem 2:1 vor der Pause und auch dem späteren 3:2 besonderes Gewicht zu. Dieses 3:2 erzielte Marlon Aschauer in der 79. Minute und brachte Urfahr wieder nach vorne. In der Schlussphase legten die Gäste dann endgültig nach: Victor Benito Segura traf in der 88. Minute zum 4:2, Mert Ahmet Cat setzte in der Nachspielzeit mit dem 5:2 den Schlusspunkt.
Die Erklärung für den Sieg fiel bei Hamzakadic klar aus. „Auf jeden Fall die Teamchemie, also der Wille nach der Halbzeit, dass man das auch durchzieht und sich die drei Punkte holt“, sagte er. Der Ausgleich zum 2:2 sei kein einfacher Moment gewesen, umso wichtiger sei es gewesen, ruhig zu bleiben und wieder nachzulegen. „Die Mannschaft hat sich nicht unterkriegen lassen und hat sich noch den Sieg gesichert“, hielt der Co-Trainer fest. Einen zweiten Punkt nannte er fast noch knapper, aber sehr deutlich: „Auf jeden Fall die technische Qualität.“ Damit umriss er ziemlich genau, was aus seiner Sicht den Ausschlag gab. Urfahr fand nach dem Rückschlag wieder in die Spur und war in den entscheidenden Phasen präziser.
Ganz ohne Kritik wollte Hamzakadic den Auftritt trotz der drei Punkte aber nicht stehen lassen. „Man muss eigentlich immer was verbessern“, sagte er und nannte dabei vor allem den Spielaufbau sowie das Pressing-Verhalten. Der Tabellenvorletzte habe „bis zum Schluss noch weitergekämpft“ und sich nicht unterkriegen lassen. Insgesamt sei es sehr körperbetont zur Sache gegangen, was der Partie zusätzlich Würze gab. Hamzakadic sprach dabei auch von einigen unnötigen Fouls und meinte zu Schiedsrichter Fajic: „Er hat teilweise ein bisschen zu sehr laufen lassen, aber gegen Ende hat das dann gut gepasst. Nach der Halbzeit war es viel besser.“ Für die SV Urfahr steht unter dem Strich dennoch ein wichtiger Auswärtssieg, der die Urfahraner in der Tabelle auf neun Punkte nach fünf Runden bringt und zeigt, dass die Mannschaft auch in einer unruhigen Partie am Ende durchziehen kann.