In der 2. Klasse Nord-West haben sich die SU Herzogsdorf-Neußerling und die SU STRASSER Steine St. Martin/M. 1b am Sonntagnachmittag mit einem 2:2-Unentschieden getrennt. Für den Tabellenletzten blieb nach einer starken ersten Halbzeit am Ende nur ein 2:2 durch einen späten Ausgleich. Vor allem die junge Mannschaft aus St. Martin zeigte laut ihrem Coach lange einen sehr ordentlichen Auftritt, musste in der Schlussphase aber dem wachsenden Druck der Gastgeber nachgeben.

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Aus Sicht von Andreas Wurzinger begann die Partie mit einem frühen Rückschlag, obwohl seine Mannschaft vor allem im ersten Durchgang vieles richtig machte. Schon in der 4. Minute geriet St. Martin durch ein Eigentor von Leon Kuliqi mit 0:1 in Rückstand. Danach blieb seine Elf laut dem Trainer aber aktiv und kam gut in die Partie. „In der ersten Halbzeit konnte Sankt Martin als junge Mannschaft das Spiel dominieren. Wir hatten zahlreiche Chancen“, sagte Wurzinger. Er sprach von einer mutigen Leistung, von offensivem Verhalten gegen den Ball und von starken Kombinationen. Kurz vor der Pause belohnte sich St. Martin dann doch noch: Lukas Schuhmann traf in der 44. Minute zum 1:1. Für Wurzinger war das ein Ausgleich, den sich seine Mannschaft „verdient erarbeitet“ hatte.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb St. Martin zunächst auf Kurs. In der 53. Minute traf Leon Kuliqi zum 2:1 und machte damit seinen unglücklichen Start ins Spiel wieder gut. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte Wurzinger viele Gründe, mit dem Auftritt seiner Mannschaft zufrieden zu sein. „Meine Mannschaft hat gefightet, hat Charakter gezeigt. Wir waren mutig, offensiv gegen den Ball und haben speziell in der ersten Halbzeit stark kombiniert“, sagte der Trainer. Der Knackpunkt lag für ihn erst in der letzten halben Stunde. „Ab der sechzigsten Minute wurde Herzogsdorf immer dominanter und drückte auf den Ausgleich“, erklärte Wurzinger. Die Gastgeber hätten dann mehr Routine und mehr Erfahrung auf den Platz gebracht, während seine sehr junge Mannschaft diesen Druck nicht mehr so gut wegverteidigen konnte wie davor.
Dass es am Ende nicht zum Auswärtssieg reichte, führte Wurzinger vor allem auf die junge entwicklungsfähige Mannschaft zurück, wodurch es derzeit noch an körperlicher Präsenz und Routine mangelt. „In der zweiten Halbzeit ist es uns nicht mehr gelungen, dem Druck standzuhalten. In der 88. Minute fiel schließlich noch das 2:2 durch Jan Kozjak Lesicki. Zusätzlich nannte er noch zwei Szenen, die er sich in der Videoanalyse genauer ansehen will: Eine mögliche Elfmeterentscheidung, die als Freistoß an der Strafraumgrenze bewertet wurde, und ein Halten gegen seinen Stürmer. Abgesehen davon war die Leistung des Schiedsrichters für ihn „in Ordnung“.
Trotz des späten Gegentreffers überwog bei Wurzinger nach dem Schlusspfiff nicht der Ärger, sondern ein nüchterner Blick auf das ganze Spiel. „Als Resümee würde ich sagen, geht das Unentschieden in Ordnung“, sagte der Trainer. Das hing auch damit zusammen, dass er im Auftritt seiner Mannschaft eine klare Reaktion auf die zuletzt deutliche Auswärtsniederlage sah. Gerade die ersten 60 Minuten hob er ausdrücklich hervor. „Dieser Auftritt meiner Mannschaft, speziell die ersten 60 Minuten, war sehr ordentlich. Die Mannschaft hat Charakter gezeigt“, so Wurzinger. Weil die Union St. Martin lange das aktivere Team war, nach dem frühen Eigentor zurückkam und in Herzogsdorf nicht auseinanderfiel, nahm der Tabellenletzte am Ende zumindest etwas Zählbares mit. Für den Trainer ist genau das der Punkt, auf dem seine junge Mannschaft in den kommenden Wochen weiter aufbauen soll.