Spielberichte

Auch mit zehn Mann mutig nach vorne: Reichenau dreht das Spiel und legt in Unterzahl noch nach

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SU St. Martin/M. 1b
Union Reichenau

In der 2. Klasse Nord-West hat sich SU STRASSER Steine St. Martin/M. 1b trotz Führung am Ende klar mit 1:4 gegen Union Reichenau-Ottenschlag-Haibach geschlagen geben müssen. Reichenau lag zunächst zurück, glich noch vor der Pause aus, drehte die Partie nach dem Seitenwechsel und machte den Auswärtssieg nach Einschätzung von Trainer Christoph Froschauer „absolut verdient“ fix.

Mehrere Spieler auf dem Platz - ein Betreuer trägt eine Eisbox

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Nach Rückstand erst hineingefunden, dann das Spiel gedreht

Für Reichenau begann die Partie nicht so, wie es sich Froschauer vorgestellt hatte. Der Trainer sprach von einer Anlaufphase, in der seine Mannschaft erst ihren Rhythmus finden musste. „Die ersten zehn Minuten haben wir gebraucht, dass wir ins Spiel reinkommen. Es war im Aufbau ein wenig fahrig, die Pässe eher ungenau und die Abstimmungen haben noch nicht recht gepasst“, schilderte er den Beginn. St. Martin nutzte diese Phase und ging in der 17. Minute durch Gregor Rechberger mit 1:0 in Führung. Reichenau arbeitete sich aber zusehends in die Partie, kam noch vor der Pause durch Matyas Brabec zum 1:1 und machte die Begegnung damit wieder offen. Froschauer sprach insgesamt von einer ersten Halbzeit, die „relativ ausgeglichen“ gewesen sei. Gerade deshalb war der Ausgleich für die Gäste wichtig, weil er die Grundlage dafür legte, dass Reichenau nach dem Seitenwechsel sofort nachlegen konnte.


Der Treffer nach der Pause bringt Reichenau ins Rollen

Den Moment, in dem das Spiel endgültig kippte, sah der Reichenau-Coach klar rund um den Wiederbeginn. „Anfang der zweiten Halbzeit sind wir rausgekommen, haben gleich noch ein Tor gemacht, und dann hat es eigentlich zum Laufen angefangen“, sagte Froschauer. Dieses frühe Zeichen setzte Simon Pinsker in der 51. Minute mit dem 1:2. Aus Sicht der Gäste war das mehr als nur ein Führungstreffer, weil Reichenau in dieser Phase die Kontrolle übernahm und laut Trainer die bessere Mannschaft war. Dass die Partie danach trotzdem noch einmal eine neue Wendung nahm, lag an der roten Karte gegen Michael Hartl in der 62. Minute. Froschauer verhehlte nicht, dass dieser Moment den eigenen Rhythmus kurz unterbrochen habe. „Nach der roten Karte war es noch einmal kurz schwer, einen richtigen Rhythmus zu finden, weil wir einfach einen Mann weniger waren“, sagte er. Umso höher bewertete er die Reaktion seiner Mannschaft, die sich nicht zurückdrängen ließ, sondern den eigenen Plan auch in Unterzahl weiter verfolgte.

Enge Viererkette, eiskalter Abschluss und viel Lob für die Mannschaft

Gerade dieser Abschnitt imponierte dem Trainer besonders. „Die Mannschaft hat das super gemacht, hat sich nicht aufgegeben, hat sich nicht reindrängen lassen, ist hinten kompakt gestanden und hat mutig nach vorne weitergespielt“, erklärte Froschauer. Das 1:3 durch Matyas Brabec in der 78. Minute sorgte bereits für klare Verhältnisse, noch deutlicher wurde es aus seiner Sicht aber mit dem vierten Treffer. „Mit Abstand das Wichtigste war das Tor zum 4:1, weil da war dann der Deckel drauf“, sagte er über das 1:4 von David Hofer in der 88. Minute. Als große Stärke nannte der Reichenau-Coach vor allem die Defensivarbeit. „Wir sind eng in der Viererkette beieinander gestanden. Wir haben die Räume gut zugemacht, wir haben gut verschoben, wir haben uns gegenseitig abgesichert. Das war wirklich eine Topleistung.“ Dazu kam laut Froschauer, dass seine Mannschaft als Einheit auftrat, gegen den Ball arbeitete und „alles am Platz gelassen“ habe. St. Martin habe sich vor allem in der ersten Halbzeit gut gewehrt, später aber Probleme bekommen, „wenn wir unsere Kombinationen durchgebracht haben, mit den Läufen über die Seiten und den Bällen in die Tiefe hinein“. Dass die Gastgeber in der zweiten Halbzeit noch Chancen hatten, verschwieg der Trainer nicht, hielt aber ebenso fest: „Wir waren dann vorn eiskalt im Abschluss.“ Auch für den Unparteiischen fand er anerkennende Worte. Der Schiedsrichter habe „das Spiel gut laufen lassen“ und nur dort eingegriffen, wo es notwendig gewesen sei. Was Reichenau in den nächsten Einheiten verbessern will, wollte Froschauer naturgemäß nicht offenlegen. Dafür wurde er zum Schluss in einer anderen Sache deutlich: „Großes Kompliment an die Mannschaft. Wir wollten die drei Punkte unbedingt haben und haben unseren Matchplan eigentlich sehr gut erfüllt.“

2. Klasse Nord-West: St. Martin/M. 1b : Reichenau - 1:4 (1:1)

  • 88
    David Hofer 1:4
  • 78
    Matyas Brabec 1:3
  • 51
    Simon Pinsker 1:2
  • 33
    Matyas Brabec 1:1
  • 17
    Gregor Rechberger 1:0