Spielberichte

"Das 2:0 war der Dosenöffner" – Union Feldkirchen/Donau lässt in Schenkenfelden nichts anbrennen

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Schenkenfelden/Leonfelden 1c
Feldkirchen/D.

In der 2. Klasse Nord-West hat die Union Feldkirchen/Donau bei der SPG Intersport Pötscher Schenkenfelden/Bad Leonfelden 1c mit 4:0 gewonnen und damit in Runde sieben den nächsten Dreier mitgenommen. Neo-Trainer Stefan Schmidt sprach danach von einem verdienten Sieg, der trotz des klaren Ergebnisses noch "Luft nach oben" gelassen habe. Für ihn war vor allem das 1:0 der Punkt, ab dem die Partie immer klarer in Richtung seiner Mannschaft kippte.

Spieler in grünem Trikot führt den Ball

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Nach 20 Minuten kam Feldkirchen ins Rollen

Ganz so klar, wie es das Endergebnis vermuten lässt, begann die Partie nach Schmidts Einschätzung nicht. "Die ersten zwanzig Minuten waren eher ein Abtasten mit ein paar Halbschancen auf beide Seiten", sagte der Feldkirchen-Trainer. Dazu kam, dass der Kunstrasen für seine Mannschaft zunächst ungewohnt war und auch der Gegner mit hohem Pressing sofort Druck machte. Schmidt hatte sich auf eine andere Angriffsanordnung eingestellt, sah dann aber eine Heimelf, die deutlich offensiver anlief und den Spielaufbau immer wieder störte. Umso zufriedener war er damit, dass seine Mannschaft ruhig blieb und sich immer besser aus diesen Situationen löste. Ab der 31. Minute schlug sich das auch im Ergebnis nieder: Killian Lackinger brachte Feldkirchen mit 1:0 in Führung, nur fünf Minuten später legte Moritz Rechberger das 2:0 nach. "Das 2:0 war der Dosenöffner für diese Partie", sagte Schmidt, und genau so sah der Spielverlauf danach auch aus.


Standards und Rot sorgen vor der Pause für klare Verhältnisse

Schmidt machte nach dem Spiel keinen Hehl daraus, dass Feldkirchen auf dem Kunstrasen auch einen klaren Schwerpunkt gesetzt hatte. "Unsere Tore entstanden aus Standards, die wir auch immer wieder geübt haben, also nach einem Freistoß und einem Eckball", erklärte er. Dazu kam aus seiner Sicht noch ein sauber herausgespielter Treffer,  der nach einem Konter fiel. Kurz vor der Pause wurde die Lage für die Gastgeber zusätzlich schwieriger, weil sie nach einer Roten Karte in Unterzahl weiterspielen mussten. "Die rote Karte war aus meiner Sicht absolut richtig", sagte Schmidt, ohne dabei lange zu diskutieren. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte stellte Lackinger mit seinem zweiten Treffer auf 3:0, und genau dieses Tor passte zur Einschätzung des Trainers, dass seine Mannschaft nach dem ersten Durchbruch immer mehr am Drücker war. Zur Pause war die Begegnung damit schon sehr deutlich in Feldkirchens Richtung gekippt.

Auch nach Seitenwechsel blieb Feldkirchen ruhig

Dass es nach dem Wechsel nicht mehr ganz mit derselben Wucht weiterging, sprach Schmidt offen an. "In der zweiten Halbzeit haben wir dann einen Gang zurückgeschaltet", meinte er, schob aber sofort nach, dass seine Mannschaft die Partie trotzdem weiter kontrollierte. Er lobte den Gegner sogar dafür, dass dieser trotz Unterzahl noch einmal alles nach vorne warf und weiter anlief. Feldkirchen ließ sich davon aber weder spielerisch noch verbal aus der Ruhe bringen. "Meine Mannschaft hat sehr erwachsen gespielt. Die waren abgeklärt und sie hatten Geduld", sagte Schmidt. Besonders wichtig war ihm dabei nicht nur das Ergebnis, sondern auch die Art und Weise. "Das Wichtigste war, dass wir die Null gehalten haben und uns nicht provozieren haben lassen." Dass seine Mannschaft in einem hitzigen Spiel diszipliniert blieb, hob er ausdrücklich hervor. Das 4:0 durch Tobias Weinzierl in der 67. Minute war dann der letzte Treffer eines Abends, an dem Schmidt sogar noch mehr Möglichkeiten gesehen hatte: "Trotzdem hätten wir das Spiel auch 7:0 gewinnen können."

Leitner und Lackinger stechen heraus, Blick geht gleich weiter

Bei aller Zufriedenheit mit dem klaren Auswärtssieg hob Schmidt auch einzelne Spieler hervor. "Timo Leitner war im Tor sehr stark. Killian Lackinger hat ebenfalls eine starke Partie gemacht. Beide waren für mich die Spieler des Spiels", sagte der neue Trainer. Dazu gefiel ihm die Arbeit seiner Innenverteidigung, die aus seiner Sicht solide spielte und die Grundlage für das 4:0 legte. Der Sieg bringt die Union Feldkirchen nach sieben Spielen auf 16 Punkte und damit an die Spitze der Tabelle, doch Schmidt wollte den Blick nach vorne gleich bewusst scharf halten. "Wir sind jetzt da. Wir sind in Schlagdistanz. Wir denken von Spiel zu Spiel. Wir wollen da oben bleiben", sagte er. Und er setzte zum Abschluss noch eine Kampfansage hinterher: "Der nächste Gegner kann sich warm anziehen."

2. Klasse Nord-West: Schenkenf./Leonf. 1c : Feldkirchen/D. - 0:4 (0:3)

  • 67
    Tobias Weinzierl 0:4
  • 48
    Killian Lackinger 0:3
  • 36
    Moritz Rechberger 0:2
  • 31
    Killian Lackinger 0:1