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„Nach dem 3:0 hatten wir Ruhe und Sicherheit“ – Reichenau belohnt den Blitzstart mit einem 5:3

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SU Herzogsdorf/N.
Union Reichenau

In der 2. Klasse Nord-West hat Union Reichenau-Ottenschlag-Haibach bei SU Herzogsdorf-Neußerling ein torreiches 5:3 gefeiert. Aus Sicht der Gäste lag der Grund vor allem im furiosen Beginn: Nach dem schnellen 3:0 habe seine Mannschaft, sagte Trainer Christoph Froschauer, „Ruhe und Sicherheit“ bekommen. Trotzdem blieb es gegen technisch starke Gastgeber bis in die Schlussphase hinein eine Partie, die erst spät endgültig zugemacht wurde.

Orange-Schwarzer Ball auf Rasen

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Drei frühe Treffer bringen Reichenau sofort auf Kurs

Reichenau war von Beginn an da und setzte die Einschätzung des Trainers auch direkt auf der Anzeigetafel um. Froschauer sprach davon, dass seine Mannschaft „von Beginn an tonangebend“ gewesen sei und „überfallsartig gestartet“ habe. Genau so entwickelte sich auch die Anfangsphase. Severin Schaubschläger brachte die Gäste in der 6. Minute in Führung, Lukas Rechberger legte in der 11. Minute das 0:2 nach und nur eine Minute später erhöhte Patrik Lavicka bereits auf 0:3. „Nach ein paar Minuten gleich 3:0 geführt, das hat uns Ruhe und Sicherheit gegeben“, sagte Froschauer. Herzogsdorf musste diesen Rückstand erst einmal verdauen, kam aber nicht völlig aus dem Spiel. Julian Durstberger verkürzte in der 34. Minute auf 1:3, ehe Matyas Brabec kurz vor der Pause das 1:4 nachschob. Dass Jan Kozjak Lesicki in der Nachspielzeit der ersten Hälfte noch das 2:4 erzielte, zeigte allerdings auch, dass die Partie trotz der klaren Reichenauer Vorteile noch nicht entschieden war.


Nach der Pause drückt Herzogsdorf stärker an

Nach dem Seitenwechsel veränderte sich das Bild spürbar. Froschauer attestierte den Gastgebern, dass sie „mit Fortdauer des Spiels besser in die Partie zurückgefunden“ hätten, und genau diesen Eindruck hinterließ Herzogsdorf in der zweiten Hälfte. Der Reichenauer Coach hob hervor, dass der Gegner technisch stark sei, Räume gut zustelle und mit einem schnellen Umschaltspiel über die Außen komme. Dazu kam aus seiner Sicht eine Szene, die den eigenen Rhythmus kurz brach: „Prägend war sicher die vermeintliche Kopfverletzung und der daraus entstandene Wechsel von unserem Innenverteidiger.“ Gleichzeitig stellte er klar, dass der Ersatz „mindestens genauso gut gespielt hat“. Ganz ruhig wurde die Partie trotzdem nicht mehr. Als Julian Wimmer in der 75. Minute auf 3:4 stellte, war Reichenau in der Schlussphase noch einmal gefordert. Erst in der 89. Minute sorgte David Hofer mit dem 3:5 dafür, dass der Auswärtssieg endgültig abgesichert war.

Was aus Reichenauer Sicht den Ausschlag gab

Dass Reichenau die heikle Phase nach der Pause überstand, erklärte Froschauer nicht mit Einzelaktionen, sondern mit der Arbeit seiner ganzen Mannschaft. „Der Kampf gegen den Ball, Räume zustellen, den Ball in den eigenen Reihen halten, gefährliche Ideen entwickeln und einfach der unbändige Wille für den Sieg“ – so fasste er die Stärken seiner Elf zusammen. Der Trainer hob also nicht nur die frühe Effizienz hervor, sondern auch die Bereitschaft, gegen einen immer stärker werdenden Gegner sauber mitzuarbeiten. Gerade weil Herzogsdorf nach dem Schock am Anfang zurückfand und Reichenau phasenweise das Leben schwer machte, bekam dieser Punkt besonderes Gewicht. Reichenau blieb nicht über die volle Distanz klar überlegen, fand aber immer wieder genug Zugriff, um die Partie nicht kippen zu lassen und im entscheidenden Moment das fünfte Tor nachzulegen.

Viel Lob für den Gegner, noch mehr Stolz auf die eigene Mannschaft

Am Ende blieb deshalb vor allem Stolz im Reichenauer Lager. Froschauer erinnerte noch einmal daran, wie wertvoll der Blitzstart gewesen sei. „Die ersten drei Tore waren mit Sicherheit entscheidend. Einer schlechteren Mannschaft als Herzogsdorf bricht das normalerweise das Genick. Sie sind aber super zurückgekommen“, sagte der Coach und verband das Lob für den Gegner sofort mit einer klaren Würdigung der eigenen Mannschaft. „Wir als Trainerteam sind unglaublich stolz auf die Mannschaft.“ Nach dem 5:3 hält Reichenau nach sieben Runden nun bei zehn Punkten. Noch wichtiger war für Froschauer aber der Eindruck, den seine Mannschaft derzeit hinterlässt: „Die Jungs geben einfach nicht auf. Sie laufen einer für den anderen. Das ist ein Wahnsinn, was da gerade entsteht unter der Reichenau-DNA.“

2. Klasse Nord-West: Herzogsdorf/N. : Reichenau - 3:5 (2:4)

  • 89
    David Hofer 3:5
  • 75
    Julian Wimmer 3:4
  • 48
    Jan Kozjak Lesicki 2:4
  • 42
    Matyas Brabec 1:4
  • 34
    Julian Durstberger 1:3
  • 12
    Patrik Lavi?ka 0:3
  • 11
    Lukas Rechberger 0:2
  • 6
    Severin Schaubschläger 0:1