In der 2. Klasse Nord-West hat die Union Feldkirchen/Donau am Freitagabend gegen die SPG Hofkirchen/Putzleinsdorf 1b mit 5:0 gewonnen und dabei von Beginn an den Ton angegeben. Neo-Trainer Stefan Schmidt sprach nach dem Spiel von einer Partie, die seine Mannschaft „über 90 Minuten kontrolliert“ habe. Vor allem das frühe 1:0, die saubere Spielanlage und das Zu-Null waren für ihn die entscheidenden Punkte.

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Schon in seiner ersten Einordnung machte Schmidt klar, wie er den Abend gesehen hat. „Wir hatten das Spiel von der ersten Minute an im Griff. Wir waren ab der ersten Sekunde wach“, sagte der neue Trainer. Genau dieses Gefühl zog sich aus seiner Sicht durch die komplette erste Hälfte. Der Absteiger kam zwar mit Selbstvertrauen in die Partie, investierte laut Schmidt vor allem in den ersten 20 Minuten viel ins Anpressen, doch die Gastgeber fanden dennoch ihre Lösungen. Nach zwölf Minuten brachte Killian Lackinger Feldkirchen mit 1:0 in Führung. Für Schmidt war das der Schlüsselmoment des Abends: „Das erste Tor war ein reiner Willensakt und der Garant dafür, dass wir dieses Spiel gewinnen. Dem Gegner spielte das Gegentor natürlich nicht in die Karten.“ Noch vor der Pause legte Tobias Weinzierl in der 37. Minute das 2:0 nach. Mit diesem klaren Zwischenstand ging es auch in die Kabinen.
Nach der Pause änderte sich am Spielbild aus Sicht des Trainers nichts mehr. Schmidt sagte über den Gegner: „In der zweiten Halbzeit war er eigentlich harmlos.“ Feldkirchen blieb ruhig, ließ den Ball laufen und sorgte damit dafür, dass Hofkirchen/Putzleinsdorf nie mehr in die Nähe einer spannenden Schlussphase kam. In der 67. Minute erhöhte Tobias Weinzierl auf 3:0, nur fünf Minuten später traf Besnik Iseni zum 4:0, ehe Weinzierl in der 79. Minute mit seinem dritten Treffer den 5:0-Endstand fixierte. Schmidt fasste diese Phase so zusammen: „Wir haben den Gegner mit dem Ball verschoben. Wir haben ihn bespielt. Er konnte sich nie wieder in die Situation bringen, dass das Spiel noch einmal spannend wird.“ Gerade diese Klarheit über weite Strecken war für ihn ein wesentlicher Grund dafür, warum der Sieg am Ende so deutlich ausfiel.
Dass Feldkirchen nicht nur gewann, sondern auch in dieser Höhe gewann, erklärte Schmidt vor allem mit dem Auftreten seiner eigenen Mannschaft. „Die Ballzirkulation war sehr gut, das Miteinander, das Verschieben und die Abstände zwischen den Zonen haben gepasst. Auch die Passqualität war sehr stark“, sagte er. Dazu kam aus seiner Sicht diesmal die nötige Konsequenz vor dem Tor. Feldkirchen hatte laut seinem Trainer viele Möglichkeiten und nutzte diese deutlich besser als in manch anderer Partie. „Wir hatten sehr viele Torchancen und haben dieses Mal auch sehr viele Tore erzielt“, meinte Schmidt. Mindestens genauso wichtig war ihm aber der Auftritt gegen den Ball. „Ganz, ganz wichtig war auch, zu null zu spielen. Ein Zu-null ist der Garant dafür, dass man am Ende dominant wirkt.“ Dass der Abend insgesamt ruhig verlief, passte für ihn ins Bild. Schmidt sprach von einer fairen Partie, lobte den Schiedsrichter für eine „sehr gute Leistung“ und erwähnte nur, dass es in der Schlussphase noch eine mögliche Strafraumszene gegeben habe. Weil da allerdings schon alles entschieden war, maß er dem keine größere Bedeutung mehr bei.
Der Trainer bewertete den klaren Heimerfolg auch als Zeichen dafür, wie sich seine Mannschaft in den vergangenen Wochen entwickelt hat. „Meine Mannschaft spielt mittlerweile sehr erwachsen und sehr abgeklärt“, sagte Schmidt. Genau das gefiel ihm an diesem Abend fast noch besser als das Ergebnis selbst. Die Union Feldkirchen sei über die vollen 90 Minuten wach gewesen, habe gut kombiniert und auch im One-Touch-Fußball überzeugt. Dazu kommt für den Coach, dass der Kader derzeit vollständig zur Verfügung steht. „Wir denken von Spiel zu Spiel. Das ist gut, weil wir nie Druck haben. Wichtig ist im Moment auch, dass wir keine Verletzten haben und mit voller Batterie ausgestattet sind“, erklärte er. Mit 19 Punkten aus acht Spielen steht Feldkirchen damit an der Spitze der Tabelle, und Schmidt formulierte es nach dem Abpfiff sehr selbstbewusst: „Wir sind jetzt da, wo wir auch hinwollen und hingehören.“ Zum Abschluss richtete er seine Worte noch direkt an seine Mannschaft und an das Umfeld: „Aktuell nehmen wir alles Positive mit. Danke, Mannschaft. Danke, Feldkirchen.“