Spielberichte

Die Tore die wir vorne nicht schießen, machen wir uns hinten selbst – Union Reichenau verliert Derby in Schenkenfelden

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Schenkenfelden/Leonfelden 1c
Union Reichenau

Im Spiel der 2. Klasse Nord-West hat die SPG Intersport Pötscher Schenkenfelden/Bad Leonfelden 1c das Derby gegen die Union Reichenau-Ottenschlag-Haibach mit 3:2 gewonnen. Für Reichenau war es im Derby eine Niederlage, die Trainer Christoph Froschauer vor allem an der eigenen Leistung festmachte. "Die Tore machen wir uns selber", sagte er nach Schlusspfiff – und genau darin sah er den Grund, warum die Gäste am Ende ohne Punkte dastanden.

Eine Reihe Bälle entlang der Seitenlinie

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Zweimal zurückgekommen, am Ende doch leer ausgegangen

Die Partie nahm früh Fahrt auf, denn schon in der 6. Minute brachte Adrian Tafallari die Gastgeber mit 1:0 nach vorne. Reichenau brauchte aber keine lange Anlaufzeit, um wieder in das Spiel hineinzufinden. In der 17. Minute gelang Severin Schaubschläger der Ausgleich zum 1:1, womit die Gäste den frühen Rückschlag zunächst gut beantworteten. Noch vor der Pause legte Schenkenfelden aber erneut vor. Philipp Pupeter stellte in der 38. Minute auf 2:1, mit diesem Spielstand ging es auch in die Kabinen. Nach dem Seitenwechsel kam Reichenau ein zweites Mal zurück. Lukas Rechberger traf in der 61. Minute zum 2:2, damit war wieder alles offen. Dass am Ende trotzdem nichts mitgenommen wurde, lag an der 84. Minute, als Tafallari mit seinem zweiten Treffer den 3:2-Endstand fixierte und das Derby schließlich auf die Seite der Heimischen zog.


Coach Froschauer sieht eigene Fehler im Mittelpunkt

Christoph Froschauer rang nach dem Schlusspfiff sichtbar um Fassung, legte seine Analyse aber sehr klar an. "Ich bin noch etwas fassungslos nach dem Ergebnis", sagte der Reichenau-Trainer und schob die Hauptursache unmittelbar nach. "Die drei Tore für Schenkenfelden haben wir uns selber gemacht." Besonders das erste Gegentor blieb ihm dabei hängen. "Das 1:0 war eine schlechte Absprache zwischen Innenverteidiger und Torwart. So haben wir Schenkenfelden eigentlich ins Spiel reingeholt", erklärte er. Für ihn war genau das der Moment, der dem Derby eine Richtung gab, die seiner Mannschaft nicht guttat. Dass Reichenau zweimal zurückkam, nahm er zwar zur Kenntnis, zufrieden machte ihn das aber nicht. Entscheidend war für ihn, dass die Gäste die Fehler hinten nie ganz abstellen konnten und damit immer wieder selbst den Boden für die Gegentreffer bereiteten.

Vor dem Tor zu wenig, im Spiel nach vorne nicht konsequent genug

Neben den Gegentoren aus Reichenauer Sicht sprach Froschauer auch das zweite große Thema des Sonntagnachmittags an: die Chancenverwertung. "Tore schießen. Eindeutig Tore schießen", antwortete er auf die Frage, was seiner Mannschaft gefehlt habe. Aus seiner Sicht waren die Möglichkeiten da, um dieses Spiel anders ausgehen zu lassen. "Die Chancen hätten wir gehabt", sagte er und verwies darauf, dass seine Elf sich immer wieder in gute Räume gespielt habe. "Die Chancen rausspielen, die Chancen kreieren, Ballstafetten – das hat phasenweise schon geklappt." Gleichzeitig beschrieb er aber auch, warum die Union Reichenau aus diesen Ansätzen zu wenig machte. Die SPG Schenkenfelden/Bad Leonfelden 1c stand laut seiner Einschätzung tief und eng, dazu sprach Froschauer von einem nassen Kunstrasen, auf dem die Gastgeber Vorteile gehabt hätten. "Da wird es ab 20 Meter vor dem Tor schwer", meinte er. "Schiedsrichter Tihak hat hüben wie drüben sein Eigenes dazu beigetragen mit teilweise äußerst fragwürdigen Entscheidungen für bzw. gegen beide Mannschaften".Im Kern blieb seine Analyse aber bei der eigenen Mannschaft: Reichenau kam zwar zweimal zurück, belohnte sich vorne nicht ausreichend und half beim 3:2 aus seiner Sicht entscheidend mit. Solche Spiele dürfe man gegen solche Gegner dennoch nie und nimmer verlieren. "Das ist fast fahrlässig", gab Froschauer enttäuscht zu Protokoll. Für die Gäste steht damit nach elf Runden weiter ein Konto von zehn Punkten zu Buche, und Froschauer machte keinen Hehl daraus, dass dieses Derby intern gründlich aufgearbeitet werden wird. "Natürlich spielt und kämpft man um drei Punkte zu gewinnen, erklärtes Ziel ist aber einen sauberen und attraktiven Fußball zu spielen. Dann kommen die gewünschten Ergebnisse von selbst", gab sich Froschauer kämpferisch für die anstehenden letzten beiden Spiele.

2. Klasse Nord-West: Schenkenf./Leonf. 1c : Reichenau - 3:2 (2:1)

  • 84
    Adrian Tafallari 3:2
  • 61
    Lukas Rechberger 2:2
  • 38
    Philipp Pupeter 2:1
  • 17
    Severin Schaubschläger 1:1
  • 6
    Adrian Tafallari 1:0