Für Günter Schmied, Trainer der SV Grün-Weiß Micheldorf Juniors, passt die Punkteteilung beim ATSV Ammer Tank Sattledt Juniors zur Geschichte eines Abends mit zwei unterschiedlichen Halbzeiten. Sein Team trat in der 2. Klasse Ost mutig auf, sah zunächst etwas mehr Ballbesitz bei den Gastgebern und gewann nach der Pause spürbar an Kontrolle. Schmied sprach von einer offenen Partie, in der Chancen auf beiden Seiten ein anderes Ende möglich gemacht hätten, und ordnete das Remis als folgerichtig ein. Gleichzeitig betonte er die Identität seiner sehr jungen Truppe, die über Technik kommt und im körperlichen Bereich noch zulegen muss – und er ärgerte sich über einen aus seiner Sicht strittigen Elfmeterpfiff gegen sein Team, der die Emotionen zusätzlich anheizte.

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Schmied fasst den Verlauf prägnant zusammen: „Unentschieden war gerecht – aufgrund der ersten und der zweiten Halbzeit.“ Sein Blick auf die Spielkontrolle ist klar: „In der ersten Halbzeit war Sattledt ein bisschen mehr im Ballbesitz. In der zweiten Halbzeit waren unsere Juniors ein bisschen mehr im Ballbesitz.“ Auch das Chancenverhältnis beschreibt er als offen – mit Potenzial für mehr Treffer auf beiden Seiten: „Ja, das Spiel hätte auch 3:3 ausgehen können.“ Zur Chronologie passt, dass es mit 0:0 in die Pause ging und die Entscheidung bis kurz vor Schluss offenblieb: Micheldorf ging spät mit 1:0 in Führung (Torschütze: Eduardo Munteanu), ehe die Gastgeber kurz darauf zum 1:1 ausglichen (Torschütze: Mario Djordjevic) – Ausdruck eines Duells, das bis zum Ende auf der Kippe stand.
Auf die Spielart angesprochen stellt Schmied die fußballerische Ausrichtung klar über physische Duelle: „In meiner ganz jungen Mannschaft in Micheldorf steht immer die Technik im Vordergrund. Körperlich können wir mit den robusten Teams leider noch nicht mithalten.“ In den ruhenden Bällen sah er kein entscheidendes Thema dieses Abends: „Nein, es gab keine besonderen Auffälligkeiten.“ Das unterstreicht die These eines vor allem aus dem Spiel heraus geprägten Kräftemessens, in dem beide Seiten Phasen der Kontrolle hatten und die Intensität weniger aus Härte als aus Tempo und Umschaltmomenten entstand.
Zu reden gab eine Szene im Strafraum: „Der Elfmeter von Sattledt war sehr strittig, weil der Schiedsrichter meiner Meinung nach aus seiner Position das Handspiel nicht sehen kann.“ Trotz der Aufregung blieb Micheldorf dem Plan treu: „Wir sind bei unserer ursprünglichen Marschroute geblieben. Wir wollten aber im Mittelfeld schneller den Ball nach vorne in die Tiefe spielen.“ Für das nächste Spiel formuliert Schmied eine klare Erwartung an seine Elf – erneut mit Blick auf das körperliche Element und die Qualität des kommenden Gegners: „Es wird wieder darauf ankommen, dass wir mit unserer jungen Mannschaft körperlich dagegenhalten können, auch weil ich den nächsten Gegner als sehr stark einschätze.“ Diese Linie – technische Lösungen, mutiges Vertikalspiel und mehr Robustheit – soll den Juniors in der 2. Klasse Ost weiter Stabilität geben.