Spielberichte

Mirsad Sulejmanovic: „Standards entscheiden“ – ASV Mayr Bau Bewegung Steyr dreht Sipbachzell 3:2

ASV Bewegung Steyr
Union Sipbachzell

Für Mirsad Sulejmanovic war der 3:2-Sieg seines ASV Mayr Bau Bewegung Steyr gegen Union Breitenfellner Personal Sipbachzell in der 2. Klasse Ost vor allem eine Frage von Haltung – und von Standards. Nach einem turbulenten Spiel sprach der Trainer von vielen vergebenen Chancen, einem Rückstand zur Pause und einer klaren Botschaft in der Kabine. Er zeigte sich zufrieden mit der Reaktion seiner Mannschaft und betonte, dass ruhende Bälle am Ende den Ausschlag gaben.

Spieler mit dem Fuß auf dem Ball

Foto von Hal Gatewood auf Unsplash

Frühe Führung, bitterer Doppelschlag und eine klare Halbzeit-Ansage

Schon früh sah sich Bewegung Steyr auf Kurs. Nach zahlreichen Möglichkeiten, bei denen sein Team aus seiner Sicht „2:0 oder 3:0 führen können“ hätte, brachte Mato Bagaric die Gastgeber in der 17. Minute mit 1:0 in Front. Kurz vor dem Pausenpfiff kippte die Partie jedoch: Zunächst stellte Narcis Petrean in Minute 43 auf 1:1, nur eine Minute später brachte Zoran Torovic Sipbachzell mit 1:2 in Führung – mit diesem Spielstand ging es in die Kabine. Sulejmanovic schilderte, dass in dieser Phase „die Einstellung nicht mehr da“ gewesen sei. Entsprechend deutlich sein Appell in der Pause: Das Spiel dauere 90 Minuten, „und da kann man noch alles rausholen“. Der Glaube an die eigene Stärke sollte sich im weiteren Verlauf auszahlen.

Standards als Gamechanger: Ecke zum Ausgleich, Freistoß zum späten 3:2

„Ich sage meinen Jungs immer: Standards können Spiele entscheiden.“ Genau dieses Credo prägte die Wende nach dem Seitenwechsel. Nach intensiver Phase und anhaltendem Druck fand Steyr den Weg zurück – und zwar so, wie es der Coach angekündigt hatte: Den 2:2-Ausgleich besorgte Mirsad Fazlic in der 75. Minute nach einem Eckball. „Das hat uns wieder ins Spiel gebracht – anschließend haben wir die letzten 20 Minuten nur gedrückt und wollten unbedingt den Sieg“, erklärte Sulejmanovic. In der Schlussphase belohnte sich sein Team ein zweites Mal nach einer ruhenden Situation: Aus einem Freistoß entstand der entscheidende Treffer, den Robert Serdar in der 92. Minute zum 3:2 über die Linie drückte, nachdem der Torhüter zunächst pariert hatte. Einmal per Ecke, einmal nach Freistoß – die Standards entschieden an diesem Tag tatsächlich das Spiel.

Atmosphäre, Intensität und die Lehren des Abends

Abseits der Tore blieb die Kulisse überschaubar. Sulejmanovic ordnete das nüchtern ein: „Heute waren nicht so viele Zuschauer da, aber das interessiert uns nicht – wir konzentrieren uns auf unser Spiel.“ Wichtiger sei die innere Haltung, gerade nach einem Rückstand. Zugleich sprach er offen über Defizite: „Die Fitness fehlt einfach, um über 90 Minuten die Intensität zu halten, die ich mir wünsche.“ Auch heikle Szenen bewertete er pragmatisch: Ein Lauf aus der eigenen Hälfte wurde wegen Abseits zurückgepfiffen – korrekt, wie er betonte. Einzelne Helden wollte der Coach nicht herausstellen. Er hob die Kollektivleistung hervor: „Als Mannschaft haben wir in der zweiten Halbzeit gut gekämpft. Alle haben das Bestmögliche rausgeholt.“ Der Sieg war Teamarbeit – getragen von Glauben, Druckphasen und cleveren Standards.

Für die kommenden Wochen bleibt seine Marschroute klar: Nach Rückständen weiter an sich glauben, taktisch und körperlich zulegen und die Arbeit am Platz in den Mittelpunkt stellen. „Wir müssen viel arbeiten – und jeder soll an sich glauben. Im Fußball ist alles möglich.“

2. Klasse Ost: Bewegung Steyr : Sipbachzell - 3:2 (1:2)

  • 92
    Robert Serdar 3:2
  • 75
    Mirsad Fazlic 2:2
  • 44
    Zoran Torovic 1:2
  • 43
    Narcis Beniamin Petrean 1:1
  • 17
    Mato Bagaric 1:0