Spielberichte

Reinhard Seiler (Trainer SV Reichraming): „Wir haben endlich unsere Chancen genutzt“

Union Wolfern
SV Reichraming

In der 2. Klasse Ost setzte sich der SV Reichraming bei der Sportunion Wolfern klar mit 4:1 durch. Nach einer wilden Anfangsphase mit schnellen Umschaltmomenten der Hausherren übernahmen die Gäste immer mehr das Kommando, trafen vor der Pause doppelt und legten nach dem Seitenwechsel nach. Aus Sicht von Trainer Reinhard Seiler waren Effizienz und ein Joker-Tor zum 0:2 – eingerahmt von einer Roten Karte für Wolfern – der Schlüssel. „Wir haben endlich unsere Chancen genutzt“, sagte Seiler zufrieden nach einem Auswärtssieg, der spielerisch klar und in den entscheidenden Momenten konsequent wirkte.

Mannschaft schwört sich vor dem Spiel ein - im Vordergrund ist das Tor zu sehen

Image by Jörg Struwe from Pixabay

Wolfern startet frech – dann übernimmt Reichraming 

Reichraming kam mit einer Hypothek in die Woche. „Ich bin mit vielen angeschlagenen Spielern in die Woche gegangen und habe bis zuletzt gekämpft, eine volle Startelf zusammenzubekommen“, erklärte Reinhard Seiler. In der Anfangsphase musste seine Elf die schnellen Gegenstöße der Wolferner wegverteidigen, dann gewannen die Gäste spürbar die Kontrolle. In Minute 32 stellte Manuel Schink auf 0:1 – der Dosenöffner in einer trotzdem umkämpften Partie. Kurz vor der Pause war die Partie endgültig gekippt: Aleksandar Cutukovic sah in der 41. Minute Rot, unmittelbar danach erhöhte Jonas Ferdinand Straßer in Minute 42 auf 0:2. „Mein Joker hat mit dem ersten Ballkontakt das 2:0 gemacht. Ein Joker, der gestochen hat – das hat genau gepasst“, so Seiler. Mit der 0:2-Führung im Rücken und viel Selbstvertrauen ging es in die Kabinen.

Umschaltspiel sitzt, Hohlrieder schnürt den Doppelpack

Nach dem Seitenwechsel blieb Reichraming das aktivere Team und setzte genau dort an, wo es vor der Pause aufgehört hatte: schnell, zielstrebig, mit klaren Laufwegen nach Ballgewinn. „Das Umschaltspiel hat heute sehr, sehr gut funktioniert. Wir haben sehr schnell von der Verteidigung umgeschaltet“, lobte Seiler seine Mannschaft. In der 59. Minute traf Michael Hohlrieder zum 0:3, in der 70. legte derselbe Spieler eiskalt zum 0:4 nach – die Vorentscheidung. Defensiv ließ Reichraming wenig zu. „Die wenigen gefährlichen Konter haben wir sicher und abgeklärt mit der Restverteidigung geklärt“, so der Coach. Zwar verkürzte Luca Botas in Minute 87 noch auf 1:4, doch am Gesamtbild änderte das nichts: „Nach dem 2:0 haben wir es trocken nach Hause gespielt“, fasste Seiler zusammen.

Plan aufgegangen: Gegner gescoutet, strittige Szene und Lob für den Schiri

Seiler stellte klar, dass hinter diesem Auswärtserfolg ein klarer Plan steckte. „Ich habe Wolfern eine Woche vorher beobachtet. Darum wusste ich genau, was auf mich zukommt“, sagte der Reichraming-Trainer. Seine Elf nahm das Gesehene an, nutzte die Räume und stach in den richtigen Momenten zu. Diskussionen gab es nach dem 0:1 rund um die Rote Karte: „Er hat sich provozieren lassen und meinen Spieler mit der Hand am Körper attackiert – für den Gegner war das etwas strittig.“ Insgesamt fand Seiler jedoch lobende Worte: „Der Schiedsrichter hat mit den Gelben viel unterbunden und sehr korrekt, sehr gut gepfiffen. Gegen den Unparteiischen kann ich nur Positives sagen.“

Effizienz als Maßstab – Reichraming nimmt Rückenwind mit

Die Mischung aus sauberer Defensivarbeit, schnellem Umschalten und – diesmal – starker Verwertung machte den Unterschied. „Die gute Torchancenausbeute war ausschlaggebend“, betonte Seiler. Bemerkenswert: Trotz Blessuren im Kader behielt Reichraming die Struktur und Effizienz bei. Für Seiler ist klar, woran er anknüpfen will: kompakt stehen, schnell umschalten, Chancen nützen. Gelingt das weiterhin so konsequent, werden die nächsten Aufgaben mit ordentlich Rückenwind angegangen.

2. Klasse Ost: Wolfern : Reichraming - 1:4 (0:2)

  • 87
    Luca Botas 1:4
  • 70
    Michael Hohlrieder 0:4
  • 59
    Michael Hohlrieder 0:3
  • 42
    Jonas Ferdinand Straßer 0:2
  • 32
    Manuel Schink 0:1