Spielberichte

Mario Wittmann (Trainer Maria Neustift): „Sie nutzten in Halbzeit zwei ihre Chancen eiskalt“

Maria Neustift
USV St. Ulrich Juniors

In der 2. Klasse Ost hat Union Maria Neustift gegen USV St. Ulrich Juniors nach zweimaliger Führung mit 2:3 verloren. Zur Pause lag die Heimelf 1:0 vorne, nach dem Wechsel drehten die Juniors das Spiel. Trainer Mario Wittmann sprach von schweren Voraussetzungen und einer eiskalten Gästeeffizienz. „Wir hatten heute fünf verletzte Spieler, einer hat sich kurzfristig krankgemeldet. Dadurch war es für uns schwer“, erklärte der Coach, der seiner Mannschaft den Einsatz nicht absprach, aber einen bitteren Nachmittag einräumen musste.

Ball mit Fußballschuhen

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Zweimal vorne, am Ende mit leeren Händen

Der Auftakt passte aus Sicht der Hausherren: Nach einer kontrollierten ersten halben Stunde brachte Tobias Stubauer Maria Neustift in Minute 29 mit 1:0 in Front, mit diesem Ergebnis ging es auch in die Kabinen. Kaum lief die zweite Hälfte, gelang St. Ulrich durch Jakob Dorn in der 47. Minute der schnelle Ausgleich. Maria Neustift schüttelte sich kurz und zog das Momentum wieder auf seine Seite: Niklas Schweighuber stellte in der 62. Minute auf 2:1. Doch die Gäste antworteten kompromisslos. Zunächst traf Felix Baumgartner in der 70. Minute zum 2:2, sieben Minuten später legte er erneut nach und drehte das Spiel endgültig auf 2:3. „Wir sind zweimal in Führung gegangen und haben das Spiel trotzdem noch aus der Hand gegeben“, brachte es Mario Wittmann auf den Punkt. Seine Mannschaft investierte viel, ließ hinten insgesamt wenig zu, bekam die entscheidenden Momente aber nicht mehr verteidigt.

Wittmann über Ausfälle, Nummer 17 und eine strittige Szene

Nach dem Schlusspfiff suchte der Neustifter Trainer nicht nach Ausreden, ordnete die Niederlage aber klar ein. „Wir hatten heute fünf verletzte Spieler. Einer hat sich kurzfristig krankgemeldet. Dadurch war es für uns schwer“, sagte Wittmann zur personellen Ausgangslage, die Varianten raubte. Ein wiederkehrendes Thema war für ihn zudem ein Gegenspieler, der den Unterschied machte: „Wir hatten die Nummer 17 nicht in den Griff.“ Speziell nach dem Seitenwechsel sah der Coach den Gegner zielstrebiger: „Sie haben in der zweiten Halbzeit ihre Chancen eiskalt genutzt.“ Zur Linie der Unparteiischen fand Wittmann ruhige Worte: „Die Schiedsrichterleistung war insgesamt okay.“ Eine Szene hob er dennoch hervor: „Beim dritten Tor war aus meiner Sicht vorher ein Handspiel, das hätte abgepfiffen werden müssen.“ Am Ende überwogen für ihn sportliche Gründe: „Der Gegner war spielerisch stärker.“

Spitze bleibt eng – Neustift zieht Lehren aus dem Topspiel

Das Duell auf Augenhöhe hatte auch tabellarisch Gewicht: Nach 19 Runden führt Maria Neustift mit 44 Punkten weiterhin das Feld an, die SV Garsten Juniors liegen mit 42 Zählern dazwischen, die USV St. Ulrich Juniors bleibt mit 41 dran. Entsprechend groß war die Enttäuschung nach einem Nachmittag, an dem Kleinigkeiten das Ergebnis drehten. Wittmanns Fazit zeigt die Richtung für die nächsten Wochen: vorne die eigenen Führungen besser absichern, hinten Schlüsselspieler des Gegners früher stellen. „Wir hatten die Nummer 17 nicht in den Griff“, sagte er sinnbildlich für die entscheidenden Duelle am Platz. Gleichzeitig blieb er fair: „Die Schiedsrichterleistung war insgesamt okay“, der Fokus soll auf dem eigenen Weg bleiben. Denn der Trainer weiß: Wer an der Spitze stehen will, muss solche Rückschläge schnell wegstecken und weitermachen.

2. Klasse Ost: Maria Neustift : St. Ulrich Juniors - 2:3 (1:0)

  • 77
    Felix Baumgartner 2:3
  • 70
    Felix Baumgartner 2:2
  • 62
    Niklas Schweighuber 2:1
  • 47
    Jakob Dorn 1:1
  • 29
    Tobias Stubauer 1:0