In der 2. Klasse Ost feiert Union Maria Neustift am 22. Spieltag einen 2:1-Heimsieg gegen Sportunion Wolfern. Tabellenführer Maria Neustift legte früh vor, kassierte spät den Ausgleich und schlug in der Nachspielzeit doch noch zu – doppelt traf Niklas Schweighuber. Trainer Mario Wittmann brachte den Abend auf den Punkt: "Wir hatten sehr viele Torchancen." Sein Team gewann laut ihm, weil "der letzte Wille" nach dem 1:1 noch einmal alles freisetzte.

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Maria Neustift erwischte einen Auftakt nach Maß. Bereits in Minute 6 stellte Niklas Schweighuber auf 1:0 und gab dem Spiel die Richtung vor. Auch danach, so Trainer Mario Wittmann, hatte sein Team "von Anfang an mehr vom Spiel und die deutlich besseren Chancen". Zur Pause stand es 1:0, viel sprach für die Hausherren. Nach dem Seitenwechsel blieb Wolfern im Spiel und kam in der Schlussphase doch zum Ausgleich: In der 82. Minute traf Martin Halász zum 1:1. Der Tabellenführer wackelte kurz, brach aber nicht ein – im Gegenteil. "Alle dachten schon an ein Unentschieden, und Niklas Schweighuber hat den Ball noch reingeschossen. Der Ball wurde abgefälscht und ging durch die Beine des Torwarts", schilderte Wittmann die Siegszene in der 90.+2. So blieb es beim 2:1, weil Maria Neustift bis ganz zum Schluss dranblieb.
Wittmann führte den entscheidenden Ausschlag nicht auf Taktiktricks zurück, sondern auf Haltung: "Der entscheidende Moment nach dem Ausgleich war, dass das Team unbedingt gewinnen wollte." Mehrfach sprach er vom "letzten Willen", der an diesem Abend den Ausschlag für seine Mannschaft gab. Gleichzeitig blieb der Trainer selbstkritisch: "Besonders gut funktioniert hat der letzte Wille. Luft nach oben sehe ich bei den Torchancen." Die Chancenverwertung blieb also ein Thema, obwohl es am Ende reichte. Fair fiel sein Blick auf den Gegner aus: "Wolfern hatte auch Torchancen." Diskussionen gab es aus seiner Sicht nicht, auch die Unparteiischen kamen gut weg: "Keine strittigen Situationen, die Schiedsrichterleistung war okay." Und sein Fazit passte zum Tabellenbild: "Wenn man oben ist, macht man in den entscheidenden Momenten diese Tore. Wenn man hinten ist, bekommt man sie."
Der knappe Sieg gegen Wolfern ließ trotz Überlegenheit genügend Stoff für die interne Nacharbeit. Die Union hatte viel vom Spiel, belohnte sich spät – und bekam vom Trainer dennoch klare Hausaufgaben mit: Die Effizienz vor dem Tor muss rauf. Gleichzeitig fand Wittmann anerkennende Worte für sein Team: "Herzliche Gratulation an die gesamte Mannschaft. Sie hat starken Willen und Moral gezeigt, um das Spiel zu gewinnen." In der Tabelle steht Maria Neustift nach 22 Runden mit 53 Punkten ganz oben, Wolfern rangiert mit 25 Zählern in der unteren Tabellenhälfte. Für den Spitzenreiter gilt jetzt, den Schwung aus der Nachspielzeit mitzunehmen, weiter zielstrebig zu bleiben und die Chancen konsequenter zu nutzen.