In der 2. Klasse Ost hat der SV Reichraming gegen die Union EDER Karosserie Waldneukirchen ein 2:2-Remis abgegeben, obwohl Michael Hohlrieder die Hausherren früh 1:0 und später 2:0 in Führung brachte. Doch der Absteiger kam noch vor der Pause durch Florian Gegenleitner heran und holte nach der Roten Karte gegen Pavel Valik durch Sebastian Pesteleu sogar noch den Ausgleich. Co-Trainer Mario Raml sprach danach von einem „gerechten Unentschieden“.
Mario Raml machte nach dem Spiel keinen Hehl daraus, dass seine Mannschaft nur schwer in die Partie fand. „Es war das erwartet schwere Spiel“, sagte der Co-Trainer, und gerade die Anfangsphase passte aus Sicht der Gäste genau zu dieser Einschätzung. „Den klar besseren Start erwischte Reichraming. Nach einem katastrophalen Fehlpass im Spielaufbau lagen wir gleich 0:1 zurück“, erklärte Raml. Michael Hohlrieder sorgte damit schon in der 1. Minute für die frühe Führung der Heimischen. Waldneukirchen wirkte danach laut Raml „sehr verunsichert“ und kam „eigentlich nur durch Standards immer wieder zu guten Möglichkeiten“. Als Hohlrieder in der 32. Minute auch noch das 2:0 nachlegte, sprach zu diesem Zeitpunkt vieles für Reichraming.
Ganz gekippt war das Spiel damit aber noch nicht, und genau das war aus Sicht der Gäste der entscheidende Punkt dieser ersten Hälfte. „Entscheidend war der Anschlusstreffer für Waldneukirchen noch kurz vor der Pause“, sagte Raml. Florian Gegenleitner verkürzte in der 38. Minute auf 2:1 und gab seiner Mannschaft damit noch vor dem Seitenwechsel wieder spürbar Hoffnung. Statt mit einem klaren Rückstand in die Kabine zu gehen, war Waldneukirchen plötzlich wieder in Schlagdistanz. Raml sprach davon, dass sein Team danach näher heranrückte und „eine extrem starke kämpferische Leistung“ zeigte. So wurde aus einer Partie, die lange nach Reichraming aussah, schon zur Pause wieder ein offenes Spiel.
Nach dem Wechsel wurde die Partie laut Raml „etwas ruppiger“, dazu kam mit der Roten Karte gegen Pavel Valik in der 54. Minute noch eine zusätzliche Erschwernis für die Gäste. Dass Waldneukirchen in Unterzahl dennoch nicht auseinanderfiel, sondern weiter dagegenhielt, war einer der auffälligsten Punkte dieses Nachmittags. In der 74. Minute belohnte sich die Mannschaft dann mit dem 2:2 durch Sebastian Andrei Pesteleu. Raml sprach in diesem Zusammenhang von einem „Traumtor“, das den Ausgleich brachte. Auch danach blieb das Spiel offen. „Beide Mannschaften hatten die Möglichkeiten, noch einen weiteren Treffer zu erzielen“, sagte der Co-Trainer. Einen Sieger gab es am Ende aber nicht mehr, und genau deshalb lautete sein Fazit auch klar: „In Summe geht das Remis in Ordnung.“
Dass die Union Waldneukirchen diesen Zähler überhaupt mitnahm, führte Raml vor allem auf eine Personalie zurück. „Besonders gut funktioniert hat unser Debütant im Tor. Nach anfangs kleinen Unsicherheiten folgten einige super Paraden, mit denen er eigentlich ausschlaggebend war für diesen Punktgewinn“, sagte er. Gleichzeitig sah der Co-Trainer aber auch, warum aus dem Comeback am Ende kein voller Erfolg wurde. „Gefehlt hat die Chancenauswertung“, meinte Raml knapp. Den Gegner beschrieb er als „extrem zweikampfstark und giftig“, also als genau jenen unangenehmen Gegner, den man in dieser Liga erst einmal bearbeiten muss. Auch die diskutierten Strafraumszenen wollte er nicht unnötig aufblasen. „Es waren ein paar Strafraumszenen, die Schiedsrichter Hametner als akzeptabel befand“, sagte Raml und ergänzte abschließend, die Leistung des Unparteiischen sei „ansprechend, also ordentlich“ gewesen. Mit vier Punkten aus den ersten zwei Runden kann der Absteiger den Saisonstart dennoch ordentlich mitnehmen.