In der 2. Klasse Ost hat sich die SPG Weyer/Kleinreifling in einem offenen Derby gegen den UFC Ternberg mit 4:3 durchgesetzt. Nach einem 2:2 zur Pause und einem neuerlichen Rückstand drehte die Heimelf die Partie noch in der Schlussphase. Sportchef Martin Gröbl sprach danach von keinem guten Spiel, aber von einem „typischen X-Spiel mit dem besseren Ende für uns“.
Der Verlauf passte genau zu jener Einordnung, die Martin Gröbl nach dem Schlusspfiff wählte. „Das Spiel war ein offener Schlagabtausch. Es war kein gutes Spiel. Auf dem Rasen war es nicht gut zu spielen“, sagte der sportliche Leiter der SPG. Gerade deshalb bekam die Partie früh einen etwas wilden Charakter, ohne dass sich eine Mannschaft klar absetzen konnte. Ternberg kam laut Gröbl zunächst besser hinein, doch Weyer/Kleinreifling schlug in dieser Phase trotzdem zu. Nach einer Anfangsdruckphase der Gäste fiel das 1:0, als Fadel Rahimi in der 11. Minute traf. Lange hielt dieser Vorteil aber nicht. Matthias Aigner glich für Ternberg in der 17. Minute zum 1:1 aus und brachte sein Team in der 34. Minute mit seinem zweiten Treffer sogar mit 2:1 nach vorne. Noch vor der Pause schlug die SPG aber zurück. Das 2:2 durch Milan Debreczeni fiel in der 45. Minute nach einem Eckball und einem Gestocher im Strafraum, wie Gröbl schilderte. Damit ging es mit einem Remis in die Kabinen, was dem gesamten Spielverlauf bis dahin durchaus entsprach.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb es eine Partie, in der sich keiner entscheidend lösen konnte. Ternberg legte in der 63. Minute erneut vor, wieder war Matthias Aigner zur Stelle und machte mit seinem dritten Treffer das 2:3. Für die Gastgeber war das ein Rückschlag, endgültig aus der Bahn war die SPG damit aber nicht. Gröbl verwies danach auf jene Szenen, die für ihn den Unterschied ausmachten: „Der wichtigste Moment waren die Offensivszenen von uns, die gut ausgenutzt wurden und die den Sieg beisteuerten.“ Genau so entwickelte sich die Schlussphase. In der 72. Minute gelang Weyer/Kleinreifling der neuerliche Ausgleich, als ein Angriff über die rechte Seite lief. Markus Lumplecker brachte den Ball zu Milan Debreczeni, der zum 3:3 traf und damit seinen Doppelpack schnürte. Nur drei Minuten später war das Spiel dann endgültig gedreht. Kapitän Stefan Riegler spielte einen Lochpass auf Milan Nagy, der zum 4:3 einschob. Innerhalb weniger Minuten hatte die Heimelf aus einem Rückstand wieder eine Führung gemacht und sich damit in einem völlig offenen Derby die bessere Ausgangslage für die Schlussphase verschafft.
Dass die SPG Weyer/Kleinreifling diese enge Partie am Ende auf ihre Seite zog, führte Gröbl vor allem auf die mannschaftliche Geschlossenheit zurück. „Wie schon letzte Woche war der Teamgeist, das Zusammenhalten, sehr wichtig. Es war kein schönes Spiel, aber mit dem Teamgeist haben wir das Spiel eigentlich gewonnen“, sagte er. Diese Aussage passt zu einer Begegnung, in der spielerische Feinheiten laut dem Heimvertreter nicht im Mittelpunkt standen, sondern Einsatz, gegenseitige Unterstützung und das konsequente Nützen der Möglichkeiten. Gröbl bewertete auch den Gegner sehr respektvoll und blieb bei seiner Linie: „Das war ein ausgeglichenes Spiel, also ein typisches X-Spiel mit dem besseren Ende für uns.“ Ganz entspannt war es trotz des Sieges bis zuletzt nicht. „Wenn es vielleicht noch fünf Minuten länger gegangen wäre, hätten wir vielleicht noch das 4:4 bekommen, aber wir waren sehr froh mit dem Abpfiff und mit den drei Punkten“, meinte er. Dazu passte, dass er auch den Unparteiischen lobte und von einem fairen Derby ohne besondere Aufreger sprach.