In der 2. Klasse Ost hat die Sportunion Wolfern am Samstagnachmittag gegen die DSG Union Großraming einen 3:1-Heimsieg eingefahren, musste dafür aber länger arbeiten, als es der Start vermuten ließ. Trainer Michael Schranz sah eine starke Anfangsphase mit frühem Führungstor, danach aber eine Partie, die nicht früh entschieden wurde. Erst nach dem 1:1 übernahm Wolfern wieder das Kommando und machte den Sieg mit einem Doppelschlag fix.

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Michael Schaufler stellte die Weichen früh in Richtung Heimsieg. In der 10. Minute traf er für Wolfern zum 1:0, laut Schranz mit einem Distanzschuss, bei dem der Tormann „nicht gut aussah“. Das passte zu einer Anfangsphase, mit der der Trainer sehr einverstanden war. „Wir sind sehr gut in die Partie gestartet, haben auch schnell das 1:0 erzielt, haben es dann aber nicht geschafft, die Partie früh zu entscheiden“, sagte Schranz nach dem Schlusspfiff. Genau das blieb aus seiner Sicht der entscheidende Punkt in der ersten Hälfte. Wolfern hatte das Spiel zunächst im Griff, ließ Großraming am Anfang gar nicht richtig in die Partie kommen und überzeugte vor allem mit dem Tempo in den ersten Minuten. „Besonders gut war das Tempo zu Beginn des Spiels in den ersten fünfzehn Minuten“, hielt der Trainer fest. Zur Pause stand es trotzdem nur 1:0, und damit blieb die Begegnung offen.
Dass ein Spiel mit so einem Verlauf kippen kann, bekam Wolfern nach der Pause zu spüren. In der 55. Minute glich Samuel Kopf für Großraming zum 1:1 aus. Schranz sah darin auch eine Folge davon, dass seine Mannschaft den Gegner nicht dauerhaft fernhalten konnte. „Am Anfang haben wir den Gegner gar nicht ins Spiel kommen lassen, aber man hat dann schon gesehen: Wenn man den Gegner spielen lässt, haben sie schon ihre Qualität“, sagte er. Entscheidend war für ihn deshalb die Reaktion auf dieses 1:1. „Danach übernahmen wir wieder das Kommando und machten mit einem Doppelschlag das Spiel dann klar“, sagte Schranz. In der 73. Minute fiel das 2:1 durch Deniz Demir. Der Trainer schilderte die Entstehung so: „Beim 2:1 hat Philip Mörtlitz gut nachgesetzt, und Deniz Demir hat mit seinem ersten Ballkontakt nach der Einwechslung den Ball über die Linie gedrückt.“ Nur zwei Minuten später legte Halil Cetin das 3:1 nach. Aus einem Spiel, das nach dem Ausgleich wieder völlig offen war, machte Wolfern damit in kurzer Zeit doch noch eine klare Sache.
Gerade diese Phase nach dem 1:1 gefiel Schranz besonders gut, weil seine Mannschaft nicht den Faden verlor, sondern wieder anzog. „Besonders gut war die Steigerung und die Einsatzbereitschaft nach dem 1:1“, sagte der Trainer. Dazu kam aus seiner Sicht ein Punkt, der in so einer Partie oft den Unterschied macht: die Wirkung der Einwechslungen. „Ich war in diesem Spiel sehr zufrieden mit den Wechselspielern, die alle sofort bei 100 Prozent waren“, betonte Schranz. Das passte auch direkt zum 2:1, bei dem Demir nach seiner Einwechslung sofort zur Stelle war. Für die Union Wolfern ist dieser 3:1-Erfolg damit mehr als nur ein weiterer Heimsieg. Die Mannschaft zeigte, dass sie nach einem Rückschlag wieder die Kontrolle übernehmen kann. Nach drei Runden halten die "Wölfe" nun bei sieben Punkten und liegen damit in der Tabelle auf Rang zwei.