In der 2. Klasse Ost hat der SV Losenstein das Heimspiel gegen den SV Reichraming mit 1:2 verloren. Für Trainer Werner Müller waren es nach dem Schlusspfiff „drei verlorene Punkte“, weil sich seine Mannschaft nach zwei frühen Gegentreffern zwar noch einmal heranarbeitete, sich für den Aufwand aber nicht belohnte. Vor allem die Anfangsphase und die fehlende Effizienz vor dem Tor gaben für ihn den Ausschlag.

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Für Müller lag der Knackpunkt klar in der Anfangsphase. „In den ersten 20 Minuten haben wir durch Unachtsamkeiten zwei Tore bekommen“, sagte der Losenstein-Coach und spielte damit auf die frühe Phase an, in der Reichraming den Grundstein für den Auswärtssieg legte. Michael Hohlrieder traf in der 7. Minute zum 0:1 und erhöhte in der 23. Minute auf 0:2. Losenstein war damit früh unter Druck, fand aber noch vor der Pause eine Antwort. Simon Schausberger verkürzte in der 33. Minute auf 1:2, mit diesem Spielstand ging es auch in die Halbzeit. Weil nach dem Seitenwechsel kein weiteres Tor mehr fiel, blieb die Partie lange eng, doch den frühen Rückstand konnten die Gastgeber nicht mehr ganz aufholen.
Besonders das erste Gegentor blieb Müller nach dem Spiel hängen. „Das 0:1 war ein einfacher Stellungsfehler, der eiskalt ausgenutzt worden ist“, sagte er und brachte damit auf den Punkt, was ihn an diesem Abend so ärgerte. Nach dem 0:2 habe Losenstein die Partie aus seiner Sicht besser in den Griff bekommen und sich auch Möglichkeiten erarbeitet. „Nach 25 Minuten haben wir das Spiel bestimmt, aber die Torchancen nicht verwertet“, so Müller. Genau darin sah er den entscheidenden Unterschied. „Was uns gefehlt hat, war ein freier Kopf und die Effizienz vor dem Tor.“ Die Niederlage erklärte er deshalb weniger mit einem klar unterlegenen Auftritt als mit den Fehlern zu Beginn und dem zu geringen Ertrag aus den eigenen Chancen.
Trotz der nächsten Niederlage wollte Müller seiner Mannschaft den Einsatz nicht absprechen. „Die Einstellung der Mannschaft, wie sie zu Werke geht, das Wollen, das war da“, hielt er fest. Gerade deshalb schmerzt dieses 1:2 aus seiner Sicht doppelt, weil Losenstein viel Arbeit investiert und sich am Ende dennoch nicht belohnt. „Leider belohnen wir unsere Arbeit nicht“, sagte der Trainer. Noch deutlicher wurde er beim Blick auf das große Thema dieser ersten Wochen. „Schön langsam verzweifeln wir an unserer Performance vor dem Tor. Wir arbeiten viele Chancen heraus, aber wir haben keinen Knipser, und das ist schon ein wenig erzürnend.“ Das war eine klare Aussage, die gut erklärt, warum die Enttäuschung nach dem Schlusspfiff entsprechend groß war.
Den Gegner beschrieb Müller als „körperlich robuste Mannschaft“, die „einfachen Fußball“ gespielt habe. Viel mehr brauchte der SV Reichraming am Samstagabend aus seiner Sicht auch nicht, weil die Gäste ihre Möglichkeiten konsequent nützten und damit genug für die drei Punkte taten. Auch am Unparteiischen wollte der Coach nichts festmachen. „Die Leistung von Schiedsrichter Mühleder war top“, sagte er ausdrücklich. Für den SV Losenstein bleibt nach der dritten Runde damit weiter ein Fehlstart ohne Zähler stehen, während Reichraming nun bei fünf Punkten hält. Der Auftrag für die kommenden Wochen ist aus Müllers Aussagen jedenfalls klar herauszuhören: weniger Eigenfehler, mehr Ruhe im Abschluss und endlich mehr aus dem Aufwand machen, den seine Mannschaft betreibt.