In der 2. Klasse Ost hat die Sportunion Wolfern das Derby und Spitzenspiel gegen die Union PROCON Dietach Juniors mit 1:0 für sich entschieden. Trainer Michael Schranz sah keinen glanzvollen, aber einen umso härter erarbeiteten Heimsieg. Vor allem in der Defensive überzeugten die Gastgeber, während vorne eine Einzelaktion von Jan Glück den Unterschied machte. Dass Wolfern spielerisch unter den eigenen Möglichkeiten blieb, sprach Schranz nach dem Schlusspfiff offen an.

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Dass in Wolfern nicht irgendein Spiel auf dem Programm stand, war nach dem Schlusspfiff auch in der Analyse von Michael Schranz klar herauszuhören. „Wir waren heute von Beginn an sehr nervös, weil es doch ein Derby und das Spitzenspiel Erster gegen Zweiter war“, sagte der Trainer. Diese Nervosität spiegelte sich laut Schranz vor allem in der Anfangsphase wieder, in der Dietach besser hineinfand und den Ton angab. „Dietach ist sehr stark in die Partie gestartet. Wir haben lange gebraucht, um dagegenzuhalten“, so der Wolfern-Coach. Zur Pause stand es noch 0:0, entschieden war zu diesem Zeitpunkt aber noch nichts.
Auch in der zweiten Halbzeit blieb Dietach laut Schranz unangenehm und mutig. „Dietach war sehr aggressiv und hat noch immer nach vorne gespielt“, sagte er. Wolfern nahm in der Halbzeit noch kleinere Anpassungen vor und kam dann kurz nach Wiederbeginn zum entscheidenden Treffer. In der 49. Minute war es Jan Glück, der das 1:0 erzielte und damit die Partie auf die Seite der Gastgeber zog. Für Schranz war genau diese Szene der Knackpunkt des Nachmittags. „Sicher die Einzelaktion zum 1:0. Jan Glück hat zurzeit einen unglaublichen Lauf und macht aus sehr wenig ein Tor“, sagte der Trainer. Dass dieser Vorsprung am Ende reichte, lag aus seiner Sicht aber nicht nur am Torschützen. Vielmehr hob er die gemeinsame Arbeit gegen den Ball hervor. „Ausschlaggebend war heute sicher unser Defensivverhalten vom Tormann bis zur Viererkette und auch das Mittelfeld, das defensiv sehr gut gearbeitet hat“, betonte Schranz. Dietach blieb zwar gefährlich, doch Wolfern brachte den knappen Vorsprung mit viel Einsatz über die Zeit.
Gerade weil Wolfern das Topspiel gewann, ohne fußballerisch an die stärksten Auftritte der bisherigen Saison anzuschließen, fiel die Einordnung des Trainers bemerkenswert ehrlich aus. „Spielerisch war das heute sicher unsere schlechtere Partie, aber das war sicher auch der Nervosität geschuldet“, sagte Schranz. Er sprach damit genau jenen Punkt an, der dieses 1:0 aus Wolferner Sicht besonders macht: Die Mannschaft fand diesmal nicht über Leichtigkeit oder Spielfluss in die Partie, sondern über Disziplin, Kompaktheit und konsequente Defensivarbeit. Entsprechend groß war auch der Respekt vor dem Gegner. Schranz nannte Dietach „eine junge Mannschaft, die sehr hungrig ist“ und lobte zudem, dass sie spielerisch sehr stark auftrat. Für Wolfern bedeutet der Sieg im Derby zugleich, dass man die Tabellenführung erobert. Viel Zeit zum Feiern will man sich dennoch nicht nehmen. „Wir freuen uns jetzt auf die spielfreie Woche und werden wieder Kraft tanken, um dann wieder durchzustarten“, sagte Schranz.