In der 2. Klasse Ost haben sich der ASV Mayr Bau Bewegung Steyr und die Union EDER Karosserie Waldneukirchen mit einem 1:1-Unentschieden getrennt. Aus Sicht des Absteigers war dabei mehr drinnen als nur ein Punkt. Co-Trainer Mario Raml sprach von einer Chancenmehrheit für Waldneukirchen und machte vor allem die mangelnde Verwertung der Möglichkeiten nach der Pause dafür verantwortlich, dass der Ausgleich erst ganz spät fiel.
Die Partie entwickelte sich nach Einschätzung von Mario Raml von Beginn an als enge und über weite Strecken ausgeglichene Angelegenheit. "Es war grundsätzlich ein sehr faires, ausgeglichenes Spiel mit Chancenmehrheit für Waldneukirchen", sagte der Co-Trainer nach dem 1:1. Dass er dabei das Wort fair so klar betonte, hatte auch mit einer Szene aus der ersten Halbzeit zu tun. Nach einem Elfmeterpfiff wurde die Entscheidung nach Rücksprache mit einem Waldneukirchner Spieler wieder aufgehoben. Raml sprach dabei von einer "großen Fair-Play-Aktion in der ersten Halbzeit". Sportlich hatte vor der Pause aber zunächst die Heimmannschaft das bessere Ende für sich. In der 38. Minute brachte Armin Memic Bewegung Steyr mit 1:0 in Führung, und mit diesem knappen Vorsprung ging es auch in die Halbzeit.
Nach dem Seitenwechsel lag aus Sicht der Gäste genau dort der Knackpunkt, wo Mario Raml ihn auch klar benannte. "Entscheidend war definitiv die Chancenauswertung in der zweiten Halbzeit", hielt er fest. Waldneukirchen war in dieser Phase das Team mit den besseren Möglichkeiten, schaffte es aber lange nicht, den Rückstand zu korrigieren. Gerade deshalb blieb Steyr trotz der knappen Führung im Spiel und konnte sich an der 1:0-Führung festhalten. Für Waldneukirchen wurde die Zeit immer knapper, ehe doch noch der verdiente Lohn kam. In der 88. Minute traf Sebastian Andrei Pesteleu zum 1:1 und sorgte damit immerhin noch dafür, dass die Gäste aus dieser Partie zumindest einen Punkt mitnahmen.
Auch in seiner weiteren Analyse blieb Raml bei einer klaren Linie. Positiv hob er hervor, dass die eigene Mannschaft gegen den Ball sehr ordentlich gearbeitet habe. "Die Mannschaft ist defensiv sehr kompakt gestanden", sagte er und sprach damit einen Punkt an, auf dem sich für die Union Waldneukirchen aufbauen lässt. Gleichzeitig zollte er auch dem Gegner Respekt. Der ASV Bewegung Steyr sei "defensiv, kompakt, routiniert" aufgetreten, was den Gästen die Aufgabe zusätzlich erschwerte. Trotzdem blieb für ihn unter dem Strich vor allem ein Manko ausschlaggebend. "Gefehlt hat definitiv, die klaren Chancen zu verwerten", brachte er es noch einmal auf den Punkt. Dass die Partie trotz dieser verpassten Möglichkeiten ruhig und ordentlich über die Bühne ging, passte für ihn ins Gesamtbild. "Die Leistung von Schiedsrichter Schuster war schwer in Ordnung. Er hatte alles sehr gut im Griff." So bleibt für Waldneukirchen ein Remis, das wegen des späten Ausgleichs zwar noch gerettet wurde, nach dem Verlauf der zweiten Halbzeit aber auch das Gefühl hinterlässt, dass in Steyr mehr möglich gewesen wäre.